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25. November 2009

2. Probiersalesday @ Twitter | Verkostung 2. Wein

Am Donnerstag, 19.11.2009, musste der 2. Wein des 2. Probiersalesday aka Twitterverkostung aka Hashtag #twv dran glauben. Wiederum um 20.30h sollte sich die Twittergemeinde der Weinfreunde an Computern und Mobiltelefonen versammeln, um Verkostungsnotizen zu "zwitschern". Bei uns war der Rotwein dran, bei vielen anderen der Weiße.

Im Glas also der "Rosso di Montalcino DOC 2005" von der Tenuta Vitanza aus der Toskana. Wiederum natürlich aus dem 2. Twitterverkostungspaket von superiore.de.

Die Farbe präsentiert sich schön dunkelrubinrot - genauso wie ein Sangiovese diesen Alters noch sein sollte. "Nimmt man eine Nase", strömen einem wunderbare Brombeer- und Waldbeerenaromen entgegen - gepaart mit ein wenig Unterholz, Kräutern und Leder. Der erste Schluck spiegelt dann auch genau das wider. Hinzu kommt noch eine feste Säurestruktur und deutlich spürbare Tannine sowie eine gewisse Frische, bzw. angenehme Kühle am Gaumen. So schön der Auftakt ist, so sehr enttäuscht ein wenig der leider nicht so ganz lange Abgang, bei dem die Gerbstoffe länger in Erinnerung bleiben als die vorher so fulminant auftretende Frucht.

Dennoch würden wir sagen, ein veritabler, kleiner Bruder von Brunello und Co., der mit einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis glänzt.

Foto: Weinlounge Hamburg

2. September 2009

Aua...




Zugegeben, nicht jeder wird wissen, worin genau der "Faux-pas" hier besteht; Kenner der Rheingauer Weinszene werden es sofort merken.

In der weiteren Veranstaltungsbeschreibung klärt sich dann übrigens, dass Herr Dirk Cannova vom Weingut Robert Weil zu Gast sein wird....

9. April 2009

2 x VERNACCIA


























Gleich zweimal wurde heute der Vernaccia di San Gimignano von Teruzzi & Puthod angeboten...
Zufall oder Absicht?

Wir versuchen es mal lieber mit einer Alternative:

TEDESCHI | Soave Classico DOC Monte Tenda 2007 | Venetien | Italien für € 7,95 je 0,75l (€ 10,60=1l) inkl. MwSt.

Ein Gruß aus dem Süden ist dieser äußerst leichte und bekömmliche Weißwein aus Norditalien, was von Hamburg aus gesehen wirklich sehr südlich liegt. Vom Weingut TEDESCHI, das bereits seit 180 Jahren Weinbau betreibt, stammt dieser köstliche Soave Classico DOC aus der Lage “Monte Tenda”. Dieser Wein hat rein gar nichts mit den Qualitäten aus dem Supermarkt zu tun, sondern beweist einmal mehr, dass Soave nach wie vor zu den großen Weissweinen der Welt gehört. Und so sind auch die Tedeschis, wie viele Weinmacher in Italien, bestrebt, sich auf die Tradition und das Potential der klassischen italienischen Regionen und Rebsorten zu besinnen. Und genau das gelingt nicht zuletzt durch durchdachtes Weinbaumangagement im Weinberg und im Keller.
Dieser Soave also, vinifiziert im übrigen aus der Soave-Traube Carganega, entzückt durch seinen vollen und klaren Körper mit dem richtigen “Schwung” im Geschmack. Dabei erinnert er vor allem an florale Fruchtnoten mit einem Hauch von Kräutern und Mandeln.
Und die “nur” 12,5% Vol. Alk. sprechen durchaus für einen unkomplizierten Trinkgenuss ohne schlechtes Gewissen. Beeindruckend ist er aber zudem noch im Preis, der vergleichsweise erschwinglich für einen Wein dieser Güteklasse ist.



Quellen: Hamburger Abendblatt | LIVE vom 09.04.09; Hawesko-Newsletter vom 09.04.09
Foto: Weinlounge Hamburg

3. März 2009

DU BIST DOOF...

...ODER WIE ERNST SOLLTE MAN BEWERTUNGSPORTALE WIRKLICH NEHMEN?

Viele kennen Qype. Oder aber eben auch nicht.
Nach Gesprächen mit Bekannten und Freunden stellte sich nämlich heraus, dass nur Wenige von Qype schon mal etwas gehört oder gelesen haben.
In Einzelhandels- und Gastronomiekreisen ist das allerdings ganz anders. Hier geht man davon aus, dass der gemeine Endverbraucher/Gast, den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als Bewertungen über Orte zu schreiben, die er schon mal besucht hat. An dieser Stelle wage ich tatsächlich obendrein die Vermutung zu äußern, dass es sich bei den am häufigsten bewerteten Orten eher um Restaurants und Einzelhändler handelt, als um Ärzte, Anwälte oder Ausflugsdampfer.
So kommt sicherlich an jener Front der viel bewerteten Kategorien schnell das Bedürfnis auf, hier möglichst besser, weiter, höher und schneller bewertet zu werden. Soll heißen, im Fall von Qype, bitte möglichst viele Sterne und viel Lob zu ernten.

Für äußerst gängig halte ich dabei die Methode, Freunde und Bekannte zu animieren, sich im Internetportal anzumelden und eine entsprechend positive Bewertung abzugeben. Eine andere ist sicherlich, dass jeder Inhaber einer Firma selber ebenfalls ein Profil hat und über seinen Laden (selbstverständlich) nur Gutes schreibt. Und schwuppdiwupp hat man die ersten, sagen wir, 5 Bewertungen beisammen.

Aber, ist das repräsentativ? Sicherlich nicht.

Solange eine noch nicht allzu große Gruppe von Menschen Lokalitäten bewertet, sollte man es aus jeder Sicht gelassen sehen. Der firmenbetreiber genauso wie der Kunde.
Lesen, zur Kenntnis nehmen, sich aber bitte ein eigenes Bild machen.

Dabei ist eines aber sicher wichtig: immer fair bleiben. Bitterböse Kommentare, die glücklicherweise von der Qype-Redaktion, sind sie politisch nicht ganz korrekt, angemahnt werden, sind feige und hinterlistig. Feige, weil das Internet anonym ist und hinterlistig, weil niemand darauf unmittelbar reagieren kann.

Qype hat Zukunft - keine Frage. Bestes Beispiel hierfür ist die amerikanische Plattform YELP. Natürlich ist hier die "Teilnehmerzahl" schon von Haus aus größer; aber inzwischen haben eben auch die Bewertungsmengen eine unglaubliche Zahl erreicht. Besonders gut dabei: YELP zeigt neben jedem Eintrag eines Restaurants, Ladens, etc. eine Statistik über die Bewertungen an. So bekommt man sofort einen Eindruck, wie das Bewertungsniveau in den letzten Monaten verlaufen ist.

Insbesonders für gastronomische Betriebe aber ist nur eins das Beste: SOFORT Kritik äußern und sagen, was einem nicht gefallen hat. Nur wenn man mit dem Service, Restaurantleiter, Barmann etc. gleich über seinen Unmut spricht, kann konkret etwas verbessert werden. Hinterher meckern ist einfach und die Abstrafung erfolgt dann durch "da gehe ich nicht mehr hin" und einer negativen bewertung. Das hilft keinem. Denn selbst wenn das Restaurant rege Qype verfolgt, sind Meckereien oftmals nur noch schwer zu rekonstruieren (außer im Härtefall natürlich).

Wirkt der Gastgeber nach geäußerter Kritik immer noch uneinsichtig, kann man immer noch über seine eigenen Konsequenzen nach jenem Besuch nachdenken.

So bleibt zum Schluss ein Zitat:

"Macht nicht aus jeder Meinung gleich eine Religion. Ich habe ein Bild vor Augen: Wenn Gott die Arme ausbreitet, dann sind dagegen all unsere Meinungen, Pläne, Ansichten ganz winzige, kleine Scherze."
Hanns Dieter Hüsch (*1925), dt. Kabarettist u. Protestsänger; 2000 Predigtpreis | Zitat-Nr.: 6616


Viel Spaß beim "Qypen"
www.qype.de

27. August 2008

DIE "TRICKS" DER GROSSHÄNDLER











Eine völlig neue Art der Kundengewinnung hat sich der Cash & Carry-Markt METRO ausgedacht. Um Gastronomen für sich zu gewinnen, wurden einige Mitarbeiter mit eigens für den Restaurant-Besuch gestalteten Visitenkarten ausgestattet, um den guten Namen für den hoffentlich nächsten Einkauf im richtigen Großmarkt zu hinterlassen....

Visitenkarte: Metro Cash & Carry Group (hier gescanned)

6. Dezember 2007

BURGUNDER ODER KEIN BURGUNDER?

Weinseminare sind beliebt. Und immer wieder finden sich spannende Themen. Ganz streng genommen - zumindest nach unserem aktuellen Kenntnisstand - ist das Thema des folgenden Seminars aber nicht ganz korrekt:

Burgundervariationen – Chardonnay und Pinot Noir
(...)

Chardonnay – die klassische Rebsorte des weißen Burgunders ist die erfolgreichste und am weitesten verbreitete Weißweintraube. Winzer auf der ganzen Welt versuchen den Erfolg des Chardonnay auf dem einheimischen Weinberg zu wiederholen.
Erleben Sie die große Vielfalt dieser anpassungsfähigen Traube. Vom klassischen Burgunderstil bis zur fruchtig-exotischen Variante.

(...)

ABER der Chardonnay ist genotypisch gar keine Burgundersorte! Mehr unter: www.WIKIPEDIA .org

HEFELAGER IN NEUSEELAND

Konkurrenzbeobachtung gehört zum 1 x 1 der Betriebswirtschaft für Facheinzelhändler. Und so ziehen wir regelmäßig durch die Gemeinde, um genau das fachgerecht zu tun.
So kommt es heute zu folgender "Entlarvung":

Es kursieren Gerüchte in Hamburg-Eppendorf, dass der 2007er JOHNER Estate Sauvignon Blanc Gladstone aus Wairapa, Neusseland, noch nicht deutschen Boden erreicht habe. Vielmehr soll er zur Zeit noch auf der warmen Südhalbkugel auf der Hefe liegen und frühestens Anfang oder sogar erst Mitte nächsten Jahres in die Weinregale unserer Hansestadt kommen. Eine illustre Geschichte als Ablenkungsmanöver?!
Wir aber haben den Beweis:

Im November bereits erreichte der Container mit dem aktuellen Jahrgang aus Neuseeland das beschauliche Vogtsburg-Bischoffingen am Kaiserstuhl in Baden, wo Herr Johner sein deutsches Weingut führt. Von hier aus begann rasant die Verteilung in das restliche Deutschland und auch nach Hamburg in unser Regal!
Et voilà:
Nix mit Hefe in Neuseeland. Flaschen in Hamburg!


Bilder: Weinlounge Hamburg