Austern sind so eine Sache. Ähnlich wie andere Genussfreuden polarisieren sie und spalten die Genießerschaft in 2 Lager. Aber glauben Sie uns, wenn wir sagen, dass dieses Austernrezept Sie durchaus bekehren dürfte. Vielleicht werden Sie die possierlichen Tierchen danach immer noch nicht roh essen können, aber so ist's halt auch echt lecker....
Dazu empfehlen wir ausnahmsweise keinen französichen Klassisker, sondern eine moderne Weißweincuvée aus dem Norden Italiens! "Doi Raps" heißt das gute Stück Wein aus dem Friaul, in dem sich Weißburgunder, Grauburgunder und Sauvignon Blanc vereinen. Das mag vielleicht genauso experimentierfreudig klingen, wie das Rezept mit dem Schalentier, aber einen Versuch ist es in beiden Fällen garantiert wert.
Warme Austern mit Fenchelschaum
Für 6 Austernfischer
Zutaten
½ Schalotte
200 ml Weißwein
18 Austern
200 ml Sahne
2 Eigelb
1 TL Fenchelsamen
Zubereitung
(1) Die Schalotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Wein aufkochen und die Schalotte darin 5 Minuten garen. (2) Die Austern in einen Topf geben, mit dem Wein übergießen und zugedeckt bei schwacher Hitze dämpfen, bis sie sich geöffnet haben. Die Schalentiere herausnehmen und die Deckelschalen entfernen. Achtung: hier ist ein Austernmesser gefragt! Den Austernsaft und den Wein auffangen und durch ein feines Sieb in einen Topf gießen. Mit der Sahne verrühren, die Fenchelsamen zugeben und einkochen lassen. (3) Die Sauce vom Herd nehmen, und erneut durch ein Sieb gießen. Anschließend die Eigelbe unterrühren und die Sauce mit dem Pürierstab schaumig aufschlagen. Die geöffneten Austern mit dem Schaum überziehen und 2 Minuten im 180°C heißen Ofen gratinieren. Anschließend noch mal ein wenig Schaum darüber geben und im Salzbett servieren.
Der Wein
Sie hätten einen Sancerre erwartet? Würde passen, möchten wir aber an dieser Stelle ausnahmsweise nicht empfehlen. Vielmehr beschreiten wir den Pfad der ungewöhnlichen Weinempfehlung und entführen Sie in das Land, das aussieht wie ein Stiefel. „Doi Raps“ heißt unsere Geheimwaffe, hinter der sich eine ungewöhnliche Cuvée aus Weißburgunder, Grauburgunder und Sauvignon Blanc verbirgt. Geografisch befinden wir uns im Norden von Italien, im Friaul, geschmacklich zwischen Ananas und kandierten Früchten. Und wenn Sie sich jetzt Fragen, ob das wirklich mit der Auster zusammengeht, dann können wir nur dringend empfehlen, genau das auszuprobieren!
Russolo | Doi Raps IGT 2008 | Friaul, Italien | Euro 12,90 je 0,75l
(1l=€17,20)
Rezept ist frei entnommen aus Stéphane Reynauds "Vive la France! Das Kochbuch" erschienen im Christian Verlag
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22. November 2010
6. November 2010
Muss man getrunken haben?!
Normalerweise spricht man von der sprichwörtlichen Spitze des Eisberges. Wir haben gleich drei Bergspitzen im Angebot. Der „Tres Picos“ der Bodegas Borsao gehört zudem zu den „1001 Weinen, die Sie probiert haben sollten, bevor das Leben vorbei ist“, glaubt man dem gleichnamigen Buch von Neill Beckett.
Ob Sie die 1001 Weine voll machen möchten, bleibt ganz alleine Ihnen überlassen. Unseren kraftvollen Spanier sollten Sie aber in jedem Fall probieren, wenn Sie auf komplexe und konzentrierte Rotweine stehen.
Die ältesten Garnacha-Reben des Weinguts liefern die Trauben für diesen exzeptionellen Wein, der erst lange auf der Maische vergoren wird, bevor er in neuen Barriques zur Reifung lagern darf. Angepflanzt sind sie im kleinen Anbaugebiet Campo de Borja, das süd-östlich von Navarra und Rioja liegt, an den Hängen des berühmten Berges Moncayo.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Herbstspaziergang durch den Wald“ wäre wohl die treffendste Beschreibung für die Noten von Unterholz, Brombeere, Pflaume und Vanille, die sich sofort an Nase und Gaumen festklammern, wie Novembernebel am Waldboden. Die Farbe ist so tiefdunkelrot, wie die Stellen, wo kein Sonnenstrahl mehr durch das dichte Geäst dringt. Gönnen Sie dem Wein einen tiefen Atemzug kühler Herbstluft, bevor Sie ihn zur Gemütserhellung genießen!
Bodegas Borsao | Tres Picos Garnacha 2008 | Borja, Spanien
Euro 16,90 je 0,75l (1l=€22,53)
Foto: Weinlounge Hamburg
Ob Sie die 1001 Weine voll machen möchten, bleibt ganz alleine Ihnen überlassen. Unseren kraftvollen Spanier sollten Sie aber in jedem Fall probieren, wenn Sie auf komplexe und konzentrierte Rotweine stehen.
Die ältesten Garnacha-Reben des Weinguts liefern die Trauben für diesen exzeptionellen Wein, der erst lange auf der Maische vergoren wird, bevor er in neuen Barriques zur Reifung lagern darf. Angepflanzt sind sie im kleinen Anbaugebiet Campo de Borja, das süd-östlich von Navarra und Rioja liegt, an den Hängen des berühmten Berges Moncayo.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Herbstspaziergang durch den Wald“ wäre wohl die treffendste Beschreibung für die Noten von Unterholz, Brombeere, Pflaume und Vanille, die sich sofort an Nase und Gaumen festklammern, wie Novembernebel am Waldboden. Die Farbe ist so tiefdunkelrot, wie die Stellen, wo kein Sonnenstrahl mehr durch das dichte Geäst dringt. Gönnen Sie dem Wein einen tiefen Atemzug kühler Herbstluft, bevor Sie ihn zur Gemütserhellung genießen!
Bodegas Borsao | Tres Picos Garnacha 2008 | Borja, Spanien
Euro 16,90 je 0,75l (1l=€22,53)
Foto: Weinlounge Hamburg
13. Oktober 2010
Die süßeste Versuchung
seit es Wein und Nachtisch gibt!
Dieses süße Gold, na ja eigentlich müsste man sagen Rubinrot, aus dem kleinen Weinanbaugebiet Terra Alta im Nordosten Spaniens ist ein kleiner Geheimtipp. Benannt nach der Großmutter Josefina Piñol kann sich die Rebsorte Garnacha hier zu 100% in ihrer vollen Pracht präsentieren.
Fast likörartig bahnt sich der Vi dolç seinen Weg ins Glas, wo er träge zum Erliegen kommt. Sie brauchen Ihre Nase gar nicht tief hineinstecken, um die eingekochten roten Früchte wahrzunehmen.
Machen Sie die Augen zu und Sie würden denken, Hamburger Rote Grütze vor sich zu haben. Kirsche, Brombeere, Himbeere, Johannisbeeren - der komplette Beerenkorb offenbart sich dann auch im Mund begleitet von einer angenehmen Süße und leichten Karamellaromen, die er seinem 5-monatigen Ausbau in neuen französischen Eichenholzfässern zu verdanken hat. Und genau wegen dieses Gesamtkunstwerks braucht es einen adäquaten Nachtisch, der sich ein geschmackliches Stelldichein mit diesem Wein gibt. Ein besseres Denkmal hätten die Piñols ihrer Großmutter gar nicht setzen können!
Celler Piñol | Josefina Piñol Vi dolç 2007 | Terra Alta, Spanien
Euro 13,80 je 0,5l (1l=€27,60)
Ach so, das adäquate Dessert?!
Hier kommt der ultimative, wahnsinnige, beeindruckende, fulminante, fantastische Schokoladenkick! Unser Rendevouz für „Josefina Piñol“. Ein Traumpaar, das sich gesucht und gefunden hat! Nur backen und die Flasche öffnen müssten Sie selber, um das Paar zu einem Happy End zu führen!
Schokotörtchen mit zerfließendem Herz
35g Mehl, gesiebt
40g Puderzucker, gesiebt
80g gemahlene Mandeln
2 Eiweiß, gequirlt
80g Butter, geschmolzen
160g Zartbitterschokolade, geschmolzen
4 kleine Stücke Zartbitterschokolade á 10g
Himbeeren als Garnitur
Den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Mehl, Puderzucker, gemahlene Mandeln, Eiweiß, Butter und geschmolzene Schokolade gut verrühren. Die Hälfte der Masse in 4 ofenfeste, sparsam gefettete, kleine Souffléförmchen (Durchmesser etwa 10cm) verteilen, jeweils ein Stück Schokolade hinein geben und mit der restlichen Teigmasse auffüllen. 20 Minuten im Ofen backen – so lange jedenfalls bis der Teig durchgebacken ist. Aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten ruhen lassen, dann auf Dessertteller stürzen. Mit Himbeeren servieren. Und selbstverständlich Josefina Piñol dazu genießen!
Mehr geht nicht!
Dieses süße Gold, na ja eigentlich müsste man sagen Rubinrot, aus dem kleinen Weinanbaugebiet Terra Alta im Nordosten Spaniens ist ein kleiner Geheimtipp. Benannt nach der Großmutter Josefina Piñol kann sich die Rebsorte Garnacha hier zu 100% in ihrer vollen Pracht präsentieren.
Fast likörartig bahnt sich der Vi dolç seinen Weg ins Glas, wo er träge zum Erliegen kommt. Sie brauchen Ihre Nase gar nicht tief hineinstecken, um die eingekochten roten Früchte wahrzunehmen.
Machen Sie die Augen zu und Sie würden denken, Hamburger Rote Grütze vor sich zu haben. Kirsche, Brombeere, Himbeere, Johannisbeeren - der komplette Beerenkorb offenbart sich dann auch im Mund begleitet von einer angenehmen Süße und leichten Karamellaromen, die er seinem 5-monatigen Ausbau in neuen französischen Eichenholzfässern zu verdanken hat. Und genau wegen dieses Gesamtkunstwerks braucht es einen adäquaten Nachtisch, der sich ein geschmackliches Stelldichein mit diesem Wein gibt. Ein besseres Denkmal hätten die Piñols ihrer Großmutter gar nicht setzen können!
Celler Piñol | Josefina Piñol Vi dolç 2007 | Terra Alta, Spanien
Euro 13,80 je 0,5l (1l=€27,60)
Ach so, das adäquate Dessert?!
Hier kommt der ultimative, wahnsinnige, beeindruckende, fulminante, fantastische Schokoladenkick! Unser Rendevouz für „Josefina Piñol“. Ein Traumpaar, das sich gesucht und gefunden hat! Nur backen und die Flasche öffnen müssten Sie selber, um das Paar zu einem Happy End zu führen!
Schokotörtchen mit zerfließendem Herz
35g Mehl, gesiebt
40g Puderzucker, gesiebt
80g gemahlene Mandeln
2 Eiweiß, gequirlt
80g Butter, geschmolzen
160g Zartbitterschokolade, geschmolzen
4 kleine Stücke Zartbitterschokolade á 10g
Himbeeren als Garnitur
Den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Mehl, Puderzucker, gemahlene Mandeln, Eiweiß, Butter und geschmolzene Schokolade gut verrühren. Die Hälfte der Masse in 4 ofenfeste, sparsam gefettete, kleine Souffléförmchen (Durchmesser etwa 10cm) verteilen, jeweils ein Stück Schokolade hinein geben und mit der restlichen Teigmasse auffüllen. 20 Minuten im Ofen backen – so lange jedenfalls bis der Teig durchgebacken ist. Aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten ruhen lassen, dann auf Dessertteller stürzen. Mit Himbeeren servieren. Und selbstverständlich Josefina Piñol dazu genießen!
Mehr geht nicht!
21. September 2010
Der glueckliche Jaeger
Mit diesem ungewöhnlichen Bordeaux gibt es erstmalig
eine Exklusivabfüllung für die Weinlounge Hamburg.
„Le Chasseur Heureux“ (der glückliche Jaeger) ist eine Cuvée aus 95% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon, was an sich schon ungewöhnlich ist, da ein nahezu rebsortenreiner Cabernet Franc im Bordeaux kaum mehr gemacht wird. Die Reben sind bereits 45 – 50 Jahre alt, deshalb konnten wir auch die Bezeichnung „Vieilles Vignes“ vergeben. Das Etikett zeigt im übrigen das Familienwappen der Familie Jaeger und ist somit in doppelter Hinsicht etwas ganz Besonderes!
Die Farbe dieses Lieblingsweins ist ein tiefes Purpurrot
mit dunkel Lila Reflexen und einer wunderbaren Dichte.
Die Nase erinnert vom ersten Moment an einen Korb
voller Waldbeeren. Insbesondere der Duft von Brom-
beeren und Heidelbeeren sticht angenehm hervor.
Was in der Nase begonnen hat, geht im Mund weiter.
Frucht pur, seidige Tannine und mit einem Hauch Würze – ein Gaumenschmeichler par excellence, der außerdem durch einen langen Nachhall glänzt. Kombiniert mit jeder Art von Fleischgerichten, besonders aber zu Geschmortem oder Ente mit Rotkohl im bevorstehenden Winter, ist er ein Hochgenuss!
Chateau Perayne
„Le Chasseur Heureux“ 2005
Vieilles Vignes • Bordeaux Rouge
Bordeaux • Frankreich
Euro 19,90 je 0,75l (1l=Euro 26,53)
You wanna try? Buy!
eine Exklusivabfüllung für die Weinlounge Hamburg.
„Le Chasseur Heureux“ (der glückliche Jaeger) ist eine Cuvée aus 95% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon, was an sich schon ungewöhnlich ist, da ein nahezu rebsortenreiner Cabernet Franc im Bordeaux kaum mehr gemacht wird. Die Reben sind bereits 45 – 50 Jahre alt, deshalb konnten wir auch die Bezeichnung „Vieilles Vignes“ vergeben. Das Etikett zeigt im übrigen das Familienwappen der Familie Jaeger und ist somit in doppelter Hinsicht etwas ganz Besonderes!
Die Farbe dieses Lieblingsweins ist ein tiefes Purpurrot
mit dunkel Lila Reflexen und einer wunderbaren Dichte.
Die Nase erinnert vom ersten Moment an einen Korb
voller Waldbeeren. Insbesondere der Duft von Brom-
beeren und Heidelbeeren sticht angenehm hervor.
Was in der Nase begonnen hat, geht im Mund weiter.
Frucht pur, seidige Tannine und mit einem Hauch Würze – ein Gaumenschmeichler par excellence, der außerdem durch einen langen Nachhall glänzt. Kombiniert mit jeder Art von Fleischgerichten, besonders aber zu Geschmortem oder Ente mit Rotkohl im bevorstehenden Winter, ist er ein Hochgenuss!
Chateau Perayne
„Le Chasseur Heureux“ 2005
Vieilles Vignes • Bordeaux Rouge
Bordeaux • Frankreich
Euro 19,90 je 0,75l (1l=Euro 26,53)
You wanna try? Buy!
17. August 2010
Herr Krauß und sein Gespür für Wein
Manchmal ist der Weg, auf dem Weine zu uns finden, durchaus kurios. Oder sagen wir lieber ungewöhnlich. Bei Lukas Krauß, der den "sozialen Medien" mehr als aufgeschlossen ist, war es eine forsche Anfrage via Facebook. Kurz und knapp die Frage, ob wir nicht einmal seine Weine probieren möchten - ganz unverbindlich versteht sich. Nun, wie Sie unten weiter lesen können, haben wir Lukas’ Weine probiert, für gut befunden und uns ins Regal gestellt. Wieder einmal hat uns ein Wein gefunden und nicht umgekehrt - genauso wie es schon bei "Parfum der Erde" der Fall war.
Wenn einer erst 22 Jahre alt ist, wie Lukas, dann darf man ihn mit Fug und Recht als Jungspund bezeichnen. Besonders dann, wenn er sich in einem Business bewegt, in dem man eigentlich mit 35 Jahren noch als „Nachwuchs“ gilt. Sei’s drum. Lukas Krauß macht sich Gedanken. Über seine Weinberge, seinen Wein, seine Etiketten, sein Marketing. Er denkt ganzheitlich. Und das Ergebnis spricht für ihn und seine Produkte.
Wie das geht? Zufall ist es jedenfalls nicht. Lukas Krauß hat sein Handwerk bei Martin Franzen gelernt, dem derzeitigen Weingutsverwalter von Müller-Catoir. Von ihm hat er den Ansatz übernommen, mit viel Fleiß und Geduld das Beste aus seinen Reben zu machen, statt den Wein erst im Keller veredeln zu wollen. Er verbringt viel Zeit draußen, beobachtet das Wachstum seiner Pflanzen und bringt mit präzisem Laubschnitt, sorgfältiger Bodenbearbeitung und Handlese zur Geltung, was seine Lößböden leisten können.
Mit seinem „Chapeau Krauß“ hat er auf jeden Fall bisher bei uns einen guten Start hingelegt! Scheurebe, Riesling, Müller Thurgau finden sich in dieser tollen, sommerlichen Weißweincuvée wieder. Die Säure ist harmlos, ganz im Gegensatz zur Frucht, die der Wein dem Müller-Thurgau zu verdanken hat. Der Riesling sorgt darüber hinaus für ein bisschen Pepp, so wie die Scheurebe für den herrlichen Duft in der Nase verantwortlich ist. Ein erfrischender Tropfen, der Sie sicherlich sehr gerne auch noch bis weit über den Herbst hinaus begleiten wird.
Hut abm Herr Krauß!
Wer es nicht erwarten kann, das Schätzchen ins Glas zu bekommen, kann sich die ein oder andere Flasche ganz bequem im Internet in unserem Online-Shop bestellen...
Weingut Krauß
"Chapeau Krauß"
QbA trocken 2009
Pfalz, Deutschland
Euro 5,95 je 0,75l (1l=€7,93) inkl. MwSt.
Foto: Andreas Durst
Wenn einer erst 22 Jahre alt ist, wie Lukas, dann darf man ihn mit Fug und Recht als Jungspund bezeichnen. Besonders dann, wenn er sich in einem Business bewegt, in dem man eigentlich mit 35 Jahren noch als „Nachwuchs“ gilt. Sei’s drum. Lukas Krauß macht sich Gedanken. Über seine Weinberge, seinen Wein, seine Etiketten, sein Marketing. Er denkt ganzheitlich. Und das Ergebnis spricht für ihn und seine Produkte.
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| Chapeau Krauß |
Mit seinem „Chapeau Krauß“ hat er auf jeden Fall bisher bei uns einen guten Start hingelegt! Scheurebe, Riesling, Müller Thurgau finden sich in dieser tollen, sommerlichen Weißweincuvée wieder. Die Säure ist harmlos, ganz im Gegensatz zur Frucht, die der Wein dem Müller-Thurgau zu verdanken hat. Der Riesling sorgt darüber hinaus für ein bisschen Pepp, so wie die Scheurebe für den herrlichen Duft in der Nase verantwortlich ist. Ein erfrischender Tropfen, der Sie sicherlich sehr gerne auch noch bis weit über den Herbst hinaus begleiten wird.
Hut abm Herr Krauß!
Wer es nicht erwarten kann, das Schätzchen ins Glas zu bekommen, kann sich die ein oder andere Flasche ganz bequem im Internet in unserem Online-Shop bestellen...
Weingut Krauß
"Chapeau Krauß"
QbA trocken 2009
Pfalz, Deutschland
Euro 5,95 je 0,75l (1l=€7,93) inkl. MwSt.
Foto: Andreas Durst
12. August 2010
Kiwi-Power
Das neuseeländische Weinanbaugebiet Marlborough auf der Südinsel liegt eingebettet zwischen den Flüssen Wairau und Opawa. An der Deltamündung der beiden Ströme, und damit nahe am Pazifik gelegen, befinden sich die Weinberge der Region Dillons Point, benannt nach ihrem einstigen Besitzer Constantin Dillon, Sohn eines englischen Herzogs. Und genau hier, wo der Sauvignon Blanc eine unglaublich lange Reifeperiode genießen darf, hat das bis heute familiengeführte Weingut Giesen, das seit über 20 Jahren Wein macht, einen Teil seiner Weinberge.Nun gut, es ist kein Cloudy Bay, aber der ist auch nicht das Maß aller Dinge. Giesen setzt eigene Maßstäbe. Die Kurzbeschreibung wäre: rundum Sauvignon Blanc. Die lange Version lautet eher so: helles Gelb ergreift das Glas und lässt vorwitzig grünliche Reflexe aufblitzen. Schnappt man sich einen Schluck, kommt genau das, was die Nase vorher schon erhaschen durfte: Johannisbeere, Stachelbeere, ein bißchen Grapefruit, vielleicht Passionsfrucht, ganz wenig grasige Noten, dafür Zitrus. Gerade so, als würde man in Rio de Janeiro über einen Obstmarkt wandern.

Die Temperaturen von Brasilien wird es bei uns wahrscheinlich so schnell nicht (mehr) haben, aber ein bißchen wehmütige Erinnerung daran darf man sich jawohl ins Glas einschenken. Bei aller Frucht kommt übrigens die Eleganz nicht zu kurz; wer also mit einem Fruchtkompott rechnet, hat leider weit gefehlt. Eher ein ‚salade de fruits frais’ mit ebenso frischer und harmonsicher Säure findet sich hier im Dessertschälchen – äh Gläschen!
Wenn es Sie nicht gerade in unsere Ecke verschlägt, können Sie den Wein selbstverständlich ganz bequem über unseren Online-Shop bestellen!
GIESEN
Dillons Point Vineyards Sauvignon Blanc 2009
Marlborough, Neuseeland
Euro 8,95 je 0,75 (1l=€11,93)
Fotos: Google (1), Weinlounge Hamburg (2)
2. August 2010
Sommertemperatursturzblues
Die Temperaturen haben zwar, Gott sei Dank, noch lange nichts mit Winter zu tun, aber so einen leicht gekühlten Rotwein in Ehren sollte niemand verwehren. Bei 20°C ist der nämlich durchaus ein probates Mittelchen gegen den kleinen Sommertemperatursturzblues.
Bereits seit Mitte des 12. Jahrhunderts existiert Château de Lascaux im kleinen Örtchen Vacquière am Fuße der Cevennen und gilt als eins der bedeutendsten Weingüter der Appellation Pic Saint-Loup. 20km vom Mittelmeer entfernt, ist das Klima durch heiße Sommertage und kühle Nächte sowie die kalten Winde des Mistral und Tramontana geprägt. Das bedeutet aber auch lange Reifeperioden für die Trauben, worin sich das ungewöhnlich lange Reife- und Lagerungspotenzial der Weine dieser Gegend begründet. Die typischen Rebsorten sind Syrah, Grenache, Mourvèdre und Cinsault, die hier auf besonders kalksteinigen Böden wachsen.

Der Wein wartet mit einem intensiven Rot im Glas auf. Aufgrund seiner Jugend schleichen sich hier und da schöne violette Farbentrückungen ein. Der Australier würde vermutlich „GSM“ auf’s Etikett schreiben, was der Franzose deutlich vornehmer als Cuvée de Grenache, Syrah et Mourvèdre bezeichnet. Kirsche ist die dominierende Frucht in dieser Komposition, in der aber auch Brombeere und Johannisbeere mitmischen. Fast meint man, die kalten Winde schmecken zu können, weht es einem doch ein wenig kühl um die Zunge. Oder sind das doch die Kräuter- und Kaffeearomen, die so schmeichelnd den Gaumen umwerben? Ein kompaktes, aber unaufdringliches Kraftpaket, das schnurrende Tannine und eine streichelzarte Säure hat und zu keiner Zeit ein unangenehmer Languedoc-Rabauke ist. Vielmehr gibt er den sanften Stubentiger, den man gerne jeden Abend um sich haben möchte.
Sie möchten die Schnurrkatze gerne auch bei sich zu Hause haben - den kuscheligen Südfranzosen gibt es hier!
Château de Lascaux
Château de Lascaux Rouge 2008 AOC
Pic Saint-Loup, Coteaux du Languedoc, Frankreich
0,75l für 10,95 (1l = Euro 14,60) inkl. MwSt.
Foto: Weinlounge Hamburg
Bereits seit Mitte des 12. Jahrhunderts existiert Château de Lascaux im kleinen Örtchen Vacquière am Fuße der Cevennen und gilt als eins der bedeutendsten Weingüter der Appellation Pic Saint-Loup. 20km vom Mittelmeer entfernt, ist das Klima durch heiße Sommertage und kühle Nächte sowie die kalten Winde des Mistral und Tramontana geprägt. Das bedeutet aber auch lange Reifeperioden für die Trauben, worin sich das ungewöhnlich lange Reife- und Lagerungspotenzial der Weine dieser Gegend begründet. Die typischen Rebsorten sind Syrah, Grenache, Mourvèdre und Cinsault, die hier auf besonders kalksteinigen Böden wachsen.
Der Wein wartet mit einem intensiven Rot im Glas auf. Aufgrund seiner Jugend schleichen sich hier und da schöne violette Farbentrückungen ein. Der Australier würde vermutlich „GSM“ auf’s Etikett schreiben, was der Franzose deutlich vornehmer als Cuvée de Grenache, Syrah et Mourvèdre bezeichnet. Kirsche ist die dominierende Frucht in dieser Komposition, in der aber auch Brombeere und Johannisbeere mitmischen. Fast meint man, die kalten Winde schmecken zu können, weht es einem doch ein wenig kühl um die Zunge. Oder sind das doch die Kräuter- und Kaffeearomen, die so schmeichelnd den Gaumen umwerben? Ein kompaktes, aber unaufdringliches Kraftpaket, das schnurrende Tannine und eine streichelzarte Säure hat und zu keiner Zeit ein unangenehmer Languedoc-Rabauke ist. Vielmehr gibt er den sanften Stubentiger, den man gerne jeden Abend um sich haben möchte.
Sie möchten die Schnurrkatze gerne auch bei sich zu Hause haben - den kuscheligen Südfranzosen gibt es hier!
Château de Lascaux
Château de Lascaux Rouge 2008 AOC
Pic Saint-Loup, Coteaux du Languedoc, Frankreich
0,75l für 10,95 (1l = Euro 14,60) inkl. MwSt.
Foto: Weinlounge Hamburg
30. Juli 2010
Wein aus der "Fabrik"
Keine Panik! Hier handelt es sich nicht um Massenware oder ähnliches. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Hans-Joachim Klose ist in die Weinberge des Rheingau hinein geboren worden und im Hauptberuf IT-Systemarchitekt. Nebenberuflich ist er seit 1995 auch Winzer. Das lässt ihm eine gewisse Freiheit und Unabhängigkeit zu.
Seine Kelter steht in einer ehemaligen, 100 Jahre alten Fabrik in Geisenheim, die nach und nach zusätzlich zu einer Event-Location umgebaut werden soll. Wie so viele Weinmacher im Rheingau baut „Jojo“, wie ihn seine Freunde nennen dürfen, ausschließlich Riesling an. Und der ist seine selbsternannte Passion. Er lässt den Trauben im Weinberg, genau so wie auch im Keller, viel Zeit. Meist füllt er seine Weine erst Mitte des Jahres ab und bringt sie dann auf den Markt. Neben seinen Rheingauer Wurzeln kann er aber die Begeisterung für seinen IT-Beruf auch in Sachen Wein nicht ganz verleugnen. Das Weingut Werk2 steht neben seinem Anspruch, erstklassige Rielsinge zu produzieren, ebenso für Kommunikation, Web2.0 und Networking. Klar, dass Hans-Joachim Klose, was Social Media betrifft, genauso weit vorne ist, wie im persönlichen Gespräch mit seinen Kunden.
Seine Weine heißen „Supernova“ oder „Dreamweaver“. Sogar „Fly me to the moon“ hat er einmal einen genannt. Die astronomische Reihe der Weine wurde aber ab 2008 von Begriffen aus der Welt der Informatik abgelöst. Wundert irgend jemanden das wirklich?
So ist „Dreamweaver“ in der Welt der Computerprogramme bekannt für seine Komplexität, seinen großen Funktionsumfang und einen hohen Preis, weshalb vielfach nur Profis dieses nutzen. Übersetzt bedeutet es quasi „Traumweber“. Und einen „Rieslingtraum“ hat der Herr Klose da in der Tat programmiert, oder sagen wir lieber gestrickt. Von allem anderen eher das Gegenteil. Das heißt nicht, dass wir ihm Komplexität absprechen wollen. Setzt man komplex aber mit kompliziert gleich, ist er das auf gar keinen Fall.
Der „Dreamweaver“ Riesling aus Eltville ist ein unkomplizierter Zeitgenosse - elegant, mit typischer Nase und Geschmack von Pfirsich und ein wenig Zitrusfrucht sowie einer rassigen Säure, die aber keineswegs so knackig und aufdringlich daher kommt, wie bei anderen Rheingauer Kollegen. Seine Funktion ist denkbar einfach: trinken und Spaß daran haben. Und bei seinem Preis machen wir uns gar keine Sorgen. Für unter 10 Euro (auch bei uns im Online-Shop) ist das nicht nur etwas für Profis, sondern für jeden Rieslingliebhaber genießbar!
Werk2
Dreamweaver Eltville Riesling QbA trocken 2009
Rheingau, Deutschland
Euro 9,95 je 0,75l
(1l=€13,27) inkl. MwSt.
Fotos: Werk2 (1, 3), Weinlounge Hamburg (2)
Seine Kelter steht in einer ehemaligen, 100 Jahre alten Fabrik in Geisenheim, die nach und nach zusätzlich zu einer Event-Location umgebaut werden soll. Wie so viele Weinmacher im Rheingau baut „Jojo“, wie ihn seine Freunde nennen dürfen, ausschließlich Riesling an. Und der ist seine selbsternannte Passion. Er lässt den Trauben im Weinberg, genau so wie auch im Keller, viel Zeit. Meist füllt er seine Weine erst Mitte des Jahres ab und bringt sie dann auf den Markt. Neben seinen Rheingauer Wurzeln kann er aber die Begeisterung für seinen IT-Beruf auch in Sachen Wein nicht ganz verleugnen. Das Weingut Werk2 steht neben seinem Anspruch, erstklassige Rielsinge zu produzieren, ebenso für Kommunikation, Web2.0 und Networking. Klar, dass Hans-Joachim Klose, was Social Media betrifft, genauso weit vorne ist, wie im persönlichen Gespräch mit seinen Kunden.
Seine Weine heißen „Supernova“ oder „Dreamweaver“. Sogar „Fly me to the moon“ hat er einmal einen genannt. Die astronomische Reihe der Weine wurde aber ab 2008 von Begriffen aus der Welt der Informatik abgelöst. Wundert irgend jemanden das wirklich?So ist „Dreamweaver“ in der Welt der Computerprogramme bekannt für seine Komplexität, seinen großen Funktionsumfang und einen hohen Preis, weshalb vielfach nur Profis dieses nutzen. Übersetzt bedeutet es quasi „Traumweber“. Und einen „Rieslingtraum“ hat der Herr Klose da in der Tat programmiert, oder sagen wir lieber gestrickt. Von allem anderen eher das Gegenteil. Das heißt nicht, dass wir ihm Komplexität absprechen wollen. Setzt man komplex aber mit kompliziert gleich, ist er das auf gar keinen Fall.
Der „Dreamweaver“ Riesling aus Eltville ist ein unkomplizierter Zeitgenosse - elegant, mit typischer Nase und Geschmack von Pfirsich und ein wenig Zitrusfrucht sowie einer rassigen Säure, die aber keineswegs so knackig und aufdringlich daher kommt, wie bei anderen Rheingauer Kollegen. Seine Funktion ist denkbar einfach: trinken und Spaß daran haben. Und bei seinem Preis machen wir uns gar keine Sorgen. Für unter 10 Euro (auch bei uns im Online-Shop) ist das nicht nur etwas für Profis, sondern für jeden Rieslingliebhaber genießbar!Werk2
Dreamweaver Eltville Riesling QbA trocken 2009
Rheingau, Deutschland
Euro 9,95 je 0,75l
(1l=€13,27) inkl. MwSt.
Fotos: Werk2 (1, 3), Weinlounge Hamburg (2)
28. Juli 2010
Williams naked
Wie bereits an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt, schreibt Frau Kessler ebenfalls für das Bartender Labor. Dabei geht es nicht so sehr um das Thema Wein, sondern viel mehr, die Welt der Bar, der Spirituosen und Cocktails im weitesten Sinne.
Den letzten Blogbeitrag für das Bartender Labor habe ich deswegen einem köstlichen Willimas (Christ) Birnen Brand aus unserem Sortiment gewidmet, der schon pur, also "naked", ein echter Fruchtgenuss ist. Grund genug Ihnen einen kleinen Auszug des Textes über die Destillerie und natürlich die Verkostungsnotiz auch im Weinlounge Hamburg Blog nicht vorzuenthalten.

Die Rede ist von der Gansloser Destillerie in Bad Dietzenbach auf der Schwäbischen Alb irgendwo zwischen Schwäbisch Gmünd und Ulm gelegen. Diese stellt bereits seit über 100 Jahren Brände, Geiste und Liköre her. Der Familienbetrieb der Familie Frey legt größten Wert auf Qualität. Bei ihren Destillaten verarbeiten sie hauptsächlich Obst von ihnen bekannten Obstbauern, verzichten auf Zugabe naturidentischer Zusätze und verwenden schlussendlich ausschließlich das Herzstück, nämlich den Destillationsmittelllauf, was eine Ausbeute von nur wenigen Litern bedeutet. Ihre formschöne Flasche nennen sie liebevoll Karaffe, da sie schon optisch zum Ausdruck bringen soll, was der Conaisseur vom Inhalt erwarten darf. Deshalb werden alle Destillate in limitierter Auflage produziert und reifen bis zu 20 Jahre in ihren Glasballons, was sie besonders weich und fruchtintensiv macht.
Holger Frey möchte nicht gerne als Obstbrenner, oder gar "Alkohol-Brenner", bezeichnet werden. Und schon gar nicht möchte er, dass sein Edelobstbrand bei den Spirituosen angesiedelt wird, was er per Definition natürlich ist. Vielmehr sieht er sich bei den Weinmachern in guter Gesellschaft, da genau wie bei der Traubenverarbeitung auch bei seinen Produkten Klima, Lage und schlussendlich der Macher eine sehr wesentliche Rolle spielen.
Gansloser "WIlliams Birnen Brand"
Die Nase schüttelt ungläubig die Nasenflügel ob der geballten Frucht, die aus dem Probierglas emporsteigt. Der Duft erinnert sofort an eine frisch aufgeschnittene Birne mit ausgeprägter Reife. Im Mund setzt sich dieses Aromenerlebnis fort. Man denkt zunächst an Birnensaft, bevor man durch den milden Alkohol, der überhaupt nicht "sprittig" ist, daran erinnert wird, dass man einen Brand verkostet. Die Williams Birne breitet sich vollmundig und mit einer angenehmen Süße aus; ein weicher Brand, der's einem im Winter sicher nicht aufdringlich warm ums Herz macht und so auch im Sommer als Digestif glänzt. Die Länge ist perfekt und belegt noch lange die Zunge mit dem Kernobst.
Wen die Verwendung des Obstbrandes als Basis-Spirituose in Cocktails interessiert, ist selbstverständlich herzlich eingeladen, den kompletten Blog-Post "Die Geister, die ich rief..." mit allen Rezepten und Verkostungsnotizen zu lesen und auch dort, genauso wie hier, gerne einen Kommentar zu hinterlassen.... Mich jedenfalls würd's freuen!
Einen kleinen Haken gibt es freilich. Der Spaß am Sommermärchen ist nicht ganz günstig. Für die 35cl "Karaffe" muss man ca. €35,00 berappen.
Gansloser Destillerie
Williams Birnen Brand
40% vol
35cl für € 35,00
(1l=€100,00) inkl. MwSt.
Fotos: Gansloser Destillerie (1), Weinlounge Hamburg (2)
Den letzten Blogbeitrag für das Bartender Labor habe ich deswegen einem köstlichen Willimas (Christ) Birnen Brand aus unserem Sortiment gewidmet, der schon pur, also "naked", ein echter Fruchtgenuss ist. Grund genug Ihnen einen kleinen Auszug des Textes über die Destillerie und natürlich die Verkostungsnotiz auch im Weinlounge Hamburg Blog nicht vorzuenthalten.

Die Rede ist von der Gansloser Destillerie in Bad Dietzenbach auf der Schwäbischen Alb irgendwo zwischen Schwäbisch Gmünd und Ulm gelegen. Diese stellt bereits seit über 100 Jahren Brände, Geiste und Liköre her. Der Familienbetrieb der Familie Frey legt größten Wert auf Qualität. Bei ihren Destillaten verarbeiten sie hauptsächlich Obst von ihnen bekannten Obstbauern, verzichten auf Zugabe naturidentischer Zusätze und verwenden schlussendlich ausschließlich das Herzstück, nämlich den Destillationsmittelllauf, was eine Ausbeute von nur wenigen Litern bedeutet. Ihre formschöne Flasche nennen sie liebevoll Karaffe, da sie schon optisch zum Ausdruck bringen soll, was der Conaisseur vom Inhalt erwarten darf. Deshalb werden alle Destillate in limitierter Auflage produziert und reifen bis zu 20 Jahre in ihren Glasballons, was sie besonders weich und fruchtintensiv macht.
Holger Frey möchte nicht gerne als Obstbrenner, oder gar "Alkohol-Brenner", bezeichnet werden. Und schon gar nicht möchte er, dass sein Edelobstbrand bei den Spirituosen angesiedelt wird, was er per Definition natürlich ist. Vielmehr sieht er sich bei den Weinmachern in guter Gesellschaft, da genau wie bei der Traubenverarbeitung auch bei seinen Produkten Klima, Lage und schlussendlich der Macher eine sehr wesentliche Rolle spielen.
Gansloser "WIlliams Birnen Brand"
Die Nase schüttelt ungläubig die Nasenflügel ob der geballten Frucht, die aus dem Probierglas emporsteigt. Der Duft erinnert sofort an eine frisch aufgeschnittene Birne mit ausgeprägter Reife. Im Mund setzt sich dieses Aromenerlebnis fort. Man denkt zunächst an Birnensaft, bevor man durch den milden Alkohol, der überhaupt nicht "sprittig" ist, daran erinnert wird, dass man einen Brand verkostet. Die Williams Birne breitet sich vollmundig und mit einer angenehmen Süße aus; ein weicher Brand, der's einem im Winter sicher nicht aufdringlich warm ums Herz macht und so auch im Sommer als Digestif glänzt. Die Länge ist perfekt und belegt noch lange die Zunge mit dem Kernobst.
Wen die Verwendung des Obstbrandes als Basis-Spirituose in Cocktails interessiert, ist selbstverständlich herzlich eingeladen, den kompletten Blog-Post "Die Geister, die ich rief..." mit allen Rezepten und Verkostungsnotizen zu lesen und auch dort, genauso wie hier, gerne einen Kommentar zu hinterlassen.... Mich jedenfalls würd's freuen!
Einen kleinen Haken gibt es freilich. Der Spaß am Sommermärchen ist nicht ganz günstig. Für die 35cl "Karaffe" muss man ca. €35,00 berappen.
Gansloser Destillerie
Williams Birnen Brand
40% vol
35cl für € 35,00
(1l=€100,00) inkl. MwSt.
Fotos: Gansloser Destillerie (1), Weinlounge Hamburg (2)
26. Juli 2010
Der Müller aus Thurgau aus Württemberg von PdE
Die Rebsorte Müller-Thurgau verdanken wir Professor Hermann Müller (1850-1927), der aus dem Schweizer Kanton Thurgau stammend im Rheingauer Geisenheim Weinbau studierte und im Jahr 1882 diese Neuzüchtung anpflanzte. In Wädenswil in der Schweiz wurde die Sorte an der dortigen Forschungsanstalt für Wein dann weiterentwickelt und 1913 nach ihrem Züchter benannt. Die auch Rivaner, nach seinen früher vermuteten Elternreben Riesling x Silvaner, genannte Rebsorte ist, wie man heute weiß, eine Kreuzung von Riesling x Madeleine Royale.
Normalerweise erwartet man bei einem Müller-Thurgau, einen leichten, eleganten Wein mit einem angenehmen Muskatton, vielleicht einem blumigen Aroma, einer unkomplizierten Frucht und mit milder Säure.
Normalerweise! Der aufmerksame Bildbetrachter hat sicherlich schön längst bemerkt, dass es sich in unserem Fall um einen neuerlichen Parfum der Erde-Wein handelt, hinter dem das Weinmacher-Duo Dr. Rainer Scholz und Andi Knauß steckt.
Wer den Müller-Thurgau noch aus dem vergangenen Jahr kennt, kann sich übrigens davon verabschieden. Wer einen noch ausdrucksstärkeren Wein mit Lagerpotenzial haben möchte, sollte jetzt aufmerksam weiter lesen.
Denn die Jungs haben sich hier ein neuerliches Husarenstück geleistet. Genau wie beim „Schillerwein“ konnten sie auch hier die Finger nicht vom Holzfass lassen und haben ihn natürlich rein gepackt. Ebenfalls zwar "nur" 2. Belegung in französischer Eiche (medium), aber heraus gekommen ist ein kleiner, vorwitziger Kraftprotz, der es mit jeder Burgunderrebsorte aufnehmen könnte.
Gott sei Dank, muss er das aber gar nicht. So eigenständig ist er. Stellen Sie sich einfach einen Salat aus roten und weißen Trauben und Rosinen mit einem Hauch Vanille vor. Bingo! Das ist dieser Müller-Thurgau. Das Etikett selbstverständlich in alter Parfum der Erde-Manier mit den GPS Koordinaten Weinguts versehen - 48° 47' 45" north und 009° 25' 01" east.
Aber nach himmelhoch jauchzend kommt immer ein zu Tode betrübt, denn auch hiervon sind uns keine 200 Flaschen zugeteilt worden, die nun, wie schon beim "Schillerwein" gerecht unter unseren Kunden „verteilt“ werden wollen. Oder einfacher: wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Jüngst dachten wir übrigens, der perfekte Essensbegleiter für diesen ausdrucksstarken Wein wäre ein Kalbskotelett vom Grill mit ordentlich Sommertrüffel darüber gehobelt. Als relativ unspektakuläre Beilage haben wir uns Jamie Olivers Waldorfsalat* ausgesucht, um nicht zu sehr vom Fleisch abzulenken. Und was ist passiert? Sie können es sich sicher denken.
Ausgerechnet der Salat, und nicht das Kotelett, harmonierte perfekt mit dem Wein. Das leicht säuerliche Joghurt-Dressing, die angerösteten Walnüsse, die bitteren Endivien-Blätter, der milde Blauschimmelkäse und der Müller-Thurgau.....ein Gedicht! So ist das eben manchmal mit den Weinempfehlungen zum Essen. Gut, dass wir es jetzt besser wissen!
Parfum der Erde
48° 47' 45" north und 009° 25' 01" east
Müller-Thurgau QbA trocken 2009
Württemberg, Deutschland
Euro 12,95 je 0,75 (1l=€17,27)
Sie möchten den Wein online bestellen? Gerne und zwar hier!
*AUS ALT MACH NEU
Waldorfsalat Jamies Style
Für 4 New Yorker
Zutaten
4 große Hand voll verschiedener Salatblätter (z.B. Endivie, Rukola,
Römersalat, Frisée, Lollo Rosso), gewaschen und getrocknet
2 große Hand voll kernlose, halbierte weiße oder rote Weintrauben
3 mittelgroße Stangen Staudensellerie
ca. 100g Walnüsse, grob zerhackt
kleines Bund glatte Petersilie
1 roter Apfel (z.B. Braeburn oder Pink Lady)
150g Blauschimmelkäse (z.B. Roquefort)
Für das Salatdressing
1 gehäufter TL Dijon Senf
2 TL Weißweinessig
Olivenöl von guter Qualität
1 gehäufter TL Joghurt natur
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Salatblätter und Trauben in einer großen Salatschüssel vermengen. Mit einem Sparschäler die äußeren Fäden der Selleriestangen vorsichtig entfernen, diese dann schräg in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Die Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten. Aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden. Trennen Sie die Petersilienblätter von den Stielen (diese bitte aufheben). hacken diese und geben die Petersilie ebenfalls zu dem Salat. Für das Dressing die ebenfalls klein gehackten Stiele zusammen mit dem Dijon Senf und dem Weißweinessig in ein mittelgroßes Marmeladenglas geben und dreimal so viel Olivenöl hinzufügen. Ebenfalls den Joghurt sowie Salz und Pfeffer dazu geben. Den Deckel zuschrauben und shaken, was das Zeug hält. Anschließend kurz probieren und ggf. mit Olivenöl, Essig oder Joghurt nachjustieren. Das fertige Dressing über den Salat geben, so dass alle Blätter gerade genug abbekommen. Den Apfel in Stifte (wie Streichhölzer) schneiden und über dem Salat verteilen. Ebenso die Walnüsse. Alles schön – am besten mit den Händen – vermischen. Auf Salattellern oder einer großen Platte anrichten. Darauf achten, dass die Trauben und Walnüsse oben sind. Anschließend noch den Blauschimmelkäse darüber“bröseln“ und einen Schuss Olivenöl darüber träufeln..... Fertig!
Rezept frei übersetzt aus „Jamie’s America“ von Jamie Oliver erschienen bei Penguin Group
Foto: (1)Weinlounge Hamburg, (2) Abbildung von „Jamie’s America“ von Jamie Oliver erschienen bei Penguin Group
Normalerweise erwartet man bei einem Müller-Thurgau, einen leichten, eleganten Wein mit einem angenehmen Muskatton, vielleicht einem blumigen Aroma, einer unkomplizierten Frucht und mit milder Säure.
Normalerweise! Der aufmerksame Bildbetrachter hat sicherlich schön längst bemerkt, dass es sich in unserem Fall um einen neuerlichen Parfum der Erde-Wein handelt, hinter dem das Weinmacher-Duo Dr. Rainer Scholz und Andi Knauß steckt.
Denn die Jungs haben sich hier ein neuerliches Husarenstück geleistet. Genau wie beim „Schillerwein“ konnten sie auch hier die Finger nicht vom Holzfass lassen und haben ihn natürlich rein gepackt. Ebenfalls zwar "nur" 2. Belegung in französischer Eiche (medium), aber heraus gekommen ist ein kleiner, vorwitziger Kraftprotz, der es mit jeder Burgunderrebsorte aufnehmen könnte.
Gott sei Dank, muss er das aber gar nicht. So eigenständig ist er. Stellen Sie sich einfach einen Salat aus roten und weißen Trauben und Rosinen mit einem Hauch Vanille vor. Bingo! Das ist dieser Müller-Thurgau. Das Etikett selbstverständlich in alter Parfum der Erde-Manier mit den GPS Koordinaten Weinguts versehen - 48° 47' 45" north und 009° 25' 01" east.
Aber nach himmelhoch jauchzend kommt immer ein zu Tode betrübt, denn auch hiervon sind uns keine 200 Flaschen zugeteilt worden, die nun, wie schon beim "Schillerwein" gerecht unter unseren Kunden „verteilt“ werden wollen. Oder einfacher: wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Jüngst dachten wir übrigens, der perfekte Essensbegleiter für diesen ausdrucksstarken Wein wäre ein Kalbskotelett vom Grill mit ordentlich Sommertrüffel darüber gehobelt. Als relativ unspektakuläre Beilage haben wir uns Jamie Olivers Waldorfsalat* ausgesucht, um nicht zu sehr vom Fleisch abzulenken. Und was ist passiert? Sie können es sich sicher denken.
Ausgerechnet der Salat, und nicht das Kotelett, harmonierte perfekt mit dem Wein. Das leicht säuerliche Joghurt-Dressing, die angerösteten Walnüsse, die bitteren Endivien-Blätter, der milde Blauschimmelkäse und der Müller-Thurgau.....ein Gedicht! So ist das eben manchmal mit den Weinempfehlungen zum Essen. Gut, dass wir es jetzt besser wissen!
Parfum der Erde
48° 47' 45" north und 009° 25' 01" east
Müller-Thurgau QbA trocken 2009
Württemberg, Deutschland
Euro 12,95 je 0,75 (1l=€17,27)
Sie möchten den Wein online bestellen? Gerne und zwar hier!
*AUS ALT MACH NEU
Waldorfsalat Jamies Style
Für 4 New Yorker
Zutaten4 große Hand voll verschiedener Salatblätter (z.B. Endivie, Rukola,
Römersalat, Frisée, Lollo Rosso), gewaschen und getrocknet
2 große Hand voll kernlose, halbierte weiße oder rote Weintrauben
3 mittelgroße Stangen Staudensellerie
ca. 100g Walnüsse, grob zerhackt
kleines Bund glatte Petersilie
1 roter Apfel (z.B. Braeburn oder Pink Lady)
150g Blauschimmelkäse (z.B. Roquefort)
Für das Salatdressing
1 gehäufter TL Dijon Senf
2 TL Weißweinessig
Olivenöl von guter Qualität
1 gehäufter TL Joghurt natur
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Salatblätter und Trauben in einer großen Salatschüssel vermengen. Mit einem Sparschäler die äußeren Fäden der Selleriestangen vorsichtig entfernen, diese dann schräg in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Die Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten. Aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden. Trennen Sie die Petersilienblätter von den Stielen (diese bitte aufheben). hacken diese und geben die Petersilie ebenfalls zu dem Salat. Für das Dressing die ebenfalls klein gehackten Stiele zusammen mit dem Dijon Senf und dem Weißweinessig in ein mittelgroßes Marmeladenglas geben und dreimal so viel Olivenöl hinzufügen. Ebenfalls den Joghurt sowie Salz und Pfeffer dazu geben. Den Deckel zuschrauben und shaken, was das Zeug hält. Anschließend kurz probieren und ggf. mit Olivenöl, Essig oder Joghurt nachjustieren. Das fertige Dressing über den Salat geben, so dass alle Blätter gerade genug abbekommen. Den Apfel in Stifte (wie Streichhölzer) schneiden und über dem Salat verteilen. Ebenso die Walnüsse. Alles schön – am besten mit den Händen – vermischen. Auf Salattellern oder einer großen Platte anrichten. Darauf achten, dass die Trauben und Walnüsse oben sind. Anschließend noch den Blauschimmelkäse darüber“bröseln“ und einen Schuss Olivenöl darüber träufeln..... Fertig!
Rezept frei übersetzt aus „Jamie’s America“ von Jamie Oliver erschienen bei Penguin Group
Foto: (1)Weinlounge Hamburg, (2) Abbildung von „Jamie’s America“ von Jamie Oliver erschienen bei Penguin Group
19. Juli 2010
Fauler Meister Lampe
Riverine Rabbit – noch nie gehört? Macht nichts. Oder vielleicht doch, denn es handelt sich um eine Hasenart, von der es nur noch 200 Exemplare gibt. Nun denken Sie an, „Rammeln wie die Karnickel“? Eben nicht. Und genau da liegt der Hund, Entschuldigung der Hase, begraben.
Bei dieser Spezies handelt es sich um eine bedrohte Tierart, die ausschließlich in der südafrikanischen Weinbauregion Robertson beheimatet ist. Genauer gesagt in unmittelbarer Nähe der Weinberge des Weinguts Graham Beck, die ein Naturschutzgebiet und Wildreservat mit einschließen. Leider sind die männlichen Vertreter der Nagetiergattung lediglich an ausgiebigem Fressen interessiert und nicht mehr an Fortpflanzung. So sind die Körperausmaße der männlichen Tiere so umfangreich, dass an Sex nicht mehr zu denken ist.
Dem Wildreservat hat Graham Beck eine eigene Weinlinie gewidmet: The Game Reserve! Darunter ein reinsortiger Chenin Blanc, der den Riverine Rabbit als Motiv auf dem Etikett trägt. Ein Teil des Verkauferlöses dieser Wein-Kollektion wird zum einen für die Erhaltung der Fauna und Flora aufgewendet, zum anderen um Wege zu finden, die Vermehrung der Hasen zu forcieren – sei es durch künstliche Befruchtung oder „Diätkarantäne“.
Die Trauben für diesen Chenin Blanc wurden so lange wie möglich bis zur vollen Reife am Rebstock belassen, was ihm eine kräftige gelbe Farbe und satte Komplexität und den Duft nach reifen exotischen Früchten beschert. Lässt man in dann im Mund kreisen, schmeckt man einen ganzen Obstkorb: Ananas, Melone, Pfirsich und sonst noch allerhand Exotisches. Mit saftiger, opulenter Brillanz kommt er daher, die lang und knackig endet. Möchten Sie ihn zum Essen genießen, würden wir in diesem Fall vom Hasenbraten abraten und eher Spaghetti Carbonara empfehlen!
Graham Beck
The Game Reserve
Chenin Blanc 2009
Robertson, Südafrika
Euro 11,90 je 0,75 (1l=€15,87)
Bei dieser Spezies handelt es sich um eine bedrohte Tierart, die ausschließlich in der südafrikanischen Weinbauregion Robertson beheimatet ist. Genauer gesagt in unmittelbarer Nähe der Weinberge des Weinguts Graham Beck, die ein Naturschutzgebiet und Wildreservat mit einschließen. Leider sind die männlichen Vertreter der Nagetiergattung lediglich an ausgiebigem Fressen interessiert und nicht mehr an Fortpflanzung. So sind die Körperausmaße der männlichen Tiere so umfangreich, dass an Sex nicht mehr zu denken ist.Dem Wildreservat hat Graham Beck eine eigene Weinlinie gewidmet: The Game Reserve! Darunter ein reinsortiger Chenin Blanc, der den Riverine Rabbit als Motiv auf dem Etikett trägt. Ein Teil des Verkauferlöses dieser Wein-Kollektion wird zum einen für die Erhaltung der Fauna und Flora aufgewendet, zum anderen um Wege zu finden, die Vermehrung der Hasen zu forcieren – sei es durch künstliche Befruchtung oder „Diätkarantäne“.
Die Trauben für diesen Chenin Blanc wurden so lange wie möglich bis zur vollen Reife am Rebstock belassen, was ihm eine kräftige gelbe Farbe und satte Komplexität und den Duft nach reifen exotischen Früchten beschert. Lässt man in dann im Mund kreisen, schmeckt man einen ganzen Obstkorb: Ananas, Melone, Pfirsich und sonst noch allerhand Exotisches. Mit saftiger, opulenter Brillanz kommt er daher, die lang und knackig endet. Möchten Sie ihn zum Essen genießen, würden wir in diesem Fall vom Hasenbraten abraten und eher Spaghetti Carbonara empfehlen!Graham Beck
The Game Reserve
Chenin Blanc 2009
Robertson, Südafrika
Euro 11,90 je 0,75 (1l=€15,87)
15. Juli 2010
Der Dichter und der Denker
Reden wir über eine merkwürdige Begebenheit rund um die Welt des Weins. Da heißt einer „Schillerwein“ und hat gar nichts mit dem großen Dichterfürsten und Dramatiker (Johann Christoph) Friedrich von Schiller zu tun. Vielmehr hat er seinen Namen vermutlich schon seit dem Mittelalter wegen seiner schillernden Farbe!

Schiller war Dichter, Dr. Rainer Scholz ist Denker – Querdenker. Bereits letztes Jahr hat er das mit seinen Erstlingsweinwerken bewiesen. Nun gibt es die Zweitauflage mit einem Neuzugang in der Parfum der Erde–Weinfamilie: seinem „Schillerwein“. Sie kennen „Schillerwein“ gar nicht? Kein Wunder, da er nur wenig produziert wird. In Deutschland ausschließlich in Württemberg unter der Bezeichnung „Rotling“.
60% Spätburgunder und 40% Riesling aus einem Weinberg, der wie immer durch die Geokoordinaten auf dem Etikett exakt benannt wird, sind von den Weinverrückten Dr. Rainer Scholz und Winzer Andi Knauß für diesen Wein verwendet worden. Und da sie immer versuchen, ein bisschen anders und vor allem mutiger als andere zu sein, haben sie dem Wein zudem ein wenig Lagerung in französischen Eichenholzfässern (2. Belegung)gegönnt. Der dadurch provozierte leichte Vanilleton macht sich bereits in der Nase bemerkbar, wo er wunderbar mit der fein-fruchtigen Erdbeernote harmoniert. Das Ganze setzt sich am Gaumen fort und beschert ihm einen wunderbaren, langen Verbleib auf der Zunge.
Leider sind keine 300 Flaschen davon produziert worden, so dass wir exklusiv für Hamburg als einer von zwei deutschen Fachhändlern nur knappe 128 davon abbekommen haben. Und weil außerdem das Hamburger Abendblatt den „Schillerwein heute zum „Wein der Woche“ gemacht hat, ist die Jagdsaison auf die paar Flaschen eröffnet....
Parfum der Erde
48° 46' 53" north
009° 22' 05" east
Schillerwein QbA trocken 2009
Württemberg, Deutschland
Euro 9,95 je 0,75 (1l=€13,27)
Foto: Weinlounge Hamburg

Schiller war Dichter, Dr. Rainer Scholz ist Denker – Querdenker. Bereits letztes Jahr hat er das mit seinen Erstlingsweinwerken bewiesen. Nun gibt es die Zweitauflage mit einem Neuzugang in der Parfum der Erde–Weinfamilie: seinem „Schillerwein“. Sie kennen „Schillerwein“ gar nicht? Kein Wunder, da er nur wenig produziert wird. In Deutschland ausschließlich in Württemberg unter der Bezeichnung „Rotling“.
60% Spätburgunder und 40% Riesling aus einem Weinberg, der wie immer durch die Geokoordinaten auf dem Etikett exakt benannt wird, sind von den Weinverrückten Dr. Rainer Scholz und Winzer Andi Knauß für diesen Wein verwendet worden. Und da sie immer versuchen, ein bisschen anders und vor allem mutiger als andere zu sein, haben sie dem Wein zudem ein wenig Lagerung in französischen Eichenholzfässern (2. Belegung)gegönnt. Der dadurch provozierte leichte Vanilleton macht sich bereits in der Nase bemerkbar, wo er wunderbar mit der fein-fruchtigen Erdbeernote harmoniert. Das Ganze setzt sich am Gaumen fort und beschert ihm einen wunderbaren, langen Verbleib auf der Zunge.
Leider sind keine 300 Flaschen davon produziert worden, so dass wir exklusiv für Hamburg als einer von zwei deutschen Fachhändlern nur knappe 128 davon abbekommen haben. Und weil außerdem das Hamburger Abendblatt den „Schillerwein heute zum „Wein der Woche“ gemacht hat, ist die Jagdsaison auf die paar Flaschen eröffnet....
Parfum der Erde
48° 46' 53" north
009° 22' 05" east
Schillerwein QbA trocken 2009
Württemberg, Deutschland
Euro 9,95 je 0,75 (1l=€13,27)
Foto: Weinlounge Hamburg
12. Juli 2010
Die Wiederentdeckung der Leidenschaft
Die Nachfrage nach Vinho Verde steigt von Jahr zu Jahr auch außerhalb der Ländergrenzen Portugals. Kein Wunder, dass die Winzerfamilie Meireles Ihr Familienweingut bereits Ende der 90er Jahre um 35ha erweitert hat, um diesem Boom um den „grünen“ Wein gerecht werden zu können.
Warum aber überhaupt „grüner“ (verde) Wein? Die Bezeichnung bezieht sich nicht auf die Farbe des Weins, sondern auf die im Norden Portugals befindliche Minho-Region, die aufgrund der frischeren Witterung grünere Landschaften hat als das restliche Land. Wenige wissen darüber hinaus, dass es ihn nicht nur als Weißwein, sondern ebenso als Rot- und Roséwein gibt, wenn gleich vornehmlich der weiße Vinho Verde exportiert wird; der rote Vinho Verde ist dagegen über Portugals Grenzen hinaus kaum bekannt.
Charakteristisch für Portugals Leichten ist sein spritzigen Charakter und sein feines Moussieren, da er mit natürlicher Kohlensäure versetzt wird.

Unser Vinho Verde „Seixoso“ der Quinta da Lixa, eine Cuvée aus den typischen Rebsorten Loureiro, Trajadura und Arinto zeigt genau diese charakteristischen Eigenschaften: eine frische, unaufdringliche Säure bei verführerischen Aromen von Zitrusfrüchten umhüllt von einem exotischen Negligé mit floralen Akzenten. Er tut genau das, was ein Vinho Verde tun soll, verführen und Leidenschaft wecken. Eiskalt genossen, ist er ein hervorragender Aperitif oder Sundowner. Aber auch zu leichten Salaten oder Schrimps mit Limonencreme macht er sich hervorragend. Und mit seinen leichten 9,5% Vol. Alkohol ist er selbst bei größter Sommerhitze ein passender Begleiter!
Quinta da Lixa | Vinho Verde Seixoso 2009 | DOC Vinho Verde, Portugal | Euro 5,95 je 0,75 (1l=€7,93)
Warum aber überhaupt „grüner“ (verde) Wein? Die Bezeichnung bezieht sich nicht auf die Farbe des Weins, sondern auf die im Norden Portugals befindliche Minho-Region, die aufgrund der frischeren Witterung grünere Landschaften hat als das restliche Land. Wenige wissen darüber hinaus, dass es ihn nicht nur als Weißwein, sondern ebenso als Rot- und Roséwein gibt, wenn gleich vornehmlich der weiße Vinho Verde exportiert wird; der rote Vinho Verde ist dagegen über Portugals Grenzen hinaus kaum bekannt.
Charakteristisch für Portugals Leichten ist sein spritzigen Charakter und sein feines Moussieren, da er mit natürlicher Kohlensäure versetzt wird.

Unser Vinho Verde „Seixoso“ der Quinta da Lixa, eine Cuvée aus den typischen Rebsorten Loureiro, Trajadura und Arinto zeigt genau diese charakteristischen Eigenschaften: eine frische, unaufdringliche Säure bei verführerischen Aromen von Zitrusfrüchten umhüllt von einem exotischen Negligé mit floralen Akzenten. Er tut genau das, was ein Vinho Verde tun soll, verführen und Leidenschaft wecken. Eiskalt genossen, ist er ein hervorragender Aperitif oder Sundowner. Aber auch zu leichten Salaten oder Schrimps mit Limonencreme macht er sich hervorragend. Und mit seinen leichten 9,5% Vol. Alkohol ist er selbst bei größter Sommerhitze ein passender Begleiter!
Quinta da Lixa | Vinho Verde Seixoso 2009 | DOC Vinho Verde, Portugal | Euro 5,95 je 0,75 (1l=€7,93)
28. Juni 2010
Die Hoffnung stirbt zuletzt...
Als Neuer im Stall ist dieser kraftvolle Rote vom Weingut HOPE genau der richtige Wein nach dem glorreichen Achtelfinale mit deutscher Beteiligung am vergangen Sonntag sowie dem überragenden Sieg gegen Australien im ersten Spiel der Vorrunde. Irgendwie will man ja wieder was "gutmachen" ... :-)Aber auch für die, die sowieso den ‚drei Löwen’ oder den 'Aussies' die Daumen gedrückt haben, ist er vertretbar, schließlich ist Queen Elizabeth II. australisches Staatsoberhaupt.
HOPE Estate liegt im Herzen des Hunter Valley. Die Trauben für diese kraftvolle Cabernet Merlot-Blend stammen allerdings von den zusätzlichen 28ha eigener Rebanlagen in Western Australia. Weinmacher Michael Hope gab 1994 seinen ursprünglichen Beruf, nämlich Pharmazeut, auf, um sich seiner Leidenschaft, dem Wein, zu widmen.
„The Cracker“, so der Name der Cuvée, einmal eingeschenkt, hat man das Glas mit einem tief dunkelroten Wein gefüllt, der sofort den Duft nach Brombeere, Blaubeere, Vanille und ein wenig Lakritz verströmt und jeden, der hinein riecht betört. Schluck für Schluck bekommt man dieses Geruchserlebnis dann auch am Gaumen zu spüren, wo die vor allem die Frucht explodiert. Durch die kühlen Witterungsbedingungen des Anbaugebiets hatten die Trauben außerdem die Chance Aromen von Eukalyptus und Minze zu entwickeln und dem Wein damit die nötige Eleganz zu verleihen statt eine fette Fruchtbombe zu werden. Die Tannine sind weich und seidig und geben eine gesunde Struktur, als dass sie pelzig auf der Zunge zurückbleiben. Nur 30% des Weins wurden in amerikanische und französischen Eichenfässern ausgebaut, so dass ein touch Vanille bleibt, aber kein Holzsägewerk und die Frucht in jedem Fall als Sieger hervorgeht ...
HOPE Estate | „THE CRACKER“ Cabernet Merlot 2007 | Western Australia
Euro 14,50 je 0,75 (1l=€19,33)
Foto: Weinlounge Hamburg
1. Juni 2010
Cosa? Müller-Thurgau?
Für den Italiener ist der Name der Rebsorte „Müller-Thurgau“ in der Tat zwar etwas schwierig auszusprechen, dennoch gehört der Weißwein zu den beliebtesten in Norditalien. Aus diesem Grund findet auch wenig davon den Weg nach Deutschland, wird das Meiste doch schon im eigenen Land ausgetrunken.Dieser aus dem Friaul aber nicht, denn er ist glücklich in unserem Regal gelandet. Und obwohl die Rebsorte für das Friaul nicht gerade eben typisch ist, wächst er doch bevorzugt eher weiter nördlich im Trentino, konnte das Weingut Russolo hier eine sehr eigenständige Weinpersönlichkeit hervorbringen.
Im Glas präsentiert er sich mit hellem Strohgelb und grünlichen Reflexen. Der angenehme Ingwer- und Moschusduft gepaart mit Melone und Zitrusnoten animiert zum sofortigen „Hineinbeißen“. Kaum ist er im Glas, ist er schon im Mund. Hier machen sich dann der Geschmack nach weißem Pfirsich und Aprikosen breit. Schön samtig, aber dennoch frisch. Keine übertriebene Säure stört, so dass der zweite, dritte, vierte Schluck schnell folgt!
Der „Mussignaz“ ist ein fantastischer Sommerwein, der vor allem als Aperitif, der richtige Animateur für das darauf folgende Essen ist. Aber auch vor leichten Vorspeisen hat er sich keineswegs zu fürchten!
Russolo | Mussignaz Müller-Thurgau IGT 2009 | Friaul, Italien
Euro 9,95 je 0,75 (1l=€13,27)
Foto: Weinlounge Hamburg
31. Mai 2010
Warum nicht mal Elsass....?
Wein der Woche | Hamburger Abendblatt | Der Elsässer Spargelbegleiter
"Wer Wein zu Spargelgerichten sucht, wird seinen Blick wahrscheinlich nicht zuallererst auf das Elsass richten." So schreibt das Hamburger Abendblatt in seinem LIVE Lebensart & Gastro-Teil am vergangenen Donnerstag, 27. Mai 2010, und richtet seinen Blick eben doch auf das Elsass.

Und zwar genauer gesagt auf unseren "Rittersberg Pinot Blanc Classique AOC 2008" der Domaine Jean-Paul Schmitt aus Scherwiller. Das Weingut ist eine unserer neuesten Regalerrungenschaften und nicht nur zu Spargel eine perfekte Weinempfehlung. Die Weine von Jean-Paul Schmitt schaffen es problemlos, das angestaubte Image des Elsass zu nivellieren. Ein absoluter Trinkgenuss sind auch sein "Rittersberg Riesling Classique AOC 2007" und der 2008er "Rittersberg Pinot Auxerrois", der in diesem Jahrgang letztmalig abgefüllt worden ist, da die 2009er Ernte komplett in den Crémant D'Alsace fließt.
Umso mehr ein Grund hier noch einmal zuzugreifen, bevor alles ausgetrunken ist...

Artikel: Hamburger Abendblatt | LIVE | Do., 27. Mai 2010
Foto: Weinlounge Hamburg
"Wer Wein zu Spargelgerichten sucht, wird seinen Blick wahrscheinlich nicht zuallererst auf das Elsass richten." So schreibt das Hamburger Abendblatt in seinem LIVE Lebensart & Gastro-Teil am vergangenen Donnerstag, 27. Mai 2010, und richtet seinen Blick eben doch auf das Elsass.

Und zwar genauer gesagt auf unseren "Rittersberg Pinot Blanc Classique AOC 2008" der Domaine Jean-Paul Schmitt aus Scherwiller. Das Weingut ist eine unserer neuesten Regalerrungenschaften und nicht nur zu Spargel eine perfekte Weinempfehlung. Die Weine von Jean-Paul Schmitt schaffen es problemlos, das angestaubte Image des Elsass zu nivellieren. Ein absoluter Trinkgenuss sind auch sein "Rittersberg Riesling Classique AOC 2007" und der 2008er "Rittersberg Pinot Auxerrois", der in diesem Jahrgang letztmalig abgefüllt worden ist, da die 2009er Ernte komplett in den Crémant D'Alsace fließt.
Umso mehr ein Grund hier noch einmal zuzugreifen, bevor alles ausgetrunken ist...

Artikel: Hamburger Abendblatt | LIVE | Do., 27. Mai 2010
Foto: Weinlounge Hamburg
13. April 2010
Von Rotwild, Pinot und einer aufgeräumten Hexenküche | Reise Review 3
Samstag, 13. März 2010 - endlich Sonne! Auf, auf nach Baden, genauer gesagt in den Kraichgau nach Bruchsal. Wer hätte gedacht, dass Bruchsal so viel zu bieten hat. Unter anderem findet man hier eines der schönsten Barockschlösser Deutschlands. Leider war die Zeit aber zu knapp, um eine ausgiebige Sightseeing-Tour zu machen.... Deshalb gleich zum Weingut Klumpp, das am Stadtrand von Bruchsal liegt.

Freundlich von "Patronin" Marietta Klumpp, die an diesem Tag dank ausgeflogenem Ehemann und Söhnen die "Alleinherrschaft" über Hof und Keller hatte, empfangen, stürzten wir uns gleich in die umfangreiche Weinprobe. Endlich konnten wir den neuen Jahrgang 2009 verkosten, denn im Laden waren wir schon seit Wochen klumpptechnisch trocken gefallen.
Manchmal entdeckt man dann sogar bei seinem Winzer, von dem man dachte, man kennt das Sortiment, doch noch eine Überraschung. So auch bei Klumpp. Irgendwie war uns die Existenz von "ROT WILD" wohl bisher entgangen.
Dieser Perlwein ist genau das Richtige für heiße Sommertage. Dahinter verbirgt sich eine Weißweincuvée, die außerdem mit Johannisbeersaft "angereichert" ist und somit mehr einem spritzigen, leicht säuerlichen Erfrischungsgetränk gleicht, dem man die nur 7% Alkohol sowieso nicht anmerkt, geschweige denn, dass man diese schmeckt. Ein herrlicher Aperitif oder Begleiter durch einen lauen Sommerabend.
Auch ansonsten präsentierte sich der neue Jahrgang mehr als positiv im Glas. Alle Weine haben eine feine Säurestruktur abbekommen, ohne dass die Frucht darunter leidet! Insbesondere der Riesling ist eleganter denn je. Dank der Gastgeberin, wie sie übrigens im Buche steht, konnte uns die nicht enden wollende Verkostungsreihe auch nichts anhaben. So schnell habe ich noch nie eine köstliche Brotzeit auf den Tisch fliegen sehen. Danke, Marietta!
Frisch gestärkt konnten wir dann also die Kellerführung angehen. Begleitet von Familienneumitglied Schäferhund "Pinot", der ganze stolz der Familie,
ging es los. Zugegebenermaßen ähneln sich die Keller der deutschen Winzer sehr - zumindest wenn erst neuerlich modernisiert wurde oder der Betrieb noch verhältnismäßig jung ist, wie im Falle Klumpp.
Nach diesem letzten Rundgang auf badischen Boden und guten vier Stunden Aufenthalt im Kraichgau, wurde es dann auch langsam Zeit für uns nach Frankreich zu schielen. Denn es sollte noch am gleichen Tag heißen: Elsass, wir kommen!
Fotos: Weinlounge Hamburg
Freundlich von "Patronin" Marietta Klumpp, die an diesem Tag dank ausgeflogenem Ehemann und Söhnen die "Alleinherrschaft" über Hof und Keller hatte, empfangen, stürzten wir uns gleich in die umfangreiche Weinprobe. Endlich konnten wir den neuen Jahrgang 2009 verkosten, denn im Laden waren wir schon seit Wochen klumpptechnisch trocken gefallen.
Manchmal entdeckt man dann sogar bei seinem Winzer, von dem man dachte, man kennt das Sortiment, doch noch eine Überraschung. So auch bei Klumpp. Irgendwie war uns die Existenz von "ROT WILD" wohl bisher entgangen.
Dieser Perlwein ist genau das Richtige für heiße Sommertage. Dahinter verbirgt sich eine Weißweincuvée, die außerdem mit Johannisbeersaft "angereichert" ist und somit mehr einem spritzigen, leicht säuerlichen Erfrischungsgetränk gleicht, dem man die nur 7% Alkohol sowieso nicht anmerkt, geschweige denn, dass man diese schmeckt. Ein herrlicher Aperitif oder Begleiter durch einen lauen Sommerabend.
Auch ansonsten präsentierte sich der neue Jahrgang mehr als positiv im Glas. Alle Weine haben eine feine Säurestruktur abbekommen, ohne dass die Frucht darunter leidet! Insbesondere der Riesling ist eleganter denn je. Dank der Gastgeberin, wie sie übrigens im Buche steht, konnte uns die nicht enden wollende Verkostungsreihe auch nichts anhaben. So schnell habe ich noch nie eine köstliche Brotzeit auf den Tisch fliegen sehen. Danke, Marietta!
Frisch gestärkt konnten wir dann also die Kellerführung angehen. Begleitet von Familienneumitglied Schäferhund "Pinot", der ganze stolz der Familie,
ging es los. Zugegebenermaßen ähneln sich die Keller der deutschen Winzer sehr - zumindest wenn erst neuerlich modernisiert wurde oder der Betrieb noch verhältnismäßig jung ist, wie im Falle Klumpp.
Nach diesem letzten Rundgang auf badischen Boden und guten vier Stunden Aufenthalt im Kraichgau, wurde es dann auch langsam Zeit für uns nach Frankreich zu schielen. Denn es sollte noch am gleichen Tag heißen: Elsass, wir kommen!
Fotos: Weinlounge Hamburg
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26. März 2010
Jetzt geht's los.... | Reise Review 1
Wie die meisten wissen, sind wir am Mittwoch, 10. März 2010, zu unserer großen "Tour de Allemagne et France" gestartet, um Weingüter zu besuchen, Winzer zu treffen und neue Eindrücke zu gewinnen. Die Reisebeschreibung wollen wir natürlich nicht schuldig bleiben, und so startet hier unsere kleine Reise Review.
Los ging es leider sehr spät an jenem Mittwoch zum ersten kurzen Zwischenstopp in Düsseldorf. Im Auto (vorerst): 1 Koffer, 1 Reisetasche, 2 Kleidersäcke und 2 Computer - und kurzfristig 2 Katzen.
Nach einer relativ kurzen Nacht konnten wir am Donnerstagmorgen dann aber endlich durchstarten in Richtung der deutschen Weinanbaugebiete. Die ersten Autobahnkilometer führten uns zunächst in den Rheingau mit einem kurzen Fotostopp à la "japanischer Tourist" zu Schloss Vollrads.
Schnell bei blauem Himmel und Sonne den historischen Wohnturm fotografiert und wieder ins Auto gehüpft, um mittels Fähre den Rhein gen Rheinhessen zu überqueren. Das eigentlich wohl verdiente Mittagessen musste leider ausfallen, da unser präferiertes Restaurant "Kronenschlösschen" in Eltville ausgerechnet an diesem Mittag geschlossen hatte - Rheingau Gourmet Festival sei Dank!
Next stop: das beschauliche Appenheim in Rheinhessen - Termin mit unserem Winzer Jürgen Hofmann* zur Verkostung des neuen Jahrgangs 2009.
Lecker Stöffchen, was der Herr Hofmann da wieder in die Flasche gebracht hat. Insbesondere bei seinem "Sauvignon Blanc" QbA trocken 2009 hat er wieder mal ein Schippchen oben draufgelegt, wie wir finden... Dieses Jahr ist ihm der Sauvignon Blanc noch eine Spur eleganter gelungen. Die vollreifen exotischen Früchte sind eher der Stachelbeere gewichen und die zarte Säure passt sich gut in dieses neue Geschmacksbild ein. Genau der richtige Wein für Genießer, die sich nicht zwischen einem Sauvignon Blanc aus Frankreich oder Südafrika entscheiden können, sondern lieber etwas Einzigartiges haben möchten!


Logischerweise haben wir nicht nur das probiert, was schon gefüllt ist, sondern sind zudem in Jürgens kleine Stahltank- und Barrique-Keller gestiegen, um auch erste Fassproben in rot und weiß zu verkosten. Und eins steht fest, genauso wie bei den ersten Abgefüllten, ist hier ebenfalls schon das großartige Potential des 2009er Jahrgangs zu erkennen. Wir dürfen also gespannt sein und in Vorfreude schwelgen!
Besonders froh sind wir, dass es in diesem Jahr endlich wieder eine "FUSION II" von Jürgen und Ehefrau Carolin geben wird, nachdem der Jahrgang 2008 ausfallen musste. Grund dafür war das natürliche Stoppen der Spontangärung, was dazu geführt hat, dass der Restzucker nicht weiter verstoffwechselt worden ist. Also ist der Wein "lieblich" geblieben und nicht mehr "trocken" geworden ist.
Nach dieser ausführlichen Probe also, bei der natürlich kräftig gespuckt worden ist, führte uns der Weg zu unserem Tagesziel, nämlich in das beschauliche Harxheim in Rheinhessen, wo wir in der entzückenden Pension Reßler ein Zimmer gebucht hatten.
Das Abendessen allerdings sollte in der Königsmühle bei Dirk Würtz eingenommen werden, wo schon standesgemäß die Holzkohle für ein großes Stück Rindfleisch für 5 zum Glühen gebracht worden ist.
Was sollen wir sagen? Der Abend endete feucht-fröhlich

mit den beiden Gastgebern Winzer Dirk Würtz und seiner Frau Gabi, die tolle mediterrane Kartoffeln zum Fleisch gezaubert hatte sowie Michael Gmall, der uns bei der Übernachtungsorganisation in Harxheim geholfen und uns mit einem Glas Champagner willkommen geheißen hat....!
Tausend Dank!!!!
*Jürgen Hofmann wird übrigens einer unserer Gastwinzer auf der 2. Wineries Flight Night am Freitag, 07. Mai 2010, ab 20.00h in der Weinlounge Hamburg sein, wo er auch die Weine seiner Frau Carolin vom Weingut Willems-Willems von der Saar vorstellen wird.
Fotos: Weinlounge Hamburg
Los ging es leider sehr spät an jenem Mittwoch zum ersten kurzen Zwischenstopp in Düsseldorf. Im Auto (vorerst): 1 Koffer, 1 Reisetasche, 2 Kleidersäcke und 2 Computer - und kurzfristig 2 Katzen.
Nach einer relativ kurzen Nacht konnten wir am Donnerstagmorgen dann aber endlich durchstarten in Richtung der deutschen Weinanbaugebiete. Die ersten Autobahnkilometer führten uns zunächst in den Rheingau mit einem kurzen Fotostopp à la "japanischer Tourist" zu Schloss Vollrads.
Schnell bei blauem Himmel und Sonne den historischen Wohnturm fotografiert und wieder ins Auto gehüpft, um mittels Fähre den Rhein gen Rheinhessen zu überqueren. Das eigentlich wohl verdiente Mittagessen musste leider ausfallen, da unser präferiertes Restaurant "Kronenschlösschen" in Eltville ausgerechnet an diesem Mittag geschlossen hatte - Rheingau Gourmet Festival sei Dank!Next stop: das beschauliche Appenheim in Rheinhessen - Termin mit unserem Winzer Jürgen Hofmann* zur Verkostung des neuen Jahrgangs 2009.
Lecker Stöffchen, was der Herr Hofmann da wieder in die Flasche gebracht hat. Insbesondere bei seinem "Sauvignon Blanc" QbA trocken 2009 hat er wieder mal ein Schippchen oben draufgelegt, wie wir finden... Dieses Jahr ist ihm der Sauvignon Blanc noch eine Spur eleganter gelungen. Die vollreifen exotischen Früchte sind eher der Stachelbeere gewichen und die zarte Säure passt sich gut in dieses neue Geschmacksbild ein. Genau der richtige Wein für Genießer, die sich nicht zwischen einem Sauvignon Blanc aus Frankreich oder Südafrika entscheiden können, sondern lieber etwas Einzigartiges haben möchten!

Logischerweise haben wir nicht nur das probiert, was schon gefüllt ist, sondern sind zudem in Jürgens kleine Stahltank- und Barrique-Keller gestiegen, um auch erste Fassproben in rot und weiß zu verkosten. Und eins steht fest, genauso wie bei den ersten Abgefüllten, ist hier ebenfalls schon das großartige Potential des 2009er Jahrgangs zu erkennen. Wir dürfen also gespannt sein und in Vorfreude schwelgen!
Besonders froh sind wir, dass es in diesem Jahr endlich wieder eine "FUSION II" von Jürgen und Ehefrau Carolin geben wird, nachdem der Jahrgang 2008 ausfallen musste. Grund dafür war das natürliche Stoppen der Spontangärung, was dazu geführt hat, dass der Restzucker nicht weiter verstoffwechselt worden ist. Also ist der Wein "lieblich" geblieben und nicht mehr "trocken" geworden ist.
Nach dieser ausführlichen Probe also, bei der natürlich kräftig gespuckt worden ist, führte uns der Weg zu unserem Tagesziel, nämlich in das beschauliche Harxheim in Rheinhessen, wo wir in der entzückenden Pension Reßler ein Zimmer gebucht hatten.
Das Abendessen allerdings sollte in der Königsmühle bei Dirk Würtz eingenommen werden, wo schon standesgemäß die Holzkohle für ein großes Stück Rindfleisch für 5 zum Glühen gebracht worden ist.
Was sollen wir sagen? Der Abend endete feucht-fröhlich

mit den beiden Gastgebern Winzer Dirk Würtz und seiner Frau Gabi, die tolle mediterrane Kartoffeln zum Fleisch gezaubert hatte sowie Michael Gmall, der uns bei der Übernachtungsorganisation in Harxheim geholfen und uns mit einem Glas Champagner willkommen geheißen hat....!
Tausend Dank!!!!
*Jürgen Hofmann wird übrigens einer unserer Gastwinzer auf der 2. Wineries Flight Night am Freitag, 07. Mai 2010, ab 20.00h in der Weinlounge Hamburg sein, wo er auch die Weine seiner Frau Carolin vom Weingut Willems-Willems von der Saar vorstellen wird.
Fotos: Weinlounge Hamburg
Vom Feinschmecker verwöhnt
Von der Zeitschrift DER FEINSCHMECKER verwöhnt werden wir in seiner aktuellen Ausgabe Heft 4 April 2010.

In der Rubrik "Wein Runde" geht es diesmal um den fantastischen Rioja-Jahrgang 2004. In den Test kamen ausschließlich Reserva-Qualitäten, die laut Feinschmecker "das Herzstück der Rotweinkultur in der Rioja" bilden.
Mitverkostet in der Kategorie "Die modernen Mineralischen" wurde auch unser Medrano-Irazu Reserva 2004 von der Bodega Medrano Irazu - 0,75l für 14,50 Euro. Für die Jury "ein Wein mit ausgewogenen Proportionen, dessen etwas strenger Bau nicht über seine Mineralität hinwegtäuschen kann - und auch nicht darüber, dass er noch ein großes Entwicklungspotenzial hat."
Abbildung: Der Feinschmecker Heft 4 April 2010

In der Rubrik "Wein Runde" geht es diesmal um den fantastischen Rioja-Jahrgang 2004. In den Test kamen ausschließlich Reserva-Qualitäten, die laut Feinschmecker "das Herzstück der Rotweinkultur in der Rioja" bilden.
Mitverkostet in der Kategorie "Die modernen Mineralischen" wurde auch unser Medrano-Irazu Reserva 2004 von der Bodega Medrano Irazu - 0,75l für 14,50 Euro. Für die Jury "ein Wein mit ausgewogenen Proportionen, dessen etwas strenger Bau nicht über seine Mineralität hinwegtäuschen kann - und auch nicht darüber, dass er noch ein großes Entwicklungspotenzial hat."
Abbildung: Der Feinschmecker Heft 4 April 2010
10. März 2010
Wenn einer eine Reise tut... | Reiseversprechen Teil 2
Weiter geht es mit unserer Reiseroute - immer dem guten Geschmack nach und auf der Suche nach Neuem für Sie! Am 15. März wird der erste Teil unserer Weinreise, die übrigens heute beginnt, hinter uns liegen und wir werden das schöne, aber zur Zeit ebenfalls kalte, Elsass Richtung Champagne hinter uns lassen.
In der Champagne ist prickelnde Inspiration angesagt. Kreidekeller und Co. wir kommen. Was dann folgt ist Paris, Paris! Doch das soll noch nicht das Ende gewesen sein. Immer mit dem Auftrag Wein zu entdecken, schließen wir diesen "kleinen Auftrag" mit dem Besuch der proWein in Düsseldorf ab. Die größte internationale Weinmesse bietet uns einmal mehr die Möglichkeit, auf Reise zu gehen, um auch noch den Rest der Welt zu verkosten! Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt darauf, wieder in unsere Weinlounge Hamburg zurückzukehren und unsere Reiseerlebnisse mit Ihnen zu teilen.
Seien Sie also herzlich eingeladen, ab dem 24. März auf ein Gläschen vorbeizuschauen und zu hören, ob auf dem Weingut Müller-Catoir wirklich so viele Mandelbäume stehen oder die Kreidekeller in Reims in der Tat so beeindruckend sind...

Santé!
In der Champagne ist prickelnde Inspiration angesagt. Kreidekeller und Co. wir kommen. Was dann folgt ist Paris, Paris! Doch das soll noch nicht das Ende gewesen sein. Immer mit dem Auftrag Wein zu entdecken, schließen wir diesen "kleinen Auftrag" mit dem Besuch der proWein in Düsseldorf ab. Die größte internationale Weinmesse bietet uns einmal mehr die Möglichkeit, auf Reise zu gehen, um auch noch den Rest der Welt zu verkosten! Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt darauf, wieder in unsere Weinlounge Hamburg zurückzukehren und unsere Reiseerlebnisse mit Ihnen zu teilen.
Seien Sie also herzlich eingeladen, ab dem 24. März auf ein Gläschen vorbeizuschauen und zu hören, ob auf dem Weingut Müller-Catoir wirklich so viele Mandelbäume stehen oder die Kreidekeller in Reims in der Tat so beeindruckend sind...

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