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6. November 2010

Muss man getrunken haben?!

Normalerweise spricht man von der sprichwörtlichen Spitze des Eisberges. Wir haben gleich drei Bergspitzen im Angebot. Der „Tres Picos“ der Bodegas Borsao gehört zudem zu den „1001 Weinen, die Sie probiert haben sollten, bevor das Leben vorbei ist“, glaubt man dem gleichnamigen Buch von Neill Beckett.

Ob Sie die 1001 Weine voll machen möchten, bleibt ganz alleine Ihnen überlassen. Unseren kraftvollen Spanier sollten Sie aber in jedem Fall probieren, wenn Sie auf komplexe und konzentrierte Rotweine stehen.

Die ältesten Garnacha-Reben des Weinguts liefern die Trauben für diesen exzeptionellen Wein, der erst lange auf der Maische vergoren wird, bevor er in neuen Barriques zur Reifung lagern darf. Angepflanzt sind sie im kleinen Anbaugebiet Campo de Borja, das süd-östlich von Navarra und Rioja liegt, an den Hängen des berühmten Berges Moncayo.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Herbstspaziergang durch den Wald“ wäre wohl die treffendste Beschreibung für die Noten von Unterholz, Brombeere, Pflaume und Vanille, die sich sofort an Nase und Gaumen festklammern, wie Novembernebel am Waldboden. Die Farbe ist so tiefdunkelrot, wie die Stellen, wo kein Sonnenstrahl mehr durch das dichte Geäst dringt. Gönnen Sie dem Wein einen tiefen Atemzug kühler Herbstluft, bevor Sie ihn zur Gemütserhellung genießen!

Bodegas Borsao | Tres Picos Garnacha 2008 | Borja, Spanien
Euro 16,90 je 0,75l (1l=€22,53) 


Foto: Weinlounge Hamburg

13. Oktober 2010

Die süßeste Versuchung

seit es Wein und Nachtisch gibt!

Dieses süße Gold, na ja eigentlich müsste man sagen Rubinrot, aus dem kleinen Weinanbaugebiet Terra Alta im Nordosten Spaniens ist ein kleiner Geheimtipp. Benannt nach der Großmutter Josefina Piñol kann sich die Rebsorte Garnacha hier zu 100% in ihrer vollen Pracht präsentieren.

Fast likörartig bahnt sich der Vi dolç seinen Weg ins Glas, wo er träge zum Erliegen kommt. Sie brauchen Ihre Nase gar nicht tief hineinstecken, um die eingekochten roten Früchte wahrzunehmen.

Machen Sie die Augen zu und Sie würden denken, Hamburger Rote Grütze vor sich zu haben. Kirsche, Brombeere, Himbeere, Johannisbeeren - der komplette Beerenkorb offenbart sich dann auch im Mund begleitet von einer angenehmen Süße und leichten Karamellaromen, die er seinem 5-monatigen Ausbau in neuen französischen Eichenholzfässern zu verdanken hat. Und genau wegen dieses Gesamtkunstwerks braucht es einen adäquaten Nachtisch, der sich ein geschmackliches Stelldichein mit diesem Wein gibt. Ein besseres Denkmal hätten die Piñols ihrer Großmutter gar nicht setzen können!

Celler Piñol | Josefina Piñol Vi dolç 2007 | Terra Alta, Spanien
Euro 13,80 je 0,5l (1l=€27,60)


Ach so, das adäquate Dessert?!

Hier kommt der ultimative, wahnsinnige, beeindruckende, fulminante, fantastische Schokoladenkick! Unser Rendevouz für „Josefina Piñol“. Ein Traumpaar, das sich gesucht und gefunden hat! Nur backen und die Flasche öffnen müssten Sie selber, um das Paar zu einem Happy End zu führen!

Schokotörtchen mit zerfließendem Herz

35g Mehl, gesiebt
40g Puderzucker, gesiebt
80g gemahlene Mandeln
2 Eiweiß, gequirlt
80g Butter, geschmolzen
160g Zartbitterschokolade, geschmolzen
4 kleine Stücke Zartbitterschokolade á 10g
Himbeeren als Garnitur

Den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Mehl, Puderzucker, gemahlene Mandeln, Eiweiß, Butter und geschmolzene Schokolade gut verrühren. Die Hälfte der Masse in 4 ofenfeste, sparsam gefettete, kleine Souffléförmchen (Durchmesser etwa 10cm) verteilen, jeweils ein Stück Schokolade hinein geben und mit der restlichen Teigmasse auffüllen. 20 Minuten im Ofen backen – so lange jedenfalls bis der Teig durchgebacken ist. Aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten ruhen lassen, dann auf Dessertteller stürzen. Mit Himbeeren servieren. Und selbstverständlich Josefina Piñol dazu genießen!

Mehr geht nicht!