21. April 2009

ROSÉ REGIERT DIE WELT


DOMAINE OTT HAT ALLEN GRUND SICH ZU VERSTECKEN....
... DENN ‚COPPOLA SOFIA ROSÉ MONTEREY COUNTY 2008’ IST DA!

Francis Coppola SOFIA Rose Monterey County 2008 hat endlich den großen Teich überquert und ist sicher und wohlbehalten in Hamburg gelandet. Wir freuen uns umso mehr, da wir bereits im März vor Ort in Kalifornien die Gelegenheit hatten, diesen neuen Jahrgang zu probieren. Und weil wir so bums beeindruckt waren, wie lecker auch der geworden ist, konnten wir es kaum erwarten, endlich die Palette in Empfang zu nehmen.

Obwohl Coppola sich dieses Jahr für eine Cuvee aus Syrah (Shiraz) und Grenache entschieden hat (der letzte Jahrgang war Pinot Noir aus Sonoma), tut das der Trinkfreude überhaupt keinen Abbruch.

(Fast) im Gegenteil: Die Trauben stammen aus Monterey County, wo das Klima grundsätzlich recht kühl ist. Die Ernte 2008 stellte aber aufgrund der schlechten und vor allem viel kälteren Witterung eine besondere Herausforderung dar. Die Trauben fielen kleiner, aber dafür auch in der Frucht konzentrierter aus. So spiegelt sich diese Konzentration von Frucht und Nährstoffen sofort sowohl in der Farbe als auch im Geschmack wider.

In der Farbe überrascht er mit dunklem Pink bis kräftig hellem Rubin. Die Nase greift diesen Eindruck sofort auf und überzeugt mit Aromen von gecrushten Himbeeren, Rosen- und Teeblättern. Am Gaumen wird es dann spannend. Hier kommt die Offenbarung, denn es schmeckt nach feinste Erdbeeren, roten Kirschen, Ingwer und kandierten Orangenschalen. Und das alles mit einem verdammt langen Abgang.

Und weil Frucht und Würze bei diesem Rose so beeindruckend ineinander greifen, kann man sich vom ersten bis zum letzten Schluck einfach nicht entscheiden, ob man von der Provence oder Kalifornien träumen soll...
Eins jedoch ist sicher: dieser Rose bleibt "WEINLOUNGE HAMBURG EXKLUSIV".

Francis Coppola | Sofia Rosé Monterey County 2008 | Kalifornien | USA
0,75l für € 19,50 (1l = Euro 26,00) inkl. MwSt.

17. April 2009

DIE KEHRSEITE DER MEDAILLE


Der Homo sapiens ist eine merkwürdige Spezies. Und manchmal kann man sich nur wundern.

An unseren beiden Ladentüren hängen "open"- und "closed"-Schilder, die je nach dem, was dem Kunden nach außen angezeigt werden soll, umgedreht werden. Daraus ergibt sich der logische Schluss, dass, liest man von außen "open", innen automatisch "closed" zu lesen ist.
Wie auch eine Medaille hat eben auch ein Blatt Papier (oder ein Schild) eine Kehrseite. Soweit eigentlich alles ganz logisch!?

Verwunderlich ist aber, und das passiert wirklich hin und wieder, dass Kunden denken, sie könnten den Laden nicht mehr verlassen, weil von innen an den Türen "closed" steht. Verwunderlich deswegen, weil es doch die gleiche Tür ist, durch die sie den Laden auch betreten haben.

Wird von unseren Kunden etwa angenommen, wir wollten sie mit dieser "absatzfördernden Maßnahme" im Laden festhalten, damit sie noch mehr Flaschen einkaufen, und haben deshalb heimlich die Türen hinter ihnen abgeschlossen?
Nein, nein, nein, wir können alle beruhigen. Raus ist bisher noch jeder gekommen - sogar ohne Einkauf, denn Kaufzwang herrscht bei uns sicher nicht.

Diskussionswürdig wäre einzig die Frage, ob in einem deutschsprachigen Land tatsächlich das Benutzen der englischen Wörter "open" und "closed" von Nöten ist. Gibt es doch die wunderbaren Worte "offen" und "geschlossen". Da "geschlossen" allerdings sehr lang ist und die Alternative "zu" irgendwie merkwürdig und zu umgangssprachlich klingt, haben wir uns für die englischen Pendants - pardon, natürlich Gegenstücke - entschieden. Es sei uns verziehen.

Foto: Weinlounge Hamburg

9. April 2009

2 x VERNACCIA


























Gleich zweimal wurde heute der Vernaccia di San Gimignano von Teruzzi & Puthod angeboten...
Zufall oder Absicht?

Wir versuchen es mal lieber mit einer Alternative:

TEDESCHI | Soave Classico DOC Monte Tenda 2007 | Venetien | Italien für € 7,95 je 0,75l (€ 10,60=1l) inkl. MwSt.

Ein Gruß aus dem Süden ist dieser äußerst leichte und bekömmliche Weißwein aus Norditalien, was von Hamburg aus gesehen wirklich sehr südlich liegt. Vom Weingut TEDESCHI, das bereits seit 180 Jahren Weinbau betreibt, stammt dieser köstliche Soave Classico DOC aus der Lage “Monte Tenda”. Dieser Wein hat rein gar nichts mit den Qualitäten aus dem Supermarkt zu tun, sondern beweist einmal mehr, dass Soave nach wie vor zu den großen Weissweinen der Welt gehört. Und so sind auch die Tedeschis, wie viele Weinmacher in Italien, bestrebt, sich auf die Tradition und das Potential der klassischen italienischen Regionen und Rebsorten zu besinnen. Und genau das gelingt nicht zuletzt durch durchdachtes Weinbaumangagement im Weinberg und im Keller.
Dieser Soave also, vinifiziert im übrigen aus der Soave-Traube Carganega, entzückt durch seinen vollen und klaren Körper mit dem richtigen “Schwung” im Geschmack. Dabei erinnert er vor allem an florale Fruchtnoten mit einem Hauch von Kräutern und Mandeln.
Und die “nur” 12,5% Vol. Alk. sprechen durchaus für einen unkomplizierten Trinkgenuss ohne schlechtes Gewissen. Beeindruckend ist er aber zudem noch im Preis, der vergleichsweise erschwinglich für einen Wein dieser Güteklasse ist.



Quellen: Hamburger Abendblatt | LIVE vom 09.04.09; Hawesko-Newsletter vom 09.04.09
Foto: Weinlounge Hamburg

7. April 2009

6. April 2009

WINZER SIND WEITER ERFOLGSVERWÖHNT

Laut der Online-Ausgabe der Lebensmittelzeitung LZ|NET vom 24. März 2009 müssen sich deutsche Winzer keinerlei Sorgen um ihre Exportabsatzzahlen machen.

Alleine im Jahr 2008 konnten deutsche Winzer ihre Verkäufe ins Ausland um 14% auf 2,2 Millionen Hektoliter (bei einer Gesamtproduktion von ca. 10 Mio. Hektoliter) steigern. Damit stieg auch der Umsatz: um 11% auf 427 Millionen Euro.

Insbesondere Russland hat u.a. das schrumpfende Exportgeschäft in die USA aufgefangen. In den letzten 5 Jahren hat sich das Exportvolumen von Deutschland nach Russland fast versechsfacht (mit jetzt rund 200 000 Hektolitern).



Quelle: Lebensmittel Zeitung LZ|NET vom 24. März 2009 (bitte auf das Bild klicken, um den Artikel zu vergrößern)

BIS DER WEIN GEFRIERT - DIE PHYSIK DER FLASCHE

In diesem Fall hat der verwendete Kunststoffkorken wenigstens verhindert, dass die Flasche nicht geplatzt ist....




Foto: Weinlounge Hamburg (bitte auf das Bild klicken, um es zu vergrößern)

1. April 2009

GÄSTEGESCHICHTEN UND EIN RESTAURANT REPORT IN DER KRITIK


Ein Blog Post des Thekenmeisters vor einigen Tagen brachte mich zu einem etwas älteren Blog Post von Jörg Meyer, der sich mit der zunehmenden Popularität seiner Bar und den daraus resultierenden Gästen beschäftigt (sehr amüsant zu lesen).
Dieser Post wiederum verweist auf einen ebenfalls älteren Post im Feinschmecker Blog, der, obwohl eben bereits aus Oktober 2008, sicher noch nichts an Aktualität eingebüßt hat und noch viel lesenswerter ist; plaudert hier doch ein Journalist, der 2 Jahre als Freischaffender für den Marcellino's Restaurant Report gearbeitet hat, aus dem Nähkästchen über Restaurantbewertungen durch Gäste.

Angesichts solcher "Aufdeckungen" stellt sich die Frage, ob Internetportale á la Qype nicht doch eine bessere Plattform für "unabhängige" Kritken darstellen, bei der jeder Leser sich selber ein Bild der unterschiedlichsten Beiträge machen und seinen persönlichen Konsenz daraus ziehen kann.

Möge aber jeder selbst entscheiden - am besten durch den aktiven Selbstversuch.