Posts mit dem Label Elsass werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Elsass werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

31. Mai 2010

Warum nicht mal Elsass....?

Wein der Woche | Hamburger Abendblatt | Der Elsässer Spargelbegleiter

"Wer Wein zu Spargelgerichten sucht, wird seinen Blick wahrscheinlich nicht zuallererst auf das Elsass richten." So schreibt das Hamburger Abendblatt in seinem LIVE Lebensart & Gastro-Teil am vergangenen Donnerstag, 27. Mai 2010, und richtet seinen Blick eben doch auf das Elsass.



Und zwar genauer gesagt auf unseren "Rittersberg Pinot Blanc Classique AOC 2008" der Domaine Jean-Paul Schmitt aus Scherwiller. Das Weingut ist eine unserer neuesten Regalerrungenschaften und nicht nur zu Spargel eine perfekte Weinempfehlung. Die Weine von Jean-Paul Schmitt schaffen es problemlos, das angestaubte Image des Elsass zu nivellieren. Ein absoluter Trinkgenuss sind auch sein "Rittersberg Riesling Classique AOC 2007" und der 2008er "Rittersberg Pinot Auxerrois", der in diesem Jahrgang letztmalig abgefüllt worden ist, da die 2009er Ernte komplett in den Crémant D'Alsace fließt.

Umso mehr ein Grund hier noch einmal zuzugreifen, bevor alles ausgetrunken ist...



Artikel: Hamburger Abendblatt | LIVE | Do., 27. Mai 2010
Foto: Weinlounge Hamburg

5. Mai 2010

Invasion ins Elsass | Reise Review 4

Ok, wir sind ein wenig hinter her mit unseren Reiseberichten, aber was soll's, Im Elsass hat sich deswegen außer der Baumbegrünung seit unserem Besuch am 13./14. März 2010 sicher nicht so viel geändert.

Von Baden ging's am Samstag schnurstracks nach Strasbourg. Schnell im Hotel eingecheckt,


das Auto in der Tiefgarage versteckt und ab in die Innenstadt. Dank eines DER FEINSCHMECKER Restaurant-Tipps verschlug es uns



- vorbei an leider schon geschlossenen Delikatessenläden -

in das äußerst charmante Restaurant L'Atable77. Erste erfreuliche Feststellung nach dem Blick in die Weinkarte, die Elsässer unterliegen nicht dem Jungweinwahn.

Alle heimischen Rieslinge oder Pinots erfreuten sich eines gereiften Alters. Welch Trinkvergnügen! Gestartet haben wir dann also erst mal mit einem Fläschchen

Albert Mann
Riesling Grand Cru
Schlossberg 2007

Das Ganze als passende Begleitung zu Kalbsbries und Jakobsmuschelcarpaccio mit Orangenvinaigrette.

Es folgte eine 2. Flasche, an die wir uns dank fehlender Fotodokumentation heute nicht mehr so ganz genau erinnern können, außer dass sie auch köstlich war. Das Fotografieren mussten wir zum Hauptgang der Höflichkeit halber leider einstellen, da man uns am Nachbartisch schon als Restauranttester entlarvt glaubte.

Das L'Atable77 ist aber am Ende mit seinem modernen Ambiente, dem sehr aufmerksamen Service, einer umfangreichen Weinkarte und dem modern interpretierten elsässischen Gerichten auf jeden Fall eine dicke Weiterempfehlung wert.

Am folgenden Sonntag, 14.03.2010, folgten wir sehr gerne der Einladung unseres "neuen" Winzers Jean-Paul Schmitt und seinem Partner Bernd Koppenhoefer nach Scherwiller zu einem Degustationsmenue mit Weinen der Domaine Jean-Paul Schmitt. Also ging es auf direktem Weg in die Auberge Ramstein zum 4-gängigen Mittagessen.
Grund zu beschweren hatten wir uns wahrlich nicht.

Erst ein Schluck des fantastischen "Crémant D'Alsace Rittersberg", der die Gemüter schon mal in Wallung brachte und ein exzellenter Begleiter zu dem umfangreichen Amuse bouche mit gratinierter Auster, Fischsüppchen mit Safran und Kalt-warmen von Topinambur und Kürbiskern mit Krebsfleisch war. Im Zwischengang überraschte die Auberge dann mit einem Filet von der Rotbarbe in einer Langoustinenbisque gedünstet, Kartoffelpurrée mit Olivenöl, Fondue aus Fenchel und rotem Paprika - klingt in der Tat länger als die Portionsgröße am Ende war. Auch hier bewies sich die Weinwahl als vortrefflich. Der "Pinot Gris Rittersberg 2008 Classique" behauptete sich unfassbar gut zu den vielfältigen Aromen des Essens, wo er doch im Grunde noch so ein junges Ding ist.

Klar, dass zum Hauptgang, einem mächtigen Tournedo Rossini, ein Roter serviert wurde. Wobei so klar gar nicht, denn aus eigener Erfahrung wissen wir, dass gereifte Rieslinge hier durchaus auch nicht fehl am PLatz sind! In diesem Fall aber vergnügten wir uns mit einem Glas "Pinot Noir Rittersberg 2008 Grand Réserve".

Den Nachtisch hätten wir fast nicht mehr geschafft, war er doch nahezu ein eigenständiges Menue. In Safran eingelegte Birne, weißes Mousse au chocolat, Vanilleeis, Cappuccino von Vanille-Safran und einem Birnenpanacotta hatten die Aufgabe gegen den "Gewürztraminer Rittersberg 2005 Vieilles Vignes" anzutreten.

Danach war dringend Verdauungsspaziergang im Weinberg vom Rittersberg angesagt, um gleichzeitig von Bernd Koppenhoefer die Philosophie des Weinguts erklärt zu bekommen. Die Domaine ist seit 2009 offiziell für den biologischen Anbau zertifiziert und stellt in diesem Jahr auf biodynamischen Weinbau um.


Gleich danach ging's noch ab in die Probierstube, damit wir uns einmal durch's Sortiment kämpfen konnten. Das Endergebnis: unsere Entscheidung Jean-Paul Schmitt ins Sortiment aufzunehmen, war mehr als goldrichtig!

Wenn wir jetzt schreiben, dass wir am späten Nachmittag in unser Hotel aufgebrochen sind, um uns zum einen ein Stündchen zu erholen und zum anderen im angeschlossenen Restaurant Abend zu essen, dann mag das nach Völlerei klingen. Und ja! Das war es auch. So wird es uns aber unseren kompletten Weg durch Frankreich noch gehen....

Also, eingecheckt im traumhaften Hôtel de L'Illwald, mitten auf dem platten Land zwar, aber ein entzückendes Örtchen.


Zum Essen dann also in die Auberge. Und hier die gleiche positive Erfahrung wie schon in Strasbourg: gereifte, elsässische Schätzchen auf der Weinkarte!

Erstes "Experiment":

Domaine Sylvie Spielmann
Riesling Grand Cru
Kanzlerberg 1999



Wow, wow, wow. Nullkommanull Alterungsnoten, keine Oxidation, gar nichts. Frisch und fruchtig mit dem typischen Rieslingsäurespiel steht er noch nahezu hellgelb wie eine Eins im Glas! Die Vorspeisen "Variationen von der Entenstopfleber" und "Hausgebeizter Lachs".

Enttäuschend dagegen die 2. Wahl des Abends:

Trimbach
Pinot Gris
Réserve 2002

Wer davon noch was im Keller hat, sollte ihn schnellstens austrinken! Deutlich überreif und oxidative Noten machten diesen Grauburgunder zu keinem übermäßigen Trinkgenuss. Da hatten wir uns etwas anderes vorgestellt! Gut, dass wir mit einem kräftig gewürzten "Schweinerücken mit Chorizo" (ok, nicht gerade typisch für's Elsass) und einem "nur" 800g schweren "Côte du Boeuf" vom Allerfeinsten dagegen "anessen" konnten.

Mit dem dementsprechend gefüllten Magen und auch ein wenig weinselig konnte der Tag aber glücklich und zufrieden beschlossen werden.

13. April 2010

Von Rotwild, Pinot und einer aufgeräumten Hexenküche | Reise Review 3

Samstag, 13. März 2010 - endlich Sonne! Auf, auf nach Baden, genauer gesagt in den Kraichgau nach Bruchsal. Wer hätte gedacht, dass Bruchsal so viel zu bieten hat. Unter anderem findet man hier eines der schönsten Barockschlösser Deutschlands. Leider war die Zeit aber zu knapp, um eine ausgiebige Sightseeing-Tour zu machen.... Deshalb gleich zum Weingut Klumpp, das am Stadtrand von Bruchsal liegt.



Freundlich von "Patronin" Marietta Klumpp, die an diesem Tag dank ausgeflogenem Ehemann und Söhnen die "Alleinherrschaft" über Hof und Keller hatte, empfangen, stürzten wir uns gleich in die umfangreiche Weinprobe. Endlich konnten wir den neuen Jahrgang 2009 verkosten, denn im Laden waren wir schon seit Wochen klumpptechnisch trocken gefallen.

Manchmal entdeckt man dann sogar bei seinem Winzer, von dem man dachte, man kennt das Sortiment, doch noch eine Überraschung. So auch bei Klumpp. Irgendwie war uns die Existenz von "ROT WILD" wohl bisher entgangen.

ROT WILD

Dieser Perlwein ist genau das Richtige für heiße Sommertage. Dahinter verbirgt sich eine Weißweincuvée, die außerdem mit Johannisbeersaft "angereichert" ist und somit mehr einem spritzigen, leicht säuerlichen Erfrischungsgetränk gleicht, dem man die nur 7% Alkohol sowieso nicht anmerkt, geschweige denn, dass man diese schmeckt. Ein herrlicher Aperitif oder Begleiter durch einen lauen Sommerabend.

Auch ansonsten präsentierte sich der neue Jahrgang mehr als positiv im Glas. Alle Weine haben eine feine Säurestruktur abbekommen, ohne dass die Frucht darunter leidet! Insbesondere der Riesling ist eleganter denn je. Dank der Gastgeberin, wie sie übrigens im Buche steht, konnte uns die nicht enden wollende Verkostungsreihe auch nichts anhaben. So schnell habe ich noch nie eine köstliche Brotzeit auf den Tisch fliegen sehen. Danke, Marietta!
Frisch gestärkt konnten wir dann also die Kellerführung angehen. Begleitet von Familienneumitglied Schäferhund "Pinot", der ganze stolz der Familie,

Klumpp-Hund "Pinot"

ging es los. Zugegebenermaßen ähneln sich die Keller der deutschen Winzer sehr - zumindest wenn erst neuerlich modernisiert wurde oder der Betrieb noch verhältnismäßig jung ist, wie im Falle Klumpp.

Markus Klumpps "Hexenküche" - alles für die Weinanalyse

Marietta Klumpp & Felix Jaeger

Teil von Klumpps Barriquelager

Nach diesem letzten Rundgang auf badischen Boden und guten vier Stunden Aufenthalt im Kraichgau, wurde es dann auch langsam Zeit für uns nach Frankreich zu schielen. Denn es sollte noch am gleichen Tag heißen: Elsass, wir kommen!


Fotos: Weinlounge Hamburg

10. März 2010

Wenn einer eine Reise tut... | Reiseversprechen Teil 2

Weiter geht es mit unserer Reiseroute - immer dem guten Geschmack nach und auf der Suche nach Neuem für Sie! Am 15. März wird der erste Teil unserer Weinreise, die übrigens heute beginnt, hinter uns liegen und wir werden das schöne, aber zur Zeit ebenfalls kalte, Elsass Richtung Champagne hinter uns lassen.
In der Champagne ist prickelnde Inspiration angesagt. Kreidekeller und Co. wir kommen. Was dann folgt ist Paris, Paris! Doch das soll noch nicht das Ende gewesen sein. Immer mit dem Auftrag Wein zu entdecken, schließen wir diesen "kleinen Auftrag" mit dem Besuch der proWein in Düsseldorf ab. Die größte internationale Weinmesse bietet uns einmal mehr die Möglichkeit, auf Reise zu gehen, um auch noch den Rest der Welt zu verkosten! Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt darauf, wieder in unsere Weinlounge Hamburg zurückzukehren und unsere Reiseerlebnisse mit Ihnen zu teilen.

Seien Sie also herzlich eingeladen, ab dem 24. März auf ein Gläschen vorbeizuschauen und zu hören, ob auf dem Weingut Müller-Catoir wirklich so viele Mandelbäume stehen oder die Kreidekeller in Reims in der Tat so beeindruckend sind...



Santé!