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5. Mai 2010

Invasion ins Elsass | Reise Review 4

Ok, wir sind ein wenig hinter her mit unseren Reiseberichten, aber was soll's, Im Elsass hat sich deswegen außer der Baumbegrünung seit unserem Besuch am 13./14. März 2010 sicher nicht so viel geändert.

Von Baden ging's am Samstag schnurstracks nach Strasbourg. Schnell im Hotel eingecheckt,


das Auto in der Tiefgarage versteckt und ab in die Innenstadt. Dank eines DER FEINSCHMECKER Restaurant-Tipps verschlug es uns



- vorbei an leider schon geschlossenen Delikatessenläden -

in das äußerst charmante Restaurant L'Atable77. Erste erfreuliche Feststellung nach dem Blick in die Weinkarte, die Elsässer unterliegen nicht dem Jungweinwahn.

Alle heimischen Rieslinge oder Pinots erfreuten sich eines gereiften Alters. Welch Trinkvergnügen! Gestartet haben wir dann also erst mal mit einem Fläschchen

Albert Mann
Riesling Grand Cru
Schlossberg 2007

Das Ganze als passende Begleitung zu Kalbsbries und Jakobsmuschelcarpaccio mit Orangenvinaigrette.

Es folgte eine 2. Flasche, an die wir uns dank fehlender Fotodokumentation heute nicht mehr so ganz genau erinnern können, außer dass sie auch köstlich war. Das Fotografieren mussten wir zum Hauptgang der Höflichkeit halber leider einstellen, da man uns am Nachbartisch schon als Restauranttester entlarvt glaubte.

Das L'Atable77 ist aber am Ende mit seinem modernen Ambiente, dem sehr aufmerksamen Service, einer umfangreichen Weinkarte und dem modern interpretierten elsässischen Gerichten auf jeden Fall eine dicke Weiterempfehlung wert.

Am folgenden Sonntag, 14.03.2010, folgten wir sehr gerne der Einladung unseres "neuen" Winzers Jean-Paul Schmitt und seinem Partner Bernd Koppenhoefer nach Scherwiller zu einem Degustationsmenue mit Weinen der Domaine Jean-Paul Schmitt. Also ging es auf direktem Weg in die Auberge Ramstein zum 4-gängigen Mittagessen.
Grund zu beschweren hatten wir uns wahrlich nicht.

Erst ein Schluck des fantastischen "Crémant D'Alsace Rittersberg", der die Gemüter schon mal in Wallung brachte und ein exzellenter Begleiter zu dem umfangreichen Amuse bouche mit gratinierter Auster, Fischsüppchen mit Safran und Kalt-warmen von Topinambur und Kürbiskern mit Krebsfleisch war. Im Zwischengang überraschte die Auberge dann mit einem Filet von der Rotbarbe in einer Langoustinenbisque gedünstet, Kartoffelpurrée mit Olivenöl, Fondue aus Fenchel und rotem Paprika - klingt in der Tat länger als die Portionsgröße am Ende war. Auch hier bewies sich die Weinwahl als vortrefflich. Der "Pinot Gris Rittersberg 2008 Classique" behauptete sich unfassbar gut zu den vielfältigen Aromen des Essens, wo er doch im Grunde noch so ein junges Ding ist.

Klar, dass zum Hauptgang, einem mächtigen Tournedo Rossini, ein Roter serviert wurde. Wobei so klar gar nicht, denn aus eigener Erfahrung wissen wir, dass gereifte Rieslinge hier durchaus auch nicht fehl am PLatz sind! In diesem Fall aber vergnügten wir uns mit einem Glas "Pinot Noir Rittersberg 2008 Grand Réserve".

Den Nachtisch hätten wir fast nicht mehr geschafft, war er doch nahezu ein eigenständiges Menue. In Safran eingelegte Birne, weißes Mousse au chocolat, Vanilleeis, Cappuccino von Vanille-Safran und einem Birnenpanacotta hatten die Aufgabe gegen den "Gewürztraminer Rittersberg 2005 Vieilles Vignes" anzutreten.

Danach war dringend Verdauungsspaziergang im Weinberg vom Rittersberg angesagt, um gleichzeitig von Bernd Koppenhoefer die Philosophie des Weinguts erklärt zu bekommen. Die Domaine ist seit 2009 offiziell für den biologischen Anbau zertifiziert und stellt in diesem Jahr auf biodynamischen Weinbau um.


Gleich danach ging's noch ab in die Probierstube, damit wir uns einmal durch's Sortiment kämpfen konnten. Das Endergebnis: unsere Entscheidung Jean-Paul Schmitt ins Sortiment aufzunehmen, war mehr als goldrichtig!

Wenn wir jetzt schreiben, dass wir am späten Nachmittag in unser Hotel aufgebrochen sind, um uns zum einen ein Stündchen zu erholen und zum anderen im angeschlossenen Restaurant Abend zu essen, dann mag das nach Völlerei klingen. Und ja! Das war es auch. So wird es uns aber unseren kompletten Weg durch Frankreich noch gehen....

Also, eingecheckt im traumhaften Hôtel de L'Illwald, mitten auf dem platten Land zwar, aber ein entzückendes Örtchen.


Zum Essen dann also in die Auberge. Und hier die gleiche positive Erfahrung wie schon in Strasbourg: gereifte, elsässische Schätzchen auf der Weinkarte!

Erstes "Experiment":

Domaine Sylvie Spielmann
Riesling Grand Cru
Kanzlerberg 1999



Wow, wow, wow. Nullkommanull Alterungsnoten, keine Oxidation, gar nichts. Frisch und fruchtig mit dem typischen Rieslingsäurespiel steht er noch nahezu hellgelb wie eine Eins im Glas! Die Vorspeisen "Variationen von der Entenstopfleber" und "Hausgebeizter Lachs".

Enttäuschend dagegen die 2. Wahl des Abends:

Trimbach
Pinot Gris
Réserve 2002

Wer davon noch was im Keller hat, sollte ihn schnellstens austrinken! Deutlich überreif und oxidative Noten machten diesen Grauburgunder zu keinem übermäßigen Trinkgenuss. Da hatten wir uns etwas anderes vorgestellt! Gut, dass wir mit einem kräftig gewürzten "Schweinerücken mit Chorizo" (ok, nicht gerade typisch für's Elsass) und einem "nur" 800g schweren "Côte du Boeuf" vom Allerfeinsten dagegen "anessen" konnten.

Mit dem dementsprechend gefüllten Magen und auch ein wenig weinselig konnte der Tag aber glücklich und zufrieden beschlossen werden.

13. April 2010

Von Rotwild, Pinot und einer aufgeräumten Hexenküche | Reise Review 3

Samstag, 13. März 2010 - endlich Sonne! Auf, auf nach Baden, genauer gesagt in den Kraichgau nach Bruchsal. Wer hätte gedacht, dass Bruchsal so viel zu bieten hat. Unter anderem findet man hier eines der schönsten Barockschlösser Deutschlands. Leider war die Zeit aber zu knapp, um eine ausgiebige Sightseeing-Tour zu machen.... Deshalb gleich zum Weingut Klumpp, das am Stadtrand von Bruchsal liegt.



Freundlich von "Patronin" Marietta Klumpp, die an diesem Tag dank ausgeflogenem Ehemann und Söhnen die "Alleinherrschaft" über Hof und Keller hatte, empfangen, stürzten wir uns gleich in die umfangreiche Weinprobe. Endlich konnten wir den neuen Jahrgang 2009 verkosten, denn im Laden waren wir schon seit Wochen klumpptechnisch trocken gefallen.

Manchmal entdeckt man dann sogar bei seinem Winzer, von dem man dachte, man kennt das Sortiment, doch noch eine Überraschung. So auch bei Klumpp. Irgendwie war uns die Existenz von "ROT WILD" wohl bisher entgangen.

ROT WILD

Dieser Perlwein ist genau das Richtige für heiße Sommertage. Dahinter verbirgt sich eine Weißweincuvée, die außerdem mit Johannisbeersaft "angereichert" ist und somit mehr einem spritzigen, leicht säuerlichen Erfrischungsgetränk gleicht, dem man die nur 7% Alkohol sowieso nicht anmerkt, geschweige denn, dass man diese schmeckt. Ein herrlicher Aperitif oder Begleiter durch einen lauen Sommerabend.

Auch ansonsten präsentierte sich der neue Jahrgang mehr als positiv im Glas. Alle Weine haben eine feine Säurestruktur abbekommen, ohne dass die Frucht darunter leidet! Insbesondere der Riesling ist eleganter denn je. Dank der Gastgeberin, wie sie übrigens im Buche steht, konnte uns die nicht enden wollende Verkostungsreihe auch nichts anhaben. So schnell habe ich noch nie eine köstliche Brotzeit auf den Tisch fliegen sehen. Danke, Marietta!
Frisch gestärkt konnten wir dann also die Kellerführung angehen. Begleitet von Familienneumitglied Schäferhund "Pinot", der ganze stolz der Familie,

Klumpp-Hund "Pinot"

ging es los. Zugegebenermaßen ähneln sich die Keller der deutschen Winzer sehr - zumindest wenn erst neuerlich modernisiert wurde oder der Betrieb noch verhältnismäßig jung ist, wie im Falle Klumpp.

Markus Klumpps "Hexenküche" - alles für die Weinanalyse

Marietta Klumpp & Felix Jaeger

Teil von Klumpps Barriquelager

Nach diesem letzten Rundgang auf badischen Boden und guten vier Stunden Aufenthalt im Kraichgau, wurde es dann auch langsam Zeit für uns nach Frankreich zu schielen. Denn es sollte noch am gleichen Tag heißen: Elsass, wir kommen!


Fotos: Weinlounge Hamburg

2. April 2010

Da, wo die Funklöcher am größten sind | Reise Review 2

Vom Rheinhessischen ging es am frühen Freitagmorgen des 12. März 2010 weiter Richtung Pfalz und damit auch Richtung "größtes zusammenhängendes Funkloch" unserer Reise. Genauer gesagt aber fuhren wir nach Deidesheim. Kleine Stadt im Herzen der Pfalz, die bei gutem Wetter, sommerlichen Temperaturen und vielen Touristen sicherlich ihren ganz eigenen Charme hat und einen Besuch wert ist. Gut, an einem kalten, grauen, verregneten Vormittag ist der Besuch von Deidesheim nicht wirklich empfehlenswert.


Zur Verdeutlichung mal ein paar Öffnungszeiten: Café "Central" ab 14.00 Uhr, Filmmuseum (nur Mittwoch bis Sonntag) ab 14.00 Uhr, Museum für Weinkultur (ebenfalls nur Mittwoch bis Sonntag) ab 15.00 Uhr, Weinbar Krack ab 14.00 Uhr und und und..... Wir hätten zum Mittagessen vielleicht den Deidesheimer Hof wählen können. Da wir uns aber ausgerechnet an diesem Tag nicht wie 65 Jahre alt gefühlt haben, haben wir mal darauf verzichtet.
Highlight blieb somit die durchgängig geöffnete (!) Schlecker-Filiale, um uns mit Getränken zu versorgen.

Also, auf gen ersten Termin des Tages: Verkostung bei Müller-Catoir in Neustadt-Haardt. Vorher noch ein ambitioniertes, aber am Ende doch eher bodenständiges Mittagessen im einzigen Restaurant des Ortes, dem "Mandelhof", der sich selber als Restaurant, Hotel und Kunstgalerie versteht. Nun denn, mit Grundlage im Magen also ins Müller-Catoir'sche Anwesen,





um im Verkostungsraum mit beeindruckend bemalter, historischer Kassettendecke Altes und Neues zu probieren.

Besonders begeistert hat die "Mandelring Scheurebe Spätlese 2008".



In der Nase schon eine beeindruckende Frische, die man von einem halbtrockenen Wein mit rund 90g Restzucker gar nicht erwartet hätte, und fetten Aromen von Pampelmuse. Keine Spur von Süße. Der erste Eindruck am Gaumen ist dann auch eine angenehme Säure, die den Wein frisch und lebendig macht, sowie der zweite Eindruck sofort die Grapefruit wieder aufgreift. Der Fruchtgeschmack explodiert förmlich. Die gar nicht klebrige Restsüße sorgt dafür, dass der Wein noch lange im Mund in Erinnerung bleibt. Dieser Tropfen ist vielleicht nicht gerade ein "Zechwein", aber als Essensbegleiter ist er in jedem Fall eine Wucht. Am besten zu süß-saurem Asiatischen, Käse oder Nachtisch.

Und weil uns der Wein so gut gefallen hat, wurden davon gleich mal ein paar Flaschen für das heimische Ladenregal geordert. Wie übrigens auch vom Sauvignon Blanc, der Ende Mai eintrudeln sollte, und von dem es nur 120 Flaschen bei uns geben wird, da die Mengen rigoros zugeteilt werden.

Zwei Stündchen später dann Abfahrt aus Haardt weiter durch die Pfalz, weiter in den Süden. Nächste Station sollte das Weingut Stern sein, um Jungwinzertalent Dominic Stern zu treffen. So brachte uns das Navigationssystem sicher nach Hochstadt.





Was für ein herzlicher Empfang! Auch hier haben wir uns gleich, an der Brennblase



vorbei, in den Keller führen lassen, um die aktuellen Fassproben zu probieren. Man muss ja schließlich wissen, was man so demnächst wieder im Laden hat!



So viel Zeit wollten wir Dominic auch gar nicht stehlen, da er mitten in den Vorbereitungen (selber zum letzten Mal probieren) für die für's Wochenende geplante Abfüllung steckte.

Also, Abfahrt zur Endstation des Tages nach rund 200km durch deutsche Landen: das Seehaus Forelle Haeckenhaus in Ramsen.



Ein echter Geheimtipp übrigens, denn noch nicht mal der gemeine Pfälzer an sich hatte davon vorher schon einmal gehört. Entsprechend schwierig, weil inmitten eines dunklen Walds gelegen, war es auch zu finden. Da das Hotel mit einem gemütlichen Restaurant ausgestattet ist, dessen Spezialität (wen wundert's?) natürlich Forelle in diversen Varianten ist, konnten wir hier den Abend dann entsprechend besinnlich bei eben Forelle und Rehfilet ausklingen lassen - ohne jegliche Anbindung an das deutsche Vodafonenetz ..... das sollte sich in Baden am nächsten Tag aber, Gott sei Dank, ändern!

Fortsetzung folgt!

Fotos: Weinlounge Hamburg

26. März 2010

Jetzt geht's los.... | Reise Review 1

Wie die meisten wissen, sind wir am Mittwoch, 10. März 2010, zu unserer großen "Tour de Allemagne et France" gestartet, um Weingüter zu besuchen, Winzer zu treffen und neue Eindrücke zu gewinnen. Die Reisebeschreibung wollen wir natürlich nicht schuldig bleiben, und so startet hier unsere kleine Reise Review.

Los ging es leider sehr spät an jenem Mittwoch zum ersten kurzen Zwischenstopp in Düsseldorf. Im Auto (vorerst): 1 Koffer, 1 Reisetasche, 2 Kleidersäcke und 2 Computer - und kurzfristig 2 Katzen.

Nach einer relativ kurzen Nacht konnten wir am Donnerstagmorgen dann aber endlich durchstarten in Richtung der deutschen Weinanbaugebiete. Die ersten Autobahnkilometer führten uns zunächst in den Rheingau mit einem kurzen Fotostopp à la "japanischer Tourist" zu Schloss Vollrads.

Schnell bei blauem Himmel und Sonne den historischen Wohnturm fotografiert und wieder ins Auto gehüpft, um mittels Fähre den Rhein gen Rheinhessen zu überqueren. Das eigentlich wohl verdiente Mittagessen musste leider ausfallen, da unser präferiertes Restaurant "Kronenschlösschen" in Eltville ausgerechnet an diesem Mittag geschlossen hatte - Rheingau Gourmet Festival sei Dank!

Next stop: das beschauliche Appenheim in Rheinhessen - Termin mit unserem Winzer Jürgen Hofmann* zur Verkostung des neuen Jahrgangs 2009.

Lecker Stöffchen, was der Herr Hofmann da wieder in die Flasche gebracht hat. Insbesondere bei seinem "Sauvignon Blanc" QbA trocken 2009 hat er wieder mal ein Schippchen oben draufgelegt, wie wir finden... Dieses Jahr ist ihm der Sauvignon Blanc noch eine Spur eleganter gelungen. Die vollreifen exotischen Früchte sind eher der Stachelbeere gewichen und die zarte Säure passt sich gut in dieses neue Geschmacksbild ein. Genau der richtige Wein für Genießer, die sich nicht zwischen einem Sauvignon Blanc aus Frankreich oder Südafrika entscheiden können, sondern lieber etwas Einzigartiges haben möchten!



Logischerweise haben wir nicht nur das probiert, was schon gefüllt ist, sondern sind zudem in Jürgens kleine Stahltank- und Barrique-Keller gestiegen, um auch erste Fassproben in rot und weiß zu verkosten. Und eins steht fest, genauso wie bei den ersten Abgefüllten, ist hier ebenfalls schon das großartige Potential des 2009er Jahrgangs zu erkennen. Wir dürfen also gespannt sein und in Vorfreude schwelgen!

Besonders froh sind wir, dass es in diesem Jahr endlich wieder eine "FUSION II" von Jürgen und Ehefrau Carolin geben wird, nachdem der Jahrgang 2008 ausfallen musste. Grund dafür war das natürliche Stoppen der Spontangärung, was dazu geführt hat, dass der Restzucker nicht weiter verstoffwechselt worden ist. Also ist der Wein "lieblich" geblieben und nicht mehr "trocken" geworden ist.

Nach dieser ausführlichen Probe also, bei der natürlich kräftig gespuckt worden ist, führte uns der Weg zu unserem Tagesziel, nämlich in das beschauliche Harxheim in Rheinhessen, wo wir in der entzückenden Pension Reßler ein Zimmer gebucht hatten.
Das Abendessen allerdings sollte in der Königsmühle bei Dirk Würtz eingenommen werden, wo schon standesgemäß die Holzkohle für ein großes Stück Rindfleisch für 5 zum Glühen gebracht worden ist.
Was sollen wir sagen? Der Abend endete feucht-fröhlich


mit den beiden Gastgebern Winzer Dirk Würtz und seiner Frau Gabi, die tolle mediterrane Kartoffeln zum Fleisch gezaubert hatte sowie Michael Gmall, der uns bei der Übernachtungsorganisation in Harxheim geholfen und uns mit einem Glas Champagner willkommen geheißen hat....!

Tausend Dank!!!!

*Jürgen Hofmann wird übrigens einer unserer Gastwinzer auf der 2. Wineries Flight Night am Freitag, 07. Mai 2010, ab 20.00h in der Weinlounge Hamburg sein, wo er auch die Weine seiner Frau Carolin vom Weingut Willems-Willems von der Saar vorstellen wird.



Fotos: Weinlounge Hamburg

10. März 2010

Wenn einer eine Reise tut... | Reiseversprechen Teil 2

Weiter geht es mit unserer Reiseroute - immer dem guten Geschmack nach und auf der Suche nach Neuem für Sie! Am 15. März wird der erste Teil unserer Weinreise, die übrigens heute beginnt, hinter uns liegen und wir werden das schöne, aber zur Zeit ebenfalls kalte, Elsass Richtung Champagne hinter uns lassen.
In der Champagne ist prickelnde Inspiration angesagt. Kreidekeller und Co. wir kommen. Was dann folgt ist Paris, Paris! Doch das soll noch nicht das Ende gewesen sein. Immer mit dem Auftrag Wein zu entdecken, schließen wir diesen "kleinen Auftrag" mit dem Besuch der proWein in Düsseldorf ab. Die größte internationale Weinmesse bietet uns einmal mehr die Möglichkeit, auf Reise zu gehen, um auch noch den Rest der Welt zu verkosten! Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt darauf, wieder in unsere Weinlounge Hamburg zurückzukehren und unsere Reiseerlebnisse mit Ihnen zu teilen.

Seien Sie also herzlich eingeladen, ab dem 24. März auf ein Gläschen vorbeizuschauen und zu hören, ob auf dem Weingut Müller-Catoir wirklich so viele Mandelbäume stehen oder die Kreidekeller in Reims in der Tat so beeindruckend sind...



Santé!

8. März 2010

Wenn einer eine Reise tut... | Reiseversprechen Teil 1

Manchmal muss man den vertrauten Ort des täglichen Lebens verlassen, um neue Eindrücke zu sammeln, noch mehr interessante Menschen kennen zu lernen und, wie in unserem Fall, mit vielen spannenden Geschichten rund um Weingüter und Weine zurück zu kehren. Im Idealfall bleibt es aber nicht bei Geschichten, sondern Sie finden unsere Neuentdeckungen kurze zeit später in unseren Regalen wieder...
Und genau aus diesem Grund werden wir uns Mitte März (genauer gesagt am 10. des Monats) für einige Tage auf unsere jährliche Weinreise, die uns diesmal durch Deutschland nach Frankreich führt, begeben, um Ihnen bald spannendes Neues vorsetzen zu können.
Wenn Sie heute schon Lust haben, weiter zu lesen, können Sie bereits jetzt der geplanten Reiseroute Teil 1 folgen und Altbekanntes (neu) entdecken...




Bon voyage!

15. Februar 2010

Eidgenossen


Am Samstag, 06. Februar 2010, haben wir es wahr gemacht! Es gab "Käsefondue" statt "Wein und Käse" in der Weinlounge Hamburg.
Mehr als ein Dutzend Käasefondue-Fans fanden sich an diesem kalten Samstagabend zum Brottunken bei uns ein. Dank der Unterstützung durch die Schweiz Tourismus in Hamburg konnten wir sowohl den Laden als auch die Tische adäquat ausstatten. Neben Fahnen, Flaggen und Menükarten war eine Girlande mit den 26 Kantonsfahnen das Highlight. Diese inspirierte selbstredend gleich zu einem Quiz frei nach dem Motto "Wer hat's erfunden?".

Gestartet wurde mit einer Kalbskraftbrühe mit Gemüse und Pilzeinlage. Beim nachfolgenden Käsefondue kamen klassisch Käse, nämlich Gruyère, Appenzeller und Emmentaler (ok, bei den Käsesorten haben wir ein wenig frei interpretiert), Weißwein, Kirschbrand sowie Stärke zum Einsatz. Im Anschluss konnte, wer noch wollte, ein Toblerone-Mousse verdrücken.

Das Wichtigste waren aber natürlich die begleitenden Weine. Selbstverständlich haben wir die Veranstaltung zum Anlass genommen, die Sortimentslücke Schweizwein zu schließen.

Neben den "Vorzeigeweinen" der Alpenrepublik, dem Fendant und Dôle, die wir uns von Winzer Albert Mathier et Fils aus dem Wallis ausgesucht haben, ist allerdings der "weiße Merlot" das Highlight der Kollektion!



Delea
"Chiar di Luna"
Bianco di Merlot DOC 2009
Tessin | Schweiz

0,75l für €13,90 (1l=€18,53)

Das Schmuckstück aus dem Tessin, wo Merlot auf 85% der Gesamtrebfläche angebaut wird, ist unser ganzer Stolz. In Zürich zum ersten Mal verkostet, war es lange eine echte Herausforderung diese "Kuriosität", einen weißgekelterten Merlot, für unser Sortiment zu finden. Die Schweizer haben nämlich leider die Angewohnheit, ihre besten Weine selber zu trinken und nur wenig für den Export übrig zu lassen. Umso glücklicher waren wir über diesen Zufallsfund.

Wie schmeckt denn nun so ein Bianco di Merlot?
Die einfache Antwort: Fantastisch!
Die etwas längere: Beginnen wir mit der Farbe, präsentiert sich diese erstaunlich hell mit leicht grünlichen Reflexen im Glas. Das ganze Gegenteil also von einem ebenfalls weißgekelterten Blanc de Noirs, der oftmals fast rosa schimmert, da sich beim Pressen durchaus noch Farbpigmente in den Rebsaft verirren. Am Gaumen dann doch ein ganzer Merlot. Volle Fruchtintensität paart sich mit schneidiger Eleganz und erfrischender Länge. Eine Säure ist da, aber keine störende, sondern vielmehr eine, die alles perfekt zusammenhält. Wenn auch nicht die Farbe, so lässt sich vieles der typischen merlot-Eigenschaften ableiten. Und dennoch ist das Geschmackserlebnis irgendwie anders.

Unsere Empfehlung: Einfach probieren; denn ein Schluck sagt mehr als tausend Weinbeschreibungen....


Fotos: Weinlounge Hamburg