Am vergangenen Freitag war es wieder soweit. 9 Winzer aus aller Welt nebst über 70 Gästen fanden sich zur 3. Wineries Flight Night in der Weinlounge Hamburg ein. Die Aufregung war groß, ob auch alle eingeladenen Weinmacher ihren Weg nach Hamburg finden würden, hörten wir erst am Vormittag noch von kleineren Pannen bei der Anreise. Spätestens um 19.30h waren sie dann aber alle versammelt, so dass wir die Pforten für alle weindurstigen Gäste aufmachen konnten. Parallel wurde auch der Grill seiner Bestimmung zugeführt!
Und dann wurde probiert! Zunächst nahmen sich die meisten die frischen Rieslinge von Werk2 "Dreamweaver" und "Supernova" aus dem Rheingau vor oder den Schaumwein Cape Classique Brut in weiß und rosé von Graham Beck aus Stellenbosch. Ein schöner Auftakt, der wunderbar zu den zahlreichen Roten überleiten konnte. Dazwischen durfte sich allerdings keiner den herrlichen Rosé von Delheim oder den etwas kräftigeren, weiß gekelterten Spätburgunder der Shelter Winery aus Baden entgehen lassen. Genauso wenig natürlich wie den frisch abgefüllten, württembergischen "Parfum der Erde"-Riesling. Alle Winzer oder Weingutsvertreter selbstverständlich zum Ausschank persönlich anwesend! Ja, auch die aus Südafrika. Genauso wie im übrigen auch die beiden waschechten Spanier Juañjo Galcera Piñol vom gleichnamigen Weingut Celler Piñol, Terra Alta, und Sergio Pereletegui, Exportmanager der Bodegas Carchelo aus Jumilla, die jeweils ihre komplette Rotwein-Range zum Besten gaben.
Insgesamt haben unsere am Ende 11 Weinexperten von 9 Weingütern 34 Weine zum ausgiebigen Probieren geöffnet. Auch wenn wir an dieser Stelle nicht alle Winzer genannt haben, so möchten wir uns doch bei jedem einzelnen auf's allerherzlichste für die Zeit, die sie sich genommen haben, bedanken!!! Es war ein toller Abend! Gleiches gilt natürlich für unsere treuen Kunden, Stammgäste und Erstbesucher, die das Event zu dem gemacht haben, was es war: ein voller Erfolg!
Ach so. Warum es keine Fotos gibt?
Weil die Kamera zwar in Stellung gebracht war, wir aber vor lauter Plaudern, Grillen und Weine erklären ganz vergessen haben, sie zur Hand zu nehmen. Freiwillige als Fotografen für die nächste Wineries Flight Night sind also gerne gesehen und freier Eintritt ist garantiert, damit auch wir statt Kopfkino bleibende Bildererinnerungen als Beweis haben! Bewerbungen nehmen wir ab sofort gerne per Kommentar entgegen!
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17. September 2010
6. September 2010
Dritter Winzerrummel mit hochkarätiger Besetzung - upcoming Friday!

NICHT VERPASSEN!!!
Die Weinlounge Hamburg geht mit Ihrer „Wineries Flight Night“ in die 3. Runde. Am Freitag, 10. September 2010, ab 20.00h findet erneut jenes Winzerspektakel statt, zu dem ein knappes Dutzend Weinmacher aus ganz Europa und Übersee den Weg nach Hamburg, in den Straßenbahnring 17, finden. Verkostet wird unkonventionell und im Plauderton. Die Gäste, also Sie, sind wie immer aufgefordert, von Winzer zu Winzer zu „flanieren“, zu probieren und sich, wenn Sie möchten, Geschichten rund um Weingut, Reben und Weine erzählen zu lassen.
Nach bereits zwei erfolgreichen Ausgaben dieser Veranstaltung, jeweils im Frühjahr und Herbst, ist es uns erneut gelungen, ein knappes Dutzend unserer hochkarätigen Weinmacher davon zu überzeugen, im September zu uns nach Hamburg zu reisen, um hier, wo ihre Weine mit Enthusiasmus und Leidenschaft bei uns verkauft werden, diese auch ihren Kunden persönlich vorzustellen. Bei der Weinlounge Hamburg “Wineries Flight Night” stehen die eingeladenen Winzer im Rampenlicht und dürfen ihren ganzen Stolz präsentieren - ihre Weine.
Mit von der Partie sind dieses Mal:
Claudia Schütz | Schug Winery | Carneros, Kalifornien, USA – Walter Schug ist Claudia Schütz’ Vater, der vor über 30 Jahren von Deutschland nach Kalifornien ging, um Wein zu machen. Heute ist er fast eine Legende und seine Weine schmecken legendär. Wenn wir seinen Chardonnay ausgepackt haben, versprechen wir, dass Ihnen Puligny-Montrachet und nicht Carneros durch den Kopf schießen wird!
Hans-Bert Espe | Shelter Winery | Baden, Deutschland – Shelter ist Englisch und heißt Luftschutzbunker. Und genau in so einem auf einem ehemaligen kanadischen Luftwaffenstützpunkt hat die Shelter Winery Ihren Weinkeller. Hans-Bert Espe und seine Frau Silke Wolf bauen ausschließlich Pinot Noir in Südbaden an und zwar einen Frankreich Klon, der sehr burgundische Weine verspricht!
Hans-Joachim Klose | Werk2 | Rheingau, Deutschland – Aus dem Werk2 in Geisenheim kommen Weine vom Ur-Rheingauer und Computerspezialisten „Jojo“ Klose. Denn nicht von ungefähr gibt er seinen Rieslingen Namen aus der EDV-Sprache. Darunter finden sich der erstklassige „Dreamweaver“ und sein Einstiegsmodul „Small Talk“.
Dr. Rainer Scholz und Andi Knauß | Parfum der Erde | Württemberg, Deutschland - Ein Nicht-Winzer & ein Winzer, ein Rebell & ein Talent, ein Wirtschaftsmanger & ein Weinmacher, zwei Visionäre. Zusammen die „Enfants terribles“ der Weinmacherzunft par excellence! Sie bauen Regent in Barriques aus und vinifizieren ihren Riesling wie ein Großes Gewächs. Dabei verlieren sie niemals den Terroir-Gedanken aus den Augen. Der Boden spielt eine zentrale Rolle bei dem gemeinsamen Weinprojekt „Parfum der Erde“, weshalb jedes Etikett die GPS-Koordinaten der Weinbergs verrät.
Juanjo Galcera Piñol | Celler Piñol | Terra Alta, Spanien – Die Winzerfamilie pflegt ihre Weinberge wie ihren Vorgarten, nennt einen Wein „heilige Natur“ (Sacra Natura) und arbeitet strikt biologisch. Das Terra Alta ist zudem eine der aufstrebenden Regionen Spaniens und Celler Piñol unterstreicht das auf beeindruckende Weise mit erfreulich modernen Weinen aus internationalen Rebsorten.
Sergio Pereletegui | Bodegas Carchelo | Jumilla, Spanien – Das spanische Anbaugebiet Jumilla ist im Nordosten Spaniens zu finden und der Erfolg der Bodegas Carchelo begründet sich auf der für diese Gegend typischen Rebsorte Monastrell. Mit der mutigen Neugestaltung ihrer Etiketten hat das Weingut den letzten Schritt gemacht, um begründet auf alter Weinbautradition einer erfolgreichen Zukunft entgegenzusehen.
Nora Sperling | Delheim Winery | Stellenbosch, Südafrika – Nora ist eine alte Bekannte in der Weinlounge Hamburg. Ihr Vater und Seele des Weinguts, „Spatz“ Sperling, feierte jüngst seinen 80. Geburtstag. Seit den frühen 60er Jahren bereits ist er in Sachen Wein am Fuße des Simonsbergs in Stellenbosch umtriebig. Die dort einzigartigen Klimabedingungen sind seit jeher Garant für herausragende Weine mit fast europäisch anmutender Eleganz. Heute wird das Weingut, das bereits seit 1699 existiert, von seinen beiden Kindern Nora und Viktor geführt.
Wolfram Sandberg | Kleine Zalze Winery | Stellenbosch, Südafrika – Dem Weingut Kleine Zalze ist zwar ein Golfplatz angeschlossen, sportlicher finden wir es aber, ihre Weine zu probieren, die sich alle durch ihre Ausdrucksstärke und Rebsortentypizität zu profilieren wissen. Chenin Blanc ist Chenin Blanc, Pinotage ist Pinotage – ohne wenn und aber.
Alec Louw | Graham Beck Winery | Franschhoek, Stellenbosch – Über das Weingut Graham Beck gibt es so unglaublich viele Geschichten zu erzählen. In allererster Linie natürlich über die großartigen (Schaum-) Weine, die dort produziert werden. In zweiter Linie aber auch über die Liebe des Besitzers zu Rennpferden, die seiner Frau zu Skulpturen, das „eigene“ Naturschutzgebiet mit den „fetten Hasen“, die vom Aussterben bedroht sind und die Tatsache, dass ein Graham Beck Methode Cap Classique Rosé zur Inauguration Nelson Mandelas ausgeschenkt worden ist.

Der Kostenbeitrag für die Veranstaltung beträgt pro Person Euro 20,00. Darin enthalten sind alle Verkostungsweine, Wasser sowie Leckeres vom Grill, falls das Wetter mitspielt.
Voranmeldungen in der Weinlounge Hamburg, ob persönlich, per Telefon unter 040 – 42 93 87 18 oder via E-Mail an marketing@weinlounge.com nehmen wir gerne entgegen. Den Kostenbeitrag zahlen Sie dann einfach vor Ort!
19. Juli 2010
Fauler Meister Lampe
Riverine Rabbit – noch nie gehört? Macht nichts. Oder vielleicht doch, denn es handelt sich um eine Hasenart, von der es nur noch 200 Exemplare gibt. Nun denken Sie an, „Rammeln wie die Karnickel“? Eben nicht. Und genau da liegt der Hund, Entschuldigung der Hase, begraben.
Bei dieser Spezies handelt es sich um eine bedrohte Tierart, die ausschließlich in der südafrikanischen Weinbauregion Robertson beheimatet ist. Genauer gesagt in unmittelbarer Nähe der Weinberge des Weinguts Graham Beck, die ein Naturschutzgebiet und Wildreservat mit einschließen. Leider sind die männlichen Vertreter der Nagetiergattung lediglich an ausgiebigem Fressen interessiert und nicht mehr an Fortpflanzung. So sind die Körperausmaße der männlichen Tiere so umfangreich, dass an Sex nicht mehr zu denken ist.
Dem Wildreservat hat Graham Beck eine eigene Weinlinie gewidmet: The Game Reserve! Darunter ein reinsortiger Chenin Blanc, der den Riverine Rabbit als Motiv auf dem Etikett trägt. Ein Teil des Verkauferlöses dieser Wein-Kollektion wird zum einen für die Erhaltung der Fauna und Flora aufgewendet, zum anderen um Wege zu finden, die Vermehrung der Hasen zu forcieren – sei es durch künstliche Befruchtung oder „Diätkarantäne“.
Die Trauben für diesen Chenin Blanc wurden so lange wie möglich bis zur vollen Reife am Rebstock belassen, was ihm eine kräftige gelbe Farbe und satte Komplexität und den Duft nach reifen exotischen Früchten beschert. Lässt man in dann im Mund kreisen, schmeckt man einen ganzen Obstkorb: Ananas, Melone, Pfirsich und sonst noch allerhand Exotisches. Mit saftiger, opulenter Brillanz kommt er daher, die lang und knackig endet. Möchten Sie ihn zum Essen genießen, würden wir in diesem Fall vom Hasenbraten abraten und eher Spaghetti Carbonara empfehlen!
Graham Beck
The Game Reserve
Chenin Blanc 2009
Robertson, Südafrika
Euro 11,90 je 0,75 (1l=€15,87)
Bei dieser Spezies handelt es sich um eine bedrohte Tierart, die ausschließlich in der südafrikanischen Weinbauregion Robertson beheimatet ist. Genauer gesagt in unmittelbarer Nähe der Weinberge des Weinguts Graham Beck, die ein Naturschutzgebiet und Wildreservat mit einschließen. Leider sind die männlichen Vertreter der Nagetiergattung lediglich an ausgiebigem Fressen interessiert und nicht mehr an Fortpflanzung. So sind die Körperausmaße der männlichen Tiere so umfangreich, dass an Sex nicht mehr zu denken ist.Dem Wildreservat hat Graham Beck eine eigene Weinlinie gewidmet: The Game Reserve! Darunter ein reinsortiger Chenin Blanc, der den Riverine Rabbit als Motiv auf dem Etikett trägt. Ein Teil des Verkauferlöses dieser Wein-Kollektion wird zum einen für die Erhaltung der Fauna und Flora aufgewendet, zum anderen um Wege zu finden, die Vermehrung der Hasen zu forcieren – sei es durch künstliche Befruchtung oder „Diätkarantäne“.
Die Trauben für diesen Chenin Blanc wurden so lange wie möglich bis zur vollen Reife am Rebstock belassen, was ihm eine kräftige gelbe Farbe und satte Komplexität und den Duft nach reifen exotischen Früchten beschert. Lässt man in dann im Mund kreisen, schmeckt man einen ganzen Obstkorb: Ananas, Melone, Pfirsich und sonst noch allerhand Exotisches. Mit saftiger, opulenter Brillanz kommt er daher, die lang und knackig endet. Möchten Sie ihn zum Essen genießen, würden wir in diesem Fall vom Hasenbraten abraten und eher Spaghetti Carbonara empfehlen!Graham Beck
The Game Reserve
Chenin Blanc 2009
Robertson, Südafrika
Euro 11,90 je 0,75 (1l=€15,87)
18. Juni 2010
Kleines Werk vom großen Regisseur

Einem glücklichen Zufall und einem unaufmerksamen Lagerarbeiter haben wir es zu verdanken, dass Francis Ford Coppolas „ROSSO“ in einem Container über den Atlantik nach Hamburg zu uns gekommen ist.
Der kleinste Rote der Coppola-Familie, ist eine Cuvée aus Zinfandel (44%), Shiraz (34%) und Cabernet Sauvignon (22%). Der Zinfandel sorgt für intensive süße und saftige Fruchtaromen mit einer Prise Würze; der Shiraz ist sowohl verantwortlich für die dunkle Farbe, die fast wie Tinte daher kommt, als auch für die üppige Struktur und den süßen Brombeer-Geschmack. Letztendlich nicht zu vergessen der Cabernet Sauvignon, der dem Ganzen den letzten Schliff und Zusammenhalt in Sachen Gerbstoff verleiht. Insgesamt eine ziemlich runde Sache: weich und fruchtig mit vielen Beeren; ein Hauch von Würze, Vanille und Schokolade.Francis Coppola ist mit Wein beim gemeinsamen Familienessen aufgewachsen, denn sein Großvater und seine Onkel pflegten in Ihrem New Yorker Appartement Wein selber zu machen. Die Trauben wurden damals per Güterzug aus Kalifornien beschafft und der Wein dann in kleinen Betontanks hergestellt. Und weil für Coppola Wein und Essen unweigerlich zusammen gehören, kann man den „ROSSO“ zu (fast) jedem Essen genießen: Grillgut, Lammkarrée oder Lasagne.
Salute!
Francis Ford Coppola Winery
Coppola Presents „ROSSO“
Geyserville, Kalifornien, USA
Euro 12,95 je 0,75l (1l=€ 17,26)
5. Mai 2010
Invasion ins Elsass | Reise Review 4
Ok, wir sind ein wenig hinter her mit unseren Reiseberichten, aber was soll's, Im Elsass hat sich deswegen außer der Baumbegrünung seit unserem Besuch am 13./14. März 2010 sicher nicht so viel geändert.
Von Baden ging's am Samstag schnurstracks nach Strasbourg. Schnell im Hotel eingecheckt,

das Auto in der Tiefgarage versteckt und ab in die Innenstadt. Dank eines DER FEINSCHMECKER Restaurant-Tipps verschlug es uns

in das äußerst charmante Restaurant L'Atable77. Erste erfreuliche Feststellung nach dem Blick in die Weinkarte, die Elsässer unterliegen nicht dem Jungweinwahn.
Alle heimischen Rieslinge oder Pinots erfreuten sich eines gereiften Alters. Welch Trinkvergnügen! Gestartet haben wir dann also erst mal mit einem Fläschchen
Albert Mann
Riesling Grand Cru
Schlossberg 2007
Das Ganze als passende Begleitung zu Kalbsbries und Jakobsmuschelcarpaccio mit Orangenvinaigrette.
Es folgte eine 2. Flasche, an die wir uns dank fehlender Fotodokumentation heute nicht mehr so ganz genau erinnern können, außer dass sie auch köstlich war. Das Fotografieren mussten wir zum Hauptgang der Höflichkeit halber leider einstellen, da man uns am Nachbartisch schon als Restauranttester entlarvt glaubte.
Das L'Atable77 ist aber am Ende mit seinem modernen Ambiente, dem sehr aufmerksamen Service, einer umfangreichen Weinkarte und dem modern interpretierten elsässischen Gerichten auf jeden Fall eine dicke Weiterempfehlung wert.
Am folgenden Sonntag, 14.03.2010, folgten wir sehr gerne der Einladung unseres "neuen" Winzers Jean-Paul Schmitt und seinem Partner Bernd Koppenhoefer nach Scherwiller zu einem Degustationsmenue mit Weinen der Domaine Jean-Paul Schmitt. Also ging es auf direktem Weg in die Auberge Ramstein zum 4-gängigen Mittagessen.
Grund zu beschweren hatten wir uns wahrlich nicht.
Erst ein Schluck des fantastischen "Crémant D'Alsace Rittersberg", der die Gemüter schon mal in Wallung brachte und ein exzellenter Begleiter zu dem umfangreichen Amuse bouche mit gratinierter Auster, Fischsüppchen mit Safran und Kalt-warmen von Topinambur und Kürbiskern mit Krebsfleisch war. Im Zwischengang überraschte die Auberge dann mit einem Filet von der Rotbarbe in einer Langoustinenbisque gedünstet, Kartoffelpurrée mit Olivenöl, Fondue aus Fenchel und rotem Paprika - klingt in der Tat länger als die Portionsgröße am Ende war. Auch hier bewies sich die Weinwahl als vortrefflich. Der "Pinot Gris Rittersberg 2008 Classique" behauptete sich unfassbar gut zu den vielfältigen Aromen des Essens, wo er doch im Grunde noch so ein junges Ding ist.
Klar, dass zum Hauptgang, einem mächtigen Tournedo Rossini, ein Roter serviert wurde. Wobei so klar gar nicht, denn aus eigener Erfahrung wissen wir, dass gereifte Rieslinge hier durchaus auch nicht fehl am PLatz sind! In diesem Fall aber vergnügten wir uns mit einem Glas "Pinot Noir Rittersberg 2008 Grand Réserve".
Den Nachtisch hätten wir fast nicht mehr geschafft, war er doch nahezu ein eigenständiges Menue. In Safran eingelegte Birne, weißes Mousse au chocolat, Vanilleeis, Cappuccino von Vanille-Safran und einem Birnenpanacotta hatten die Aufgabe gegen den "Gewürztraminer Rittersberg 2005 Vieilles Vignes" anzutreten.
Danach war dringend Verdauungsspaziergang im Weinberg vom Rittersberg angesagt, um gleichzeitig von Bernd Koppenhoefer die Philosophie des Weinguts erklärt zu bekommen. Die Domaine ist seit 2009 offiziell für den biologischen Anbau zertifiziert und stellt in diesem Jahr auf biodynamischen Weinbau um.

Gleich danach ging's noch ab in die Probierstube, damit wir uns einmal durch's Sortiment kämpfen konnten. Das Endergebnis: unsere Entscheidung Jean-Paul Schmitt ins Sortiment aufzunehmen, war mehr als goldrichtig!
Wenn wir jetzt schreiben, dass wir am späten Nachmittag in unser Hotel aufgebrochen sind, um uns zum einen ein Stündchen zu erholen und zum anderen im angeschlossenen Restaurant Abend zu essen, dann mag das nach Völlerei klingen. Und ja! Das war es auch. So wird es uns aber unseren kompletten Weg durch Frankreich noch gehen....
Also, eingecheckt im traumhaften Hôtel de L'Illwald, mitten auf dem platten Land zwar, aber ein entzückendes Örtchen.

Zum Essen dann also in die Auberge. Und hier die gleiche positive Erfahrung wie schon in Strasbourg: gereifte, elsässische Schätzchen auf der Weinkarte!
Erstes "Experiment":
Domaine Sylvie Spielmann
Riesling Grand Cru
Kanzlerberg 1999

Wow, wow, wow. Nullkommanull Alterungsnoten, keine Oxidation, gar nichts. Frisch und fruchtig mit dem typischen Rieslingsäurespiel steht er noch nahezu hellgelb wie eine Eins im Glas! Die Vorspeisen "Variationen von der Entenstopfleber" und "Hausgebeizter Lachs".
Enttäuschend dagegen die 2. Wahl des Abends:
Trimbach
Pinot Gris
Réserve 2002
Wer davon noch was im Keller hat, sollte ihn schnellstens austrinken! Deutlich überreif und oxidative Noten machten diesen Grauburgunder zu keinem übermäßigen Trinkgenuss. Da hatten wir uns etwas anderes vorgestellt! Gut, dass wir mit einem kräftig gewürzten "Schweinerücken mit Chorizo" (ok, nicht gerade typisch für's Elsass) und einem "nur" 800g schweren "Côte du Boeuf" vom Allerfeinsten dagegen "anessen" konnten.
Mit dem dementsprechend gefüllten Magen und auch ein wenig weinselig konnte der Tag aber glücklich und zufrieden beschlossen werden.
Von Baden ging's am Samstag schnurstracks nach Strasbourg. Schnell im Hotel eingecheckt,

das Auto in der Tiefgarage versteckt und ab in die Innenstadt. Dank eines DER FEINSCHMECKER Restaurant-Tipps verschlug es uns

- vorbei an leider schon geschlossenen Delikatessenläden -
in das äußerst charmante Restaurant L'Atable77. Erste erfreuliche Feststellung nach dem Blick in die Weinkarte, die Elsässer unterliegen nicht dem Jungweinwahn.
Alle heimischen Rieslinge oder Pinots erfreuten sich eines gereiften Alters. Welch Trinkvergnügen! Gestartet haben wir dann also erst mal mit einem FläschchenAlbert Mann
Riesling Grand Cru
Schlossberg 2007
Das Ganze als passende Begleitung zu Kalbsbries und Jakobsmuschelcarpaccio mit Orangenvinaigrette.
Es folgte eine 2. Flasche, an die wir uns dank fehlender Fotodokumentation heute nicht mehr so ganz genau erinnern können, außer dass sie auch köstlich war. Das Fotografieren mussten wir zum Hauptgang der Höflichkeit halber leider einstellen, da man uns am Nachbartisch schon als Restauranttester entlarvt glaubte.
Das L'Atable77 ist aber am Ende mit seinem modernen Ambiente, dem sehr aufmerksamen Service, einer umfangreichen Weinkarte und dem modern interpretierten elsässischen Gerichten auf jeden Fall eine dicke Weiterempfehlung wert.
Am folgenden Sonntag, 14.03.2010, folgten wir sehr gerne der Einladung unseres "neuen" Winzers Jean-Paul Schmitt und seinem Partner Bernd Koppenhoefer nach Scherwiller zu einem Degustationsmenue mit Weinen der Domaine Jean-Paul Schmitt. Also ging es auf direktem Weg in die Auberge Ramstein zum 4-gängigen Mittagessen.
Erst ein Schluck des fantastischen "Crémant D'Alsace Rittersberg", der die Gemüter schon mal in Wallung brachte und ein exzellenter Begleiter zu dem umfangreichen Amuse bouche mit gratinierter Auster, Fischsüppchen mit Safran und Kalt-warmen von Topinambur und Kürbiskern mit Krebsfleisch war. Im Zwischengang überraschte die Auberge dann mit einem Filet von der Rotbarbe in einer Langoustinenbisque gedünstet, Kartoffelpurrée mit Olivenöl, Fondue aus Fenchel und rotem Paprika - klingt in der Tat länger als die Portionsgröße am Ende war. Auch hier bewies sich die Weinwahl als vortrefflich. Der "Pinot Gris Rittersberg 2008 Classique" behauptete sich unfassbar gut zu den vielfältigen Aromen des Essens, wo er doch im Grunde noch so ein junges Ding ist.
Den Nachtisch hätten wir fast nicht mehr geschafft, war er doch nahezu ein eigenständiges Menue. In Safran eingelegte Birne, weißes Mousse au chocolat, Vanilleeis, Cappuccino von Vanille-Safran und einem Birnenpanacotta hatten die Aufgabe gegen den "Gewürztraminer Rittersberg 2005 Vieilles Vignes" anzutreten.
Danach war dringend Verdauungsspaziergang im Weinberg vom Rittersberg angesagt, um gleichzeitig von Bernd Koppenhoefer die Philosophie des Weinguts erklärt zu bekommen. Die Domaine ist seit 2009 offiziell für den biologischen Anbau zertifiziert und stellt in diesem Jahr auf biodynamischen Weinbau um.
Gleich danach ging's noch ab in die Probierstube, damit wir uns einmal durch's Sortiment kämpfen konnten. Das Endergebnis: unsere Entscheidung Jean-Paul Schmitt ins Sortiment aufzunehmen, war mehr als goldrichtig!
Wenn wir jetzt schreiben, dass wir am späten Nachmittag in unser Hotel aufgebrochen sind, um uns zum einen ein Stündchen zu erholen und zum anderen im angeschlossenen Restaurant Abend zu essen, dann mag das nach Völlerei klingen. Und ja! Das war es auch. So wird es uns aber unseren kompletten Weg durch Frankreich noch gehen....
Also, eingecheckt im traumhaften Hôtel de L'Illwald, mitten auf dem platten Land zwar, aber ein entzückendes Örtchen.

Zum Essen dann also in die Auberge. Und hier die gleiche positive Erfahrung wie schon in Strasbourg: gereifte, elsässische Schätzchen auf der Weinkarte!
Domaine Sylvie Spielmann
Riesling Grand Cru
Kanzlerberg 1999

Wow, wow, wow. Nullkommanull Alterungsnoten, keine Oxidation, gar nichts. Frisch und fruchtig mit dem typischen Rieslingsäurespiel steht er noch nahezu hellgelb wie eine Eins im Glas! Die Vorspeisen "Variationen von der Entenstopfleber" und "Hausgebeizter Lachs".
Enttäuschend dagegen die 2. Wahl des Abends:
Trimbach
Pinot Gris
Réserve 2002
Wer davon noch was im Keller hat, sollte ihn schnellstens austrinken! Deutlich überreif und oxidative Noten machten diesen Grauburgunder zu keinem übermäßigen Trinkgenuss. Da hatten wir uns etwas anderes vorgestellt! Gut, dass wir mit einem kräftig gewürzten "Schweinerücken mit Chorizo" (ok, nicht gerade typisch für's Elsass) und einem "nur" 800g schweren "Côte du Boeuf" vom Allerfeinsten dagegen "anessen" konnten.
Mit dem dementsprechend gefüllten Magen und auch ein wenig weinselig konnte der Tag aber glücklich und zufrieden beschlossen werden.
13. April 2010
Von Rotwild, Pinot und einer aufgeräumten Hexenküche | Reise Review 3
Samstag, 13. März 2010 - endlich Sonne! Auf, auf nach Baden, genauer gesagt in den Kraichgau nach Bruchsal. Wer hätte gedacht, dass Bruchsal so viel zu bieten hat. Unter anderem findet man hier eines der schönsten Barockschlösser Deutschlands. Leider war die Zeit aber zu knapp, um eine ausgiebige Sightseeing-Tour zu machen.... Deshalb gleich zum Weingut Klumpp, das am Stadtrand von Bruchsal liegt.

Freundlich von "Patronin" Marietta Klumpp, die an diesem Tag dank ausgeflogenem Ehemann und Söhnen die "Alleinherrschaft" über Hof und Keller hatte, empfangen, stürzten wir uns gleich in die umfangreiche Weinprobe. Endlich konnten wir den neuen Jahrgang 2009 verkosten, denn im Laden waren wir schon seit Wochen klumpptechnisch trocken gefallen.
Manchmal entdeckt man dann sogar bei seinem Winzer, von dem man dachte, man kennt das Sortiment, doch noch eine Überraschung. So auch bei Klumpp. Irgendwie war uns die Existenz von "ROT WILD" wohl bisher entgangen.
Dieser Perlwein ist genau das Richtige für heiße Sommertage. Dahinter verbirgt sich eine Weißweincuvée, die außerdem mit Johannisbeersaft "angereichert" ist und somit mehr einem spritzigen, leicht säuerlichen Erfrischungsgetränk gleicht, dem man die nur 7% Alkohol sowieso nicht anmerkt, geschweige denn, dass man diese schmeckt. Ein herrlicher Aperitif oder Begleiter durch einen lauen Sommerabend.
Auch ansonsten präsentierte sich der neue Jahrgang mehr als positiv im Glas. Alle Weine haben eine feine Säurestruktur abbekommen, ohne dass die Frucht darunter leidet! Insbesondere der Riesling ist eleganter denn je. Dank der Gastgeberin, wie sie übrigens im Buche steht, konnte uns die nicht enden wollende Verkostungsreihe auch nichts anhaben. So schnell habe ich noch nie eine köstliche Brotzeit auf den Tisch fliegen sehen. Danke, Marietta!
Frisch gestärkt konnten wir dann also die Kellerführung angehen. Begleitet von Familienneumitglied Schäferhund "Pinot", der ganze stolz der Familie,
ging es los. Zugegebenermaßen ähneln sich die Keller der deutschen Winzer sehr - zumindest wenn erst neuerlich modernisiert wurde oder der Betrieb noch verhältnismäßig jung ist, wie im Falle Klumpp.
Nach diesem letzten Rundgang auf badischen Boden und guten vier Stunden Aufenthalt im Kraichgau, wurde es dann auch langsam Zeit für uns nach Frankreich zu schielen. Denn es sollte noch am gleichen Tag heißen: Elsass, wir kommen!
Fotos: Weinlounge Hamburg
Freundlich von "Patronin" Marietta Klumpp, die an diesem Tag dank ausgeflogenem Ehemann und Söhnen die "Alleinherrschaft" über Hof und Keller hatte, empfangen, stürzten wir uns gleich in die umfangreiche Weinprobe. Endlich konnten wir den neuen Jahrgang 2009 verkosten, denn im Laden waren wir schon seit Wochen klumpptechnisch trocken gefallen.
Manchmal entdeckt man dann sogar bei seinem Winzer, von dem man dachte, man kennt das Sortiment, doch noch eine Überraschung. So auch bei Klumpp. Irgendwie war uns die Existenz von "ROT WILD" wohl bisher entgangen.
Dieser Perlwein ist genau das Richtige für heiße Sommertage. Dahinter verbirgt sich eine Weißweincuvée, die außerdem mit Johannisbeersaft "angereichert" ist und somit mehr einem spritzigen, leicht säuerlichen Erfrischungsgetränk gleicht, dem man die nur 7% Alkohol sowieso nicht anmerkt, geschweige denn, dass man diese schmeckt. Ein herrlicher Aperitif oder Begleiter durch einen lauen Sommerabend.
Auch ansonsten präsentierte sich der neue Jahrgang mehr als positiv im Glas. Alle Weine haben eine feine Säurestruktur abbekommen, ohne dass die Frucht darunter leidet! Insbesondere der Riesling ist eleganter denn je. Dank der Gastgeberin, wie sie übrigens im Buche steht, konnte uns die nicht enden wollende Verkostungsreihe auch nichts anhaben. So schnell habe ich noch nie eine köstliche Brotzeit auf den Tisch fliegen sehen. Danke, Marietta!
Frisch gestärkt konnten wir dann also die Kellerführung angehen. Begleitet von Familienneumitglied Schäferhund "Pinot", der ganze stolz der Familie,
ging es los. Zugegebenermaßen ähneln sich die Keller der deutschen Winzer sehr - zumindest wenn erst neuerlich modernisiert wurde oder der Betrieb noch verhältnismäßig jung ist, wie im Falle Klumpp.
Nach diesem letzten Rundgang auf badischen Boden und guten vier Stunden Aufenthalt im Kraichgau, wurde es dann auch langsam Zeit für uns nach Frankreich zu schielen. Denn es sollte noch am gleichen Tag heißen: Elsass, wir kommen!
Fotos: Weinlounge Hamburg
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2. April 2010
Da, wo die Funklöcher am größten sind | Reise Review 2
Vom Rheinhessischen ging es am frühen Freitagmorgen des 12. März 2010 weiter Richtung Pfalz und damit auch Richtung "größtes zusammenhängendes Funkloch" unserer Reise. Genauer gesagt aber fuhren wir nach Deidesheim. Kleine Stadt im Herzen der Pfalz, die bei gutem Wetter, sommerlichen Temperaturen und vielen Touristen sicherlich ihren ganz eigenen Charme hat und einen Besuch wert ist. Gut, an einem kalten, grauen, verregneten Vormittag ist der Besuch von Deidesheim nicht wirklich empfehlenswert.

Zur Verdeutlichung mal ein paar Öffnungszeiten: Café "Central" ab 14.00 Uhr, Filmmuseum (nur Mittwoch bis Sonntag) ab 14.00 Uhr, Museum für Weinkultur (ebenfalls nur Mittwoch bis Sonntag) ab 15.00 Uhr, Weinbar Krack ab 14.00 Uhr und und und..... Wir hätten zum Mittagessen vielleicht den Deidesheimer Hof wählen können. Da wir uns aber ausgerechnet an diesem Tag nicht wie 65 Jahre alt gefühlt haben, haben wir mal darauf verzichtet.
Highlight blieb somit die durchgängig geöffnete (!) Schlecker-Filiale, um uns mit Getränken zu versorgen.
Also, auf gen ersten Termin des Tages: Verkostung bei Müller-Catoir in Neustadt-Haardt. Vorher noch ein ambitioniertes, aber am Ende doch eher bodenständiges Mittagessen im einzigen Restaurant des Ortes, dem "Mandelhof", der sich selber als Restaurant, Hotel und Kunstgalerie versteht. Nun denn, mit Grundlage im Magen also ins Müller-Catoir'sche Anwesen,


um im Verkostungsraum mit beeindruckend bemalter, historischer Kassettendecke Altes und Neues zu probieren.
Besonders begeistert hat die "Mandelring Scheurebe Spätlese 2008".

In der Nase schon eine beeindruckende Frische, die man von einem halbtrockenen Wein mit rund 90g Restzucker gar nicht erwartet hätte, und fetten Aromen von Pampelmuse. Keine Spur von Süße. Der erste Eindruck am Gaumen ist dann auch eine angenehme Säure, die den Wein frisch und lebendig macht, sowie der zweite Eindruck sofort die Grapefruit wieder aufgreift. Der Fruchtgeschmack explodiert förmlich. Die gar nicht klebrige Restsüße sorgt dafür, dass der Wein noch lange im Mund in Erinnerung bleibt. Dieser Tropfen ist vielleicht nicht gerade ein "Zechwein", aber als Essensbegleiter ist er in jedem Fall eine Wucht. Am besten zu süß-saurem Asiatischen, Käse oder Nachtisch.
Und weil uns der Wein so gut gefallen hat, wurden davon gleich mal ein paar Flaschen für das heimische Ladenregal geordert. Wie übrigens auch vom Sauvignon Blanc, der Ende Mai eintrudeln sollte, und von dem es nur 120 Flaschen bei uns geben wird, da die Mengen rigoros zugeteilt werden.
Zwei Stündchen später dann Abfahrt aus Haardt weiter durch die Pfalz, weiter in den Süden. Nächste Station sollte das Weingut Stern sein, um Jungwinzertalent Dominic Stern zu treffen. So brachte uns das Navigationssystem sicher nach Hochstadt.


Was für ein herzlicher Empfang! Auch hier haben wir uns gleich, an der Brennblase

vorbei, in den Keller führen lassen, um die aktuellen Fassproben zu probieren. Man muss ja schließlich wissen, was man so demnächst wieder im Laden hat!

So viel Zeit wollten wir Dominic auch gar nicht stehlen, da er mitten in den Vorbereitungen (selber zum letzten Mal probieren) für die für's Wochenende geplante Abfüllung steckte.
Also, Abfahrt zur Endstation des Tages nach rund 200km durch deutsche Landen: das Seehaus Forelle Haeckenhaus in Ramsen.

Ein echter Geheimtipp übrigens, denn noch nicht mal der gemeine Pfälzer an sich hatte davon vorher schon einmal gehört. Entsprechend schwierig, weil inmitten eines dunklen Walds gelegen, war es auch zu finden. Da das Hotel mit einem gemütlichen Restaurant ausgestattet ist, dessen Spezialität (wen wundert's?) natürlich Forelle in diversen Varianten ist, konnten wir hier den Abend dann entsprechend besinnlich bei eben Forelle und Rehfilet ausklingen lassen - ohne jegliche Anbindung an das deutsche Vodafonenetz ..... das sollte sich in Baden am nächsten Tag aber, Gott sei Dank, ändern!
Fortsetzung folgt!
Fotos: Weinlounge Hamburg

Zur Verdeutlichung mal ein paar Öffnungszeiten: Café "Central" ab 14.00 Uhr, Filmmuseum (nur Mittwoch bis Sonntag) ab 14.00 Uhr, Museum für Weinkultur (ebenfalls nur Mittwoch bis Sonntag) ab 15.00 Uhr, Weinbar Krack ab 14.00 Uhr und und und..... Wir hätten zum Mittagessen vielleicht den Deidesheimer Hof wählen können. Da wir uns aber ausgerechnet an diesem Tag nicht wie 65 Jahre alt gefühlt haben, haben wir mal darauf verzichtet.
Highlight blieb somit die durchgängig geöffnete (!) Schlecker-Filiale, um uns mit Getränken zu versorgen.
Also, auf gen ersten Termin des Tages: Verkostung bei Müller-Catoir in Neustadt-Haardt. Vorher noch ein ambitioniertes, aber am Ende doch eher bodenständiges Mittagessen im einzigen Restaurant des Ortes, dem "Mandelhof", der sich selber als Restaurant, Hotel und Kunstgalerie versteht. Nun denn, mit Grundlage im Magen also ins Müller-Catoir'sche Anwesen,

um im Verkostungsraum mit beeindruckend bemalter, historischer Kassettendecke Altes und Neues zu probieren.
Besonders begeistert hat die "Mandelring Scheurebe Spätlese 2008".

In der Nase schon eine beeindruckende Frische, die man von einem halbtrockenen Wein mit rund 90g Restzucker gar nicht erwartet hätte, und fetten Aromen von Pampelmuse. Keine Spur von Süße. Der erste Eindruck am Gaumen ist dann auch eine angenehme Säure, die den Wein frisch und lebendig macht, sowie der zweite Eindruck sofort die Grapefruit wieder aufgreift. Der Fruchtgeschmack explodiert förmlich. Die gar nicht klebrige Restsüße sorgt dafür, dass der Wein noch lange im Mund in Erinnerung bleibt. Dieser Tropfen ist vielleicht nicht gerade ein "Zechwein", aber als Essensbegleiter ist er in jedem Fall eine Wucht. Am besten zu süß-saurem Asiatischen, Käse oder Nachtisch.
Und weil uns der Wein so gut gefallen hat, wurden davon gleich mal ein paar Flaschen für das heimische Ladenregal geordert. Wie übrigens auch vom Sauvignon Blanc, der Ende Mai eintrudeln sollte, und von dem es nur 120 Flaschen bei uns geben wird, da die Mengen rigoros zugeteilt werden.
Zwei Stündchen später dann Abfahrt aus Haardt weiter durch die Pfalz, weiter in den Süden. Nächste Station sollte das Weingut Stern sein, um Jungwinzertalent Dominic Stern zu treffen. So brachte uns das Navigationssystem sicher nach Hochstadt.


Was für ein herzlicher Empfang! Auch hier haben wir uns gleich, an der Brennblase

vorbei, in den Keller führen lassen, um die aktuellen Fassproben zu probieren. Man muss ja schließlich wissen, was man so demnächst wieder im Laden hat!
So viel Zeit wollten wir Dominic auch gar nicht stehlen, da er mitten in den Vorbereitungen (selber zum letzten Mal probieren) für die für's Wochenende geplante Abfüllung steckte.
Also, Abfahrt zur Endstation des Tages nach rund 200km durch deutsche Landen: das Seehaus Forelle Haeckenhaus in Ramsen.
Ein echter Geheimtipp übrigens, denn noch nicht mal der gemeine Pfälzer an sich hatte davon vorher schon einmal gehört. Entsprechend schwierig, weil inmitten eines dunklen Walds gelegen, war es auch zu finden. Da das Hotel mit einem gemütlichen Restaurant ausgestattet ist, dessen Spezialität (wen wundert's?) natürlich Forelle in diversen Varianten ist, konnten wir hier den Abend dann entsprechend besinnlich bei eben Forelle und Rehfilet ausklingen lassen - ohne jegliche Anbindung an das deutsche Vodafonenetz ..... das sollte sich in Baden am nächsten Tag aber, Gott sei Dank, ändern!
Fortsetzung folgt!
Fotos: Weinlounge Hamburg
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30. März 2010
"Mashed Potatoe Smash" presented by Weinlounge TV
We are very proud to present a brand new episode of WEINLOUNGE TV featuring "Cooking with Ueno San". Reason for the event was the visit of Japanese bartender Hidetsugu Ueno from Tokyo, who is owner of Bar High Five and famous for his ice diamonds all over the world!
Enjoy an exclusive interview and live performance of "Anchorman" Mr. Meyer with "Shakerman" Mr. Schulten about their very own intrepretation of a "main course cocktail" inspired of course by the main course "Tafelspitz with mashed potatoes and vegetables"....
Watch the incredible and fantastic creation of the "Mashed Potatoe Smash"!
Copyright: Weinlounge Hamburg
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26. März 2010
Jetzt geht's los.... | Reise Review 1
Wie die meisten wissen, sind wir am Mittwoch, 10. März 2010, zu unserer großen "Tour de Allemagne et France" gestartet, um Weingüter zu besuchen, Winzer zu treffen und neue Eindrücke zu gewinnen. Die Reisebeschreibung wollen wir natürlich nicht schuldig bleiben, und so startet hier unsere kleine Reise Review.
Los ging es leider sehr spät an jenem Mittwoch zum ersten kurzen Zwischenstopp in Düsseldorf. Im Auto (vorerst): 1 Koffer, 1 Reisetasche, 2 Kleidersäcke und 2 Computer - und kurzfristig 2 Katzen.
Nach einer relativ kurzen Nacht konnten wir am Donnerstagmorgen dann aber endlich durchstarten in Richtung der deutschen Weinanbaugebiete. Die ersten Autobahnkilometer führten uns zunächst in den Rheingau mit einem kurzen Fotostopp à la "japanischer Tourist" zu Schloss Vollrads.
Schnell bei blauem Himmel und Sonne den historischen Wohnturm fotografiert und wieder ins Auto gehüpft, um mittels Fähre den Rhein gen Rheinhessen zu überqueren. Das eigentlich wohl verdiente Mittagessen musste leider ausfallen, da unser präferiertes Restaurant "Kronenschlösschen" in Eltville ausgerechnet an diesem Mittag geschlossen hatte - Rheingau Gourmet Festival sei Dank!
Next stop: das beschauliche Appenheim in Rheinhessen - Termin mit unserem Winzer Jürgen Hofmann* zur Verkostung des neuen Jahrgangs 2009.
Lecker Stöffchen, was der Herr Hofmann da wieder in die Flasche gebracht hat. Insbesondere bei seinem "Sauvignon Blanc" QbA trocken 2009 hat er wieder mal ein Schippchen oben draufgelegt, wie wir finden... Dieses Jahr ist ihm der Sauvignon Blanc noch eine Spur eleganter gelungen. Die vollreifen exotischen Früchte sind eher der Stachelbeere gewichen und die zarte Säure passt sich gut in dieses neue Geschmacksbild ein. Genau der richtige Wein für Genießer, die sich nicht zwischen einem Sauvignon Blanc aus Frankreich oder Südafrika entscheiden können, sondern lieber etwas Einzigartiges haben möchten!


Logischerweise haben wir nicht nur das probiert, was schon gefüllt ist, sondern sind zudem in Jürgens kleine Stahltank- und Barrique-Keller gestiegen, um auch erste Fassproben in rot und weiß zu verkosten. Und eins steht fest, genauso wie bei den ersten Abgefüllten, ist hier ebenfalls schon das großartige Potential des 2009er Jahrgangs zu erkennen. Wir dürfen also gespannt sein und in Vorfreude schwelgen!
Besonders froh sind wir, dass es in diesem Jahr endlich wieder eine "FUSION II" von Jürgen und Ehefrau Carolin geben wird, nachdem der Jahrgang 2008 ausfallen musste. Grund dafür war das natürliche Stoppen der Spontangärung, was dazu geführt hat, dass der Restzucker nicht weiter verstoffwechselt worden ist. Also ist der Wein "lieblich" geblieben und nicht mehr "trocken" geworden ist.
Nach dieser ausführlichen Probe also, bei der natürlich kräftig gespuckt worden ist, führte uns der Weg zu unserem Tagesziel, nämlich in das beschauliche Harxheim in Rheinhessen, wo wir in der entzückenden Pension Reßler ein Zimmer gebucht hatten.
Das Abendessen allerdings sollte in der Königsmühle bei Dirk Würtz eingenommen werden, wo schon standesgemäß die Holzkohle für ein großes Stück Rindfleisch für 5 zum Glühen gebracht worden ist.
Was sollen wir sagen? Der Abend endete feucht-fröhlich

mit den beiden Gastgebern Winzer Dirk Würtz und seiner Frau Gabi, die tolle mediterrane Kartoffeln zum Fleisch gezaubert hatte sowie Michael Gmall, der uns bei der Übernachtungsorganisation in Harxheim geholfen und uns mit einem Glas Champagner willkommen geheißen hat....!
Tausend Dank!!!!
*Jürgen Hofmann wird übrigens einer unserer Gastwinzer auf der 2. Wineries Flight Night am Freitag, 07. Mai 2010, ab 20.00h in der Weinlounge Hamburg sein, wo er auch die Weine seiner Frau Carolin vom Weingut Willems-Willems von der Saar vorstellen wird.
Fotos: Weinlounge Hamburg
Los ging es leider sehr spät an jenem Mittwoch zum ersten kurzen Zwischenstopp in Düsseldorf. Im Auto (vorerst): 1 Koffer, 1 Reisetasche, 2 Kleidersäcke und 2 Computer - und kurzfristig 2 Katzen.
Nach einer relativ kurzen Nacht konnten wir am Donnerstagmorgen dann aber endlich durchstarten in Richtung der deutschen Weinanbaugebiete. Die ersten Autobahnkilometer führten uns zunächst in den Rheingau mit einem kurzen Fotostopp à la "japanischer Tourist" zu Schloss Vollrads.
Schnell bei blauem Himmel und Sonne den historischen Wohnturm fotografiert und wieder ins Auto gehüpft, um mittels Fähre den Rhein gen Rheinhessen zu überqueren. Das eigentlich wohl verdiente Mittagessen musste leider ausfallen, da unser präferiertes Restaurant "Kronenschlösschen" in Eltville ausgerechnet an diesem Mittag geschlossen hatte - Rheingau Gourmet Festival sei Dank!Next stop: das beschauliche Appenheim in Rheinhessen - Termin mit unserem Winzer Jürgen Hofmann* zur Verkostung des neuen Jahrgangs 2009.
Lecker Stöffchen, was der Herr Hofmann da wieder in die Flasche gebracht hat. Insbesondere bei seinem "Sauvignon Blanc" QbA trocken 2009 hat er wieder mal ein Schippchen oben draufgelegt, wie wir finden... Dieses Jahr ist ihm der Sauvignon Blanc noch eine Spur eleganter gelungen. Die vollreifen exotischen Früchte sind eher der Stachelbeere gewichen und die zarte Säure passt sich gut in dieses neue Geschmacksbild ein. Genau der richtige Wein für Genießer, die sich nicht zwischen einem Sauvignon Blanc aus Frankreich oder Südafrika entscheiden können, sondern lieber etwas Einzigartiges haben möchten!

Logischerweise haben wir nicht nur das probiert, was schon gefüllt ist, sondern sind zudem in Jürgens kleine Stahltank- und Barrique-Keller gestiegen, um auch erste Fassproben in rot und weiß zu verkosten. Und eins steht fest, genauso wie bei den ersten Abgefüllten, ist hier ebenfalls schon das großartige Potential des 2009er Jahrgangs zu erkennen. Wir dürfen also gespannt sein und in Vorfreude schwelgen!
Besonders froh sind wir, dass es in diesem Jahr endlich wieder eine "FUSION II" von Jürgen und Ehefrau Carolin geben wird, nachdem der Jahrgang 2008 ausfallen musste. Grund dafür war das natürliche Stoppen der Spontangärung, was dazu geführt hat, dass der Restzucker nicht weiter verstoffwechselt worden ist. Also ist der Wein "lieblich" geblieben und nicht mehr "trocken" geworden ist.
Nach dieser ausführlichen Probe also, bei der natürlich kräftig gespuckt worden ist, führte uns der Weg zu unserem Tagesziel, nämlich in das beschauliche Harxheim in Rheinhessen, wo wir in der entzückenden Pension Reßler ein Zimmer gebucht hatten.
Das Abendessen allerdings sollte in der Königsmühle bei Dirk Würtz eingenommen werden, wo schon standesgemäß die Holzkohle für ein großes Stück Rindfleisch für 5 zum Glühen gebracht worden ist.
Was sollen wir sagen? Der Abend endete feucht-fröhlich

mit den beiden Gastgebern Winzer Dirk Würtz und seiner Frau Gabi, die tolle mediterrane Kartoffeln zum Fleisch gezaubert hatte sowie Michael Gmall, der uns bei der Übernachtungsorganisation in Harxheim geholfen und uns mit einem Glas Champagner willkommen geheißen hat....!
Tausend Dank!!!!
*Jürgen Hofmann wird übrigens einer unserer Gastwinzer auf der 2. Wineries Flight Night am Freitag, 07. Mai 2010, ab 20.00h in der Weinlounge Hamburg sein, wo er auch die Weine seiner Frau Carolin vom Weingut Willems-Willems von der Saar vorstellen wird.
Fotos: Weinlounge Hamburg
Vom Feinschmecker verwöhnt
Von der Zeitschrift DER FEINSCHMECKER verwöhnt werden wir in seiner aktuellen Ausgabe Heft 4 April 2010.

In der Rubrik "Wein Runde" geht es diesmal um den fantastischen Rioja-Jahrgang 2004. In den Test kamen ausschließlich Reserva-Qualitäten, die laut Feinschmecker "das Herzstück der Rotweinkultur in der Rioja" bilden.
Mitverkostet in der Kategorie "Die modernen Mineralischen" wurde auch unser Medrano-Irazu Reserva 2004 von der Bodega Medrano Irazu - 0,75l für 14,50 Euro. Für die Jury "ein Wein mit ausgewogenen Proportionen, dessen etwas strenger Bau nicht über seine Mineralität hinwegtäuschen kann - und auch nicht darüber, dass er noch ein großes Entwicklungspotenzial hat."
Abbildung: Der Feinschmecker Heft 4 April 2010

In der Rubrik "Wein Runde" geht es diesmal um den fantastischen Rioja-Jahrgang 2004. In den Test kamen ausschließlich Reserva-Qualitäten, die laut Feinschmecker "das Herzstück der Rotweinkultur in der Rioja" bilden.
Mitverkostet in der Kategorie "Die modernen Mineralischen" wurde auch unser Medrano-Irazu Reserva 2004 von der Bodega Medrano Irazu - 0,75l für 14,50 Euro. Für die Jury "ein Wein mit ausgewogenen Proportionen, dessen etwas strenger Bau nicht über seine Mineralität hinwegtäuschen kann - und auch nicht darüber, dass er noch ein großes Entwicklungspotenzial hat."
Abbildung: Der Feinschmecker Heft 4 April 2010
10. März 2010
Wenn einer eine Reise tut... | Reiseversprechen Teil 2
Weiter geht es mit unserer Reiseroute - immer dem guten Geschmack nach und auf der Suche nach Neuem für Sie! Am 15. März wird der erste Teil unserer Weinreise, die übrigens heute beginnt, hinter uns liegen und wir werden das schöne, aber zur Zeit ebenfalls kalte, Elsass Richtung Champagne hinter uns lassen.
In der Champagne ist prickelnde Inspiration angesagt. Kreidekeller und Co. wir kommen. Was dann folgt ist Paris, Paris! Doch das soll noch nicht das Ende gewesen sein. Immer mit dem Auftrag Wein zu entdecken, schließen wir diesen "kleinen Auftrag" mit dem Besuch der proWein in Düsseldorf ab. Die größte internationale Weinmesse bietet uns einmal mehr die Möglichkeit, auf Reise zu gehen, um auch noch den Rest der Welt zu verkosten! Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt darauf, wieder in unsere Weinlounge Hamburg zurückzukehren und unsere Reiseerlebnisse mit Ihnen zu teilen.
Seien Sie also herzlich eingeladen, ab dem 24. März auf ein Gläschen vorbeizuschauen und zu hören, ob auf dem Weingut Müller-Catoir wirklich so viele Mandelbäume stehen oder die Kreidekeller in Reims in der Tat so beeindruckend sind...

Santé!
In der Champagne ist prickelnde Inspiration angesagt. Kreidekeller und Co. wir kommen. Was dann folgt ist Paris, Paris! Doch das soll noch nicht das Ende gewesen sein. Immer mit dem Auftrag Wein zu entdecken, schließen wir diesen "kleinen Auftrag" mit dem Besuch der proWein in Düsseldorf ab. Die größte internationale Weinmesse bietet uns einmal mehr die Möglichkeit, auf Reise zu gehen, um auch noch den Rest der Welt zu verkosten! Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt darauf, wieder in unsere Weinlounge Hamburg zurückzukehren und unsere Reiseerlebnisse mit Ihnen zu teilen.
Seien Sie also herzlich eingeladen, ab dem 24. März auf ein Gläschen vorbeizuschauen und zu hören, ob auf dem Weingut Müller-Catoir wirklich so viele Mandelbäume stehen oder die Kreidekeller in Reims in der Tat so beeindruckend sind...

Santé!
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8. März 2010
Wenn einer eine Reise tut... | Reiseversprechen Teil 1
Manchmal muss man den vertrauten Ort des täglichen Lebens verlassen, um neue Eindrücke zu sammeln, noch mehr interessante Menschen kennen zu lernen und, wie in unserem Fall, mit vielen spannenden Geschichten rund um Weingüter und Weine zurück zu kehren. Im Idealfall bleibt es aber nicht bei Geschichten, sondern Sie finden unsere Neuentdeckungen kurze zeit später in unseren Regalen wieder...
Und genau aus diesem Grund werden wir uns Mitte März (genauer gesagt am 10. des Monats) für einige Tage auf unsere jährliche Weinreise, die uns diesmal durch Deutschland nach Frankreich führt, begeben, um Ihnen bald spannendes Neues vorsetzen zu können.
Wenn Sie heute schon Lust haben, weiter zu lesen, können Sie bereits jetzt der geplanten Reiseroute Teil 1 folgen und Altbekanntes (neu) entdecken...

Bon voyage!
Und genau aus diesem Grund werden wir uns Mitte März (genauer gesagt am 10. des Monats) für einige Tage auf unsere jährliche Weinreise, die uns diesmal durch Deutschland nach Frankreich führt, begeben, um Ihnen bald spannendes Neues vorsetzen zu können.
Wenn Sie heute schon Lust haben, weiter zu lesen, können Sie bereits jetzt der geplanten Reiseroute Teil 1 folgen und Altbekanntes (neu) entdecken...

Bon voyage!
1. März 2010
Fridolin, Karl-Egon und Willi
Zu verdanken hatten wir diesen äußerst gelungenen Abend indes Monsieur Armand Schuster de Ballwil, der aus Bordeaux angereist war, einige kleine Weinschätze im Gepäck hatte, um diese äußerst charmant und informativ zu präsentieren.
Schnell standen die ersten in der Küche und griffen Stefan, unserem fantastischen (Show-) Koch des Abends, unter die Arme, als die Vorspeise, eine "Bouillabaise mit Sauce Rouille", angerichtet werden musste. Dazu im Glas: Château Montlau Entre-Deux-Mers 2008 versus 2009. Aufgrund der doch sehr kräftigen Fischsuppe, die auf Krustentierfond basierte, konnte sich in diesem Fall der Ältere der beiden Weine durchsetzen. Wer allerdings noch eine der letzten Austern ergattern konnte, hatte mit dem 2009er einen perfekten (neueren) Begleiter zum Muscheltier. Mutig wie wir waren, gab's auch noch einen Rotwein, nämlich Château Fontblanche Bordeaux Rouge 2008 - ohne Holzfassausbau, der mit seiner deutlichen Fruchtbetonung ebenfalls hervorragend als Sparringspartner für die Suppe geeignet war!
Der nächste Zwischengang, "mit Lavendelhonig gratinierter Ziegenkäse an Ratatouille-Salat", verlangte dann allerdings nach mehr.
Nämlich mehr Wein. Ins Feld geworfen wurde
1. Château Montlau Bordeuax Supérieur 2007
2. Château Montlau Bordeaux Supérieur 2005 - aus der Magnum -
und in der Verlängerung zu Gang No. 3, den Froschschenkeln mit Vornamen, außerdem noch
3. Château Montlau Bordeaux Supérieur 1997
Doch das Ganze war noch steigerungsfähig - sowohl was die Küche
als auch die Weine betraf.
Auch hier lag der ältere Jahrgang logischerweise eine gute Nasenspitze vorne....Dem Reifungsprozess sei Dank!
Das muss schlussendlich auch der Grund dafür gewesen sein, warum 1997 und 2000 zuerst ausgetrunken waren.

Wer noch genügend "Luft" hatte, konnte zu "Tarte Tatin" und "Créme Brulée" wieder auf den Crémant de Bordeaux zurückgreifen - vielleicht auch, um die Lebensgeister wieder ein wenig zu wecken.
Und die Anekdote zum Rind? Fast hätte es keins (also Rind) gegeben. Hamburg war komplett nämlich ausverkauft. Doch Dank des tapferen Einsatzes einer ganzen Restaurant-Crew konnte noch ein Galloway-Rind aus Schleswig-Holstein aufgetrieben werden....
Fazit: Monsieur Schuster hat tolle Weine präsentiert und unterhaltsame Geschichten zum Besten gegeben. Das ATLAS hat mal wieder einen sensationellen Job gemacht - insbesondere Stefan, unser souveräner Koch, und André, unser aufmerksamer Servicemann!
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Wein-&Winzer-Koch-Event und werden uns ganz bestimmt wieder etwas ganz Besonderes ausdenken.... Und wenn Sie wissen möchten, ob Sie daraus:
hätten naschen dürfen, müssen Sie das nächste Mal einfach dabei sein!
Fotos. Weinlounge Hamburg
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24. Februar 2010
In 4530 Minuten geht die Senkrechte in die Gerade
Anders ausgedrückt, in 75,5 Stunden, nämlich am kommenden Samstag, 27. Februar 2010, startet um 18.00 Uhr unser spannender Bordeaux-Abend mit Monsieur Schuster de Ballwil.
Monsieur Schuster ist Schweizer, genauer gesagt Luzerner. Seit 1970 besitzt er das hoch über dem Dordogne-Tal in Bordeaux gelegene, prächtige Anwesen "Château Montlau". Und nicht nur das. Er ist außerdem Grand-Maître der Connétablie de Guyenne, der bereits 1152 gegründeten ältesten Bordeaux-Winzergilde.
Acht Weine hat er insgesamt im Gepäck - von seinem Schaumwein "Favory", einem Crémant de Bordeaux, bis hin zum Topgewächs "Hors Série", ein Bordeaux Supérieur Fût de Chéne, von dem wir 2 Jahrgänge nebeneinander probieren. Dazwischen lockt noch etwas spritziges Weißes sowie eine weitere 3er Vertikale.
Doch nicht nur die Weine werden ein Ausflug in das Herz Frankreichs. In der offenen Showküche der ATLAS Wohnküche wird uns unser Koch das korrespondierende 5-Gang-Menü zaubern. Fragen dazu sind ausdrücklich erwünscht.
Wir starten mit ein paar Austern zum Aperitif, bevor alle an der Tafel Platz nehmen dürfen, und es ans Eingemachte geht. Während in der Showküche der erste Gang, "Bouillabaisse avec Sauce Rouille", vorbereitet wird, wird Monsieur Schuster die einleitenden Worte zu seinem Château und den ersten Weinen sprechen.
Weiter geht es mit "Tomme de chèvre gratinée avec miel de lavande et une salade de ratatouille", womit wir uns auch gleichzeitig in die erste Vertikale begeben, die wir bis zum dritten Gang "Cuisses de grenouilles sautées à l’ail et au persil" durchziehen. Dieser wird übrigens sicher die Überraschung des Abends, bevor wir uns mit großen Schritten dem Hauptgang "Ragout „à la bourguignon - äh bordelaise -“ avec champignons, légumes et gratin de pommes de terre" nähern. Zu dem erwartet uns die zweite Vertikale. Der Nachtisch wird eine entspannte Runde mit einer "Dessertvariation à la Française". Dazu können sie weiter den Rotwein genießen, einen Schluck Crémant nachverkosten oder einfach nur einen Kaffee trinken.
Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, noch schnell auf unseren Zug ins Bordeaux aufzuspringen, bitte schön! Wir sind uns sicher, nicht nur das Essen und die Weine, sondern ebenso Monsieur Schusters spannende Geschichten werden Ihnen gefallen.....
Das Last-Minute-Ticket lösen Sie für Euro 85,00 pro Person.
Ausschließlich verbindliche Anmeldungen via Telefon 040 - 42 93 87 18, per E-Mail an marketing(at)weinlounge.com oder über unsere Homepage www.weinlounge.com -> Link "Events"
Gegessen & getrunken wird in der
ATLAS Wohnküche | im Phoenixhof | Schützenstrasse 9a | 22761 Hamburg
Foto: Weinlounge Hamburg
Monsieur Schuster ist Schweizer, genauer gesagt Luzerner. Seit 1970 besitzt er das hoch über dem Dordogne-Tal in Bordeaux gelegene, prächtige Anwesen "Château Montlau". Und nicht nur das. Er ist außerdem Grand-Maître der Connétablie de Guyenne, der bereits 1152 gegründeten ältesten Bordeaux-Winzergilde.
Acht Weine hat er insgesamt im Gepäck - von seinem Schaumwein "Favory", einem Crémant de Bordeaux, bis hin zum Topgewächs "Hors Série", ein Bordeaux Supérieur Fût de Chéne, von dem wir 2 Jahrgänge nebeneinander probieren. Dazwischen lockt noch etwas spritziges Weißes sowie eine weitere 3er Vertikale.Doch nicht nur die Weine werden ein Ausflug in das Herz Frankreichs. In der offenen Showküche der ATLAS Wohnküche wird uns unser Koch das korrespondierende 5-Gang-Menü zaubern. Fragen dazu sind ausdrücklich erwünscht.
Wir starten mit ein paar Austern zum Aperitif, bevor alle an der Tafel Platz nehmen dürfen, und es ans Eingemachte geht. Während in der Showküche der erste Gang, "Bouillabaisse avec Sauce Rouille", vorbereitet wird, wird Monsieur Schuster die einleitenden Worte zu seinem Château und den ersten Weinen sprechen.
Weiter geht es mit "Tomme de chèvre gratinée avec miel de lavande et une salade de ratatouille", womit wir uns auch gleichzeitig in die erste Vertikale begeben, die wir bis zum dritten Gang "Cuisses de grenouilles sautées à l’ail et au persil" durchziehen. Dieser wird übrigens sicher die Überraschung des Abends, bevor wir uns mit großen Schritten dem Hauptgang "Ragout „à la bourguignon - äh bordelaise -“ avec champignons, légumes et gratin de pommes de terre" nähern. Zu dem erwartet uns die zweite Vertikale. Der Nachtisch wird eine entspannte Runde mit einer "Dessertvariation à la Française". Dazu können sie weiter den Rotwein genießen, einen Schluck Crémant nachverkosten oder einfach nur einen Kaffee trinken.
Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, noch schnell auf unseren Zug ins Bordeaux aufzuspringen, bitte schön! Wir sind uns sicher, nicht nur das Essen und die Weine, sondern ebenso Monsieur Schusters spannende Geschichten werden Ihnen gefallen.....
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