Normalerweise spricht man von der sprichwörtlichen Spitze des Eisberges. Wir haben gleich drei Bergspitzen im Angebot. Der „Tres Picos“ der Bodegas Borsao gehört zudem zu den „1001 Weinen, die Sie probiert haben sollten, bevor das Leben vorbei ist“, glaubt man dem gleichnamigen Buch von Neill Beckett.
Ob Sie die 1001 Weine voll machen möchten, bleibt ganz alleine Ihnen überlassen. Unseren kraftvollen Spanier sollten Sie aber in jedem Fall probieren, wenn Sie auf komplexe und konzentrierte Rotweine stehen.
Die ältesten Garnacha-Reben des Weinguts liefern die Trauben für diesen exzeptionellen Wein, der erst lange auf der Maische vergoren wird, bevor er in neuen Barriques zur Reifung lagern darf. Angepflanzt sind sie im kleinen Anbaugebiet Campo de Borja, das süd-östlich von Navarra und Rioja liegt, an den Hängen des berühmten Berges Moncayo.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Herbstspaziergang durch den Wald“ wäre wohl die treffendste Beschreibung für die Noten von Unterholz, Brombeere, Pflaume und Vanille, die sich sofort an Nase und Gaumen festklammern, wie Novembernebel am Waldboden. Die Farbe ist so tiefdunkelrot, wie die Stellen, wo kein Sonnenstrahl mehr durch das dichte Geäst dringt. Gönnen Sie dem Wein einen tiefen Atemzug kühler Herbstluft, bevor Sie ihn zur Gemütserhellung genießen!
Bodegas Borsao | Tres Picos Garnacha 2008 | Borja, Spanien
Euro 16,90 je 0,75l (1l=€22,53)
Foto: Weinlounge Hamburg
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6. November 2010
6. September 2010
Dritter Winzerrummel mit hochkarätiger Besetzung - upcoming Friday!

NICHT VERPASSEN!!!
Die Weinlounge Hamburg geht mit Ihrer „Wineries Flight Night“ in die 3. Runde. Am Freitag, 10. September 2010, ab 20.00h findet erneut jenes Winzerspektakel statt, zu dem ein knappes Dutzend Weinmacher aus ganz Europa und Übersee den Weg nach Hamburg, in den Straßenbahnring 17, finden. Verkostet wird unkonventionell und im Plauderton. Die Gäste, also Sie, sind wie immer aufgefordert, von Winzer zu Winzer zu „flanieren“, zu probieren und sich, wenn Sie möchten, Geschichten rund um Weingut, Reben und Weine erzählen zu lassen.
Nach bereits zwei erfolgreichen Ausgaben dieser Veranstaltung, jeweils im Frühjahr und Herbst, ist es uns erneut gelungen, ein knappes Dutzend unserer hochkarätigen Weinmacher davon zu überzeugen, im September zu uns nach Hamburg zu reisen, um hier, wo ihre Weine mit Enthusiasmus und Leidenschaft bei uns verkauft werden, diese auch ihren Kunden persönlich vorzustellen. Bei der Weinlounge Hamburg “Wineries Flight Night” stehen die eingeladenen Winzer im Rampenlicht und dürfen ihren ganzen Stolz präsentieren - ihre Weine.
Mit von der Partie sind dieses Mal:
Claudia Schütz | Schug Winery | Carneros, Kalifornien, USA – Walter Schug ist Claudia Schütz’ Vater, der vor über 30 Jahren von Deutschland nach Kalifornien ging, um Wein zu machen. Heute ist er fast eine Legende und seine Weine schmecken legendär. Wenn wir seinen Chardonnay ausgepackt haben, versprechen wir, dass Ihnen Puligny-Montrachet und nicht Carneros durch den Kopf schießen wird!
Hans-Bert Espe | Shelter Winery | Baden, Deutschland – Shelter ist Englisch und heißt Luftschutzbunker. Und genau in so einem auf einem ehemaligen kanadischen Luftwaffenstützpunkt hat die Shelter Winery Ihren Weinkeller. Hans-Bert Espe und seine Frau Silke Wolf bauen ausschließlich Pinot Noir in Südbaden an und zwar einen Frankreich Klon, der sehr burgundische Weine verspricht!
Hans-Joachim Klose | Werk2 | Rheingau, Deutschland – Aus dem Werk2 in Geisenheim kommen Weine vom Ur-Rheingauer und Computerspezialisten „Jojo“ Klose. Denn nicht von ungefähr gibt er seinen Rieslingen Namen aus der EDV-Sprache. Darunter finden sich der erstklassige „Dreamweaver“ und sein Einstiegsmodul „Small Talk“.
Dr. Rainer Scholz und Andi Knauß | Parfum der Erde | Württemberg, Deutschland - Ein Nicht-Winzer & ein Winzer, ein Rebell & ein Talent, ein Wirtschaftsmanger & ein Weinmacher, zwei Visionäre. Zusammen die „Enfants terribles“ der Weinmacherzunft par excellence! Sie bauen Regent in Barriques aus und vinifizieren ihren Riesling wie ein Großes Gewächs. Dabei verlieren sie niemals den Terroir-Gedanken aus den Augen. Der Boden spielt eine zentrale Rolle bei dem gemeinsamen Weinprojekt „Parfum der Erde“, weshalb jedes Etikett die GPS-Koordinaten der Weinbergs verrät.
Juanjo Galcera Piñol | Celler Piñol | Terra Alta, Spanien – Die Winzerfamilie pflegt ihre Weinberge wie ihren Vorgarten, nennt einen Wein „heilige Natur“ (Sacra Natura) und arbeitet strikt biologisch. Das Terra Alta ist zudem eine der aufstrebenden Regionen Spaniens und Celler Piñol unterstreicht das auf beeindruckende Weise mit erfreulich modernen Weinen aus internationalen Rebsorten.
Sergio Pereletegui | Bodegas Carchelo | Jumilla, Spanien – Das spanische Anbaugebiet Jumilla ist im Nordosten Spaniens zu finden und der Erfolg der Bodegas Carchelo begründet sich auf der für diese Gegend typischen Rebsorte Monastrell. Mit der mutigen Neugestaltung ihrer Etiketten hat das Weingut den letzten Schritt gemacht, um begründet auf alter Weinbautradition einer erfolgreichen Zukunft entgegenzusehen.
Nora Sperling | Delheim Winery | Stellenbosch, Südafrika – Nora ist eine alte Bekannte in der Weinlounge Hamburg. Ihr Vater und Seele des Weinguts, „Spatz“ Sperling, feierte jüngst seinen 80. Geburtstag. Seit den frühen 60er Jahren bereits ist er in Sachen Wein am Fuße des Simonsbergs in Stellenbosch umtriebig. Die dort einzigartigen Klimabedingungen sind seit jeher Garant für herausragende Weine mit fast europäisch anmutender Eleganz. Heute wird das Weingut, das bereits seit 1699 existiert, von seinen beiden Kindern Nora und Viktor geführt.
Wolfram Sandberg | Kleine Zalze Winery | Stellenbosch, Südafrika – Dem Weingut Kleine Zalze ist zwar ein Golfplatz angeschlossen, sportlicher finden wir es aber, ihre Weine zu probieren, die sich alle durch ihre Ausdrucksstärke und Rebsortentypizität zu profilieren wissen. Chenin Blanc ist Chenin Blanc, Pinotage ist Pinotage – ohne wenn und aber.
Alec Louw | Graham Beck Winery | Franschhoek, Stellenbosch – Über das Weingut Graham Beck gibt es so unglaublich viele Geschichten zu erzählen. In allererster Linie natürlich über die großartigen (Schaum-) Weine, die dort produziert werden. In zweiter Linie aber auch über die Liebe des Besitzers zu Rennpferden, die seiner Frau zu Skulpturen, das „eigene“ Naturschutzgebiet mit den „fetten Hasen“, die vom Aussterben bedroht sind und die Tatsache, dass ein Graham Beck Methode Cap Classique Rosé zur Inauguration Nelson Mandelas ausgeschenkt worden ist.

Der Kostenbeitrag für die Veranstaltung beträgt pro Person Euro 20,00. Darin enthalten sind alle Verkostungsweine, Wasser sowie Leckeres vom Grill, falls das Wetter mitspielt.
Voranmeldungen in der Weinlounge Hamburg, ob persönlich, per Telefon unter 040 – 42 93 87 18 oder via E-Mail an marketing@weinlounge.com nehmen wir gerne entgegen. Den Kostenbeitrag zahlen Sie dann einfach vor Ort!
18. Juni 2010
Kleines Werk vom großen Regisseur

Einem glücklichen Zufall und einem unaufmerksamen Lagerarbeiter haben wir es zu verdanken, dass Francis Ford Coppolas „ROSSO“ in einem Container über den Atlantik nach Hamburg zu uns gekommen ist.
Der kleinste Rote der Coppola-Familie, ist eine Cuvée aus Zinfandel (44%), Shiraz (34%) und Cabernet Sauvignon (22%). Der Zinfandel sorgt für intensive süße und saftige Fruchtaromen mit einer Prise Würze; der Shiraz ist sowohl verantwortlich für die dunkle Farbe, die fast wie Tinte daher kommt, als auch für die üppige Struktur und den süßen Brombeer-Geschmack. Letztendlich nicht zu vergessen der Cabernet Sauvignon, der dem Ganzen den letzten Schliff und Zusammenhalt in Sachen Gerbstoff verleiht. Insgesamt eine ziemlich runde Sache: weich und fruchtig mit vielen Beeren; ein Hauch von Würze, Vanille und Schokolade.Francis Coppola ist mit Wein beim gemeinsamen Familienessen aufgewachsen, denn sein Großvater und seine Onkel pflegten in Ihrem New Yorker Appartement Wein selber zu machen. Die Trauben wurden damals per Güterzug aus Kalifornien beschafft und der Wein dann in kleinen Betontanks hergestellt. Und weil für Coppola Wein und Essen unweigerlich zusammen gehören, kann man den „ROSSO“ zu (fast) jedem Essen genießen: Grillgut, Lammkarrée oder Lasagne.
Salute!
Francis Ford Coppola Winery
Coppola Presents „ROSSO“
Geyserville, Kalifornien, USA
Euro 12,95 je 0,75l (1l=€ 17,26)
15. Juni 2010
Weinrallye #34 | Wein und Knabberei

Halbes Schwein auf Toast, Erdnussflips, Hors d'œuvre ....schoss es uns gleich durch den Kopf, als wir das Thema der Weinrallye #34 auf dem Winzerblog des diesmaligen Gastgebers und gleichzeitigen Initiators Thomas Lippert gelesen haben. "Wein und Knabberei" soll es nämlich heute sein.
Eins ist klar, man muss sich zuerst Gedanken über die Wahl der Speise machen, der passende Wein findet sich dann schon (fast) von selber. So kreisten die ersten Ideen in der Tat zunächst um Gemüse mit Dipp und belegte Schnittchen. Schlussendlich haben wir uns aber für etwas völlig anderes entschieden: "Grüner Spargel in knusprigem Speck mit weich gekochten Eiern"! Ein Rezept, das wir letztes Jahr in einem der zahlreichen Jamie Oliver Kochbücher entdeckt und schon oft auf den Tisch gebracht haben, weil es ist kinderleicht, äußerst
schmackhaft und ein großer Spaß zugleich.

Starten wir also zunächst mit dem Rezept, bevor wir uns dem passenden Wein widmen. Dieses gilt für 4 Personen, wobei man je nach Hunger die Anzahl der Spargelstangen pro Person natürlich variieren kann.
Zutaten
12 mittelgroße grüne Spargelstangen, das holzige Ende abgeschnitten
12 dünne Scheiben Pancetta oder durchwachsener Frühstücksspeck
Olivenöl
4 große Bio-Eier (L oder XL)
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Spargelstangen mit dem Speck umwickeln, aber die Köpfe heraus gucken lassen. Nebeneinader in eine feuerfeste Form geben, mit ein wenig Olivenöl beträufeln und im Ofen 10 Minuten braten, bis der Speck gold-braun und knusprig ist. Sobald der Spargel im Ofen ist, machen Sie sich an die Eier, die Sie in kochendem und leicht gesalzenem Wasser 5 Minuten weich garen und anschließend kalt abschrecken. Von jedem Ei den Deckel abtrennen und in Eierbecher stellen. Pro Person 3 Spargelstangen servieren, die in das kräftig mit Salz & Pfeffer gewürzte Ei getunkt werden.
Jetzt fehlt also nur noch der korrespondierende Wein. Wie anfangs schon erwähnt, macht es meist kaum Mühe, hat man das Essen erst einmal gefunden, den "richtigen" Weinbegleiter hinzuzufügen. In unserem Fall haben wir uns für einen unserer derzeitigen Lieblingswinzer entschieden: die Domaine Jean-Paul Schmitt aus dem Elsass!
An dieser Stelle sei in eigener Sache kurz erwähnt, dass es für uns eine große Herausforderung und nicht leicht zu bewältigende Aufgabe war, die Sortimentslücke mit Weinen aus dem Elsass zu schließen. Meist sind wir über überteuerte und trotzdem nur mittelmäßige Weine gestolpert oder über große Namen, die noch teurer und nicht zwangsläufig besser sind. Mit dem Weingut Jean-Paul Schmitt haben wir die, wenn es denn möglich wäre, mehr als perfekte Lösung dieses Problems gefunden! Braucht es vielleicht nur noch ein Quäntchen Mut des Kunden, sich unvoreingenommen an das Thema „Elsass“ heran zu wagen und dem Jungweinwahn einmal mehr nicht nachzugeben. Diese Weine brauchen einfach ihre Zeit in der Flasche, um sich entsprechend entwickelt perfekt im Glas präsentieren zu können! Deshalb wird 2008 auch der jüngste Jahrgang sein, der bei uns im Regal zum Liegen kommt.
Als Weinempfehlung zu unserer "Knabberei" haben wir uns das „Einstiegsmodell“ ausgesucht.
Das Weingut Jean-Paul Schmitt besitzt insgesamt 8 ha Rebfläche, die sich komplett an den Hängen der Lage „Rittersberg“ befinden. Monsieur Schmitt baut seine Reben seit 2009 ausschließlich biologisch zertifiziert an und stellt in diesem Jahr auf biodynamischen Weinbau um. Der Rittersberg Pinot Blanc Classique ist ein Paradebeispiel für einen Weißburgunder.
Glasklar und blitzsauber sind die richtigen Worte und sagen alles, was man über diesen trockenen, fruchtigen und mit dem typischen, frischen Apfelaroma versehenen Wein wissen muss. Die Säure ist fein balanciert und somit wird er zum perfekten Aufreißer für unseren im Ei versenkten Spargel.

Domaine Jean-Paul Schmitt
Rittersberg Pinot Blanc Classique AOC 2008
Elsass, Frankreich
0,75l für Euro 8,90 (1l=€11,87)
Fotos: Weinlounge Hamburg
3. Juni 2010
Summertime - Sommersturm
Das Sommermärchen kann kommen.... Bei uns ist schon eins da:Koeglers „Sommersturm“ aus dem Rheingau.
Mit mehr Riesling als Kerner in dieser Cuvée ist dieser Perlwein mehr als nur ein trinkbarer Aperitif. Im Glas moussiert er leicht ohne mit zu viel Kohlensäure zu prahlen. Die Farbe kommt hellgelb daher mit grünlichen Reflexen. Der Riesling gibt ihm eine schöne Frische mit genügend unaufdringlicher Säure, um ihn lang genug am Gaumen zu halten. Der Kerner macht den Fruchtabschluss perfekt. Ein Allrounder, der zu jeder Gelegenheit, schmeckt und der unserem Herrn Koegler aus Eltville im Rheingau formidabel gelungen ist.
Vergessen Sie also Prosecco, trinken Sie „Sommersturm“.....
Weingut J. Koegler | „Sommersturm“ QbA trocken 2009
Rheingau, Deutschland | 0,75l für Euro 7,40 (1l=€9,87)
Foto: Weinlounge Hamburg
5. Mai 2010
Invasion ins Elsass | Reise Review 4
Ok, wir sind ein wenig hinter her mit unseren Reiseberichten, aber was soll's, Im Elsass hat sich deswegen außer der Baumbegrünung seit unserem Besuch am 13./14. März 2010 sicher nicht so viel geändert.
Von Baden ging's am Samstag schnurstracks nach Strasbourg. Schnell im Hotel eingecheckt,

das Auto in der Tiefgarage versteckt und ab in die Innenstadt. Dank eines DER FEINSCHMECKER Restaurant-Tipps verschlug es uns

in das äußerst charmante Restaurant L'Atable77. Erste erfreuliche Feststellung nach dem Blick in die Weinkarte, die Elsässer unterliegen nicht dem Jungweinwahn.
Alle heimischen Rieslinge oder Pinots erfreuten sich eines gereiften Alters. Welch Trinkvergnügen! Gestartet haben wir dann also erst mal mit einem Fläschchen
Albert Mann
Riesling Grand Cru
Schlossberg 2007
Das Ganze als passende Begleitung zu Kalbsbries und Jakobsmuschelcarpaccio mit Orangenvinaigrette.
Es folgte eine 2. Flasche, an die wir uns dank fehlender Fotodokumentation heute nicht mehr so ganz genau erinnern können, außer dass sie auch köstlich war. Das Fotografieren mussten wir zum Hauptgang der Höflichkeit halber leider einstellen, da man uns am Nachbartisch schon als Restauranttester entlarvt glaubte.
Das L'Atable77 ist aber am Ende mit seinem modernen Ambiente, dem sehr aufmerksamen Service, einer umfangreichen Weinkarte und dem modern interpretierten elsässischen Gerichten auf jeden Fall eine dicke Weiterempfehlung wert.
Am folgenden Sonntag, 14.03.2010, folgten wir sehr gerne der Einladung unseres "neuen" Winzers Jean-Paul Schmitt und seinem Partner Bernd Koppenhoefer nach Scherwiller zu einem Degustationsmenue mit Weinen der Domaine Jean-Paul Schmitt. Also ging es auf direktem Weg in die Auberge Ramstein zum 4-gängigen Mittagessen.
Grund zu beschweren hatten wir uns wahrlich nicht.
Erst ein Schluck des fantastischen "Crémant D'Alsace Rittersberg", der die Gemüter schon mal in Wallung brachte und ein exzellenter Begleiter zu dem umfangreichen Amuse bouche mit gratinierter Auster, Fischsüppchen mit Safran und Kalt-warmen von Topinambur und Kürbiskern mit Krebsfleisch war. Im Zwischengang überraschte die Auberge dann mit einem Filet von der Rotbarbe in einer Langoustinenbisque gedünstet, Kartoffelpurrée mit Olivenöl, Fondue aus Fenchel und rotem Paprika - klingt in der Tat länger als die Portionsgröße am Ende war. Auch hier bewies sich die Weinwahl als vortrefflich. Der "Pinot Gris Rittersberg 2008 Classique" behauptete sich unfassbar gut zu den vielfältigen Aromen des Essens, wo er doch im Grunde noch so ein junges Ding ist.
Klar, dass zum Hauptgang, einem mächtigen Tournedo Rossini, ein Roter serviert wurde. Wobei so klar gar nicht, denn aus eigener Erfahrung wissen wir, dass gereifte Rieslinge hier durchaus auch nicht fehl am PLatz sind! In diesem Fall aber vergnügten wir uns mit einem Glas "Pinot Noir Rittersberg 2008 Grand Réserve".
Den Nachtisch hätten wir fast nicht mehr geschafft, war er doch nahezu ein eigenständiges Menue. In Safran eingelegte Birne, weißes Mousse au chocolat, Vanilleeis, Cappuccino von Vanille-Safran und einem Birnenpanacotta hatten die Aufgabe gegen den "Gewürztraminer Rittersberg 2005 Vieilles Vignes" anzutreten.
Danach war dringend Verdauungsspaziergang im Weinberg vom Rittersberg angesagt, um gleichzeitig von Bernd Koppenhoefer die Philosophie des Weinguts erklärt zu bekommen. Die Domaine ist seit 2009 offiziell für den biologischen Anbau zertifiziert und stellt in diesem Jahr auf biodynamischen Weinbau um.

Gleich danach ging's noch ab in die Probierstube, damit wir uns einmal durch's Sortiment kämpfen konnten. Das Endergebnis: unsere Entscheidung Jean-Paul Schmitt ins Sortiment aufzunehmen, war mehr als goldrichtig!
Wenn wir jetzt schreiben, dass wir am späten Nachmittag in unser Hotel aufgebrochen sind, um uns zum einen ein Stündchen zu erholen und zum anderen im angeschlossenen Restaurant Abend zu essen, dann mag das nach Völlerei klingen. Und ja! Das war es auch. So wird es uns aber unseren kompletten Weg durch Frankreich noch gehen....
Also, eingecheckt im traumhaften Hôtel de L'Illwald, mitten auf dem platten Land zwar, aber ein entzückendes Örtchen.

Zum Essen dann also in die Auberge. Und hier die gleiche positive Erfahrung wie schon in Strasbourg: gereifte, elsässische Schätzchen auf der Weinkarte!
Erstes "Experiment":
Domaine Sylvie Spielmann
Riesling Grand Cru
Kanzlerberg 1999

Wow, wow, wow. Nullkommanull Alterungsnoten, keine Oxidation, gar nichts. Frisch und fruchtig mit dem typischen Rieslingsäurespiel steht er noch nahezu hellgelb wie eine Eins im Glas! Die Vorspeisen "Variationen von der Entenstopfleber" und "Hausgebeizter Lachs".
Enttäuschend dagegen die 2. Wahl des Abends:
Trimbach
Pinot Gris
Réserve 2002
Wer davon noch was im Keller hat, sollte ihn schnellstens austrinken! Deutlich überreif und oxidative Noten machten diesen Grauburgunder zu keinem übermäßigen Trinkgenuss. Da hatten wir uns etwas anderes vorgestellt! Gut, dass wir mit einem kräftig gewürzten "Schweinerücken mit Chorizo" (ok, nicht gerade typisch für's Elsass) und einem "nur" 800g schweren "Côte du Boeuf" vom Allerfeinsten dagegen "anessen" konnten.
Mit dem dementsprechend gefüllten Magen und auch ein wenig weinselig konnte der Tag aber glücklich und zufrieden beschlossen werden.
Von Baden ging's am Samstag schnurstracks nach Strasbourg. Schnell im Hotel eingecheckt,

das Auto in der Tiefgarage versteckt und ab in die Innenstadt. Dank eines DER FEINSCHMECKER Restaurant-Tipps verschlug es uns

- vorbei an leider schon geschlossenen Delikatessenläden -
in das äußerst charmante Restaurant L'Atable77. Erste erfreuliche Feststellung nach dem Blick in die Weinkarte, die Elsässer unterliegen nicht dem Jungweinwahn.
Alle heimischen Rieslinge oder Pinots erfreuten sich eines gereiften Alters. Welch Trinkvergnügen! Gestartet haben wir dann also erst mal mit einem FläschchenAlbert Mann
Riesling Grand Cru
Schlossberg 2007
Das Ganze als passende Begleitung zu Kalbsbries und Jakobsmuschelcarpaccio mit Orangenvinaigrette.
Es folgte eine 2. Flasche, an die wir uns dank fehlender Fotodokumentation heute nicht mehr so ganz genau erinnern können, außer dass sie auch köstlich war. Das Fotografieren mussten wir zum Hauptgang der Höflichkeit halber leider einstellen, da man uns am Nachbartisch schon als Restauranttester entlarvt glaubte.
Das L'Atable77 ist aber am Ende mit seinem modernen Ambiente, dem sehr aufmerksamen Service, einer umfangreichen Weinkarte und dem modern interpretierten elsässischen Gerichten auf jeden Fall eine dicke Weiterempfehlung wert.
Am folgenden Sonntag, 14.03.2010, folgten wir sehr gerne der Einladung unseres "neuen" Winzers Jean-Paul Schmitt und seinem Partner Bernd Koppenhoefer nach Scherwiller zu einem Degustationsmenue mit Weinen der Domaine Jean-Paul Schmitt. Also ging es auf direktem Weg in die Auberge Ramstein zum 4-gängigen Mittagessen.
Erst ein Schluck des fantastischen "Crémant D'Alsace Rittersberg", der die Gemüter schon mal in Wallung brachte und ein exzellenter Begleiter zu dem umfangreichen Amuse bouche mit gratinierter Auster, Fischsüppchen mit Safran und Kalt-warmen von Topinambur und Kürbiskern mit Krebsfleisch war. Im Zwischengang überraschte die Auberge dann mit einem Filet von der Rotbarbe in einer Langoustinenbisque gedünstet, Kartoffelpurrée mit Olivenöl, Fondue aus Fenchel und rotem Paprika - klingt in der Tat länger als die Portionsgröße am Ende war. Auch hier bewies sich die Weinwahl als vortrefflich. Der "Pinot Gris Rittersberg 2008 Classique" behauptete sich unfassbar gut zu den vielfältigen Aromen des Essens, wo er doch im Grunde noch so ein junges Ding ist.
Den Nachtisch hätten wir fast nicht mehr geschafft, war er doch nahezu ein eigenständiges Menue. In Safran eingelegte Birne, weißes Mousse au chocolat, Vanilleeis, Cappuccino von Vanille-Safran und einem Birnenpanacotta hatten die Aufgabe gegen den "Gewürztraminer Rittersberg 2005 Vieilles Vignes" anzutreten.
Danach war dringend Verdauungsspaziergang im Weinberg vom Rittersberg angesagt, um gleichzeitig von Bernd Koppenhoefer die Philosophie des Weinguts erklärt zu bekommen. Die Domaine ist seit 2009 offiziell für den biologischen Anbau zertifiziert und stellt in diesem Jahr auf biodynamischen Weinbau um.
Gleich danach ging's noch ab in die Probierstube, damit wir uns einmal durch's Sortiment kämpfen konnten. Das Endergebnis: unsere Entscheidung Jean-Paul Schmitt ins Sortiment aufzunehmen, war mehr als goldrichtig!
Wenn wir jetzt schreiben, dass wir am späten Nachmittag in unser Hotel aufgebrochen sind, um uns zum einen ein Stündchen zu erholen und zum anderen im angeschlossenen Restaurant Abend zu essen, dann mag das nach Völlerei klingen. Und ja! Das war es auch. So wird es uns aber unseren kompletten Weg durch Frankreich noch gehen....
Also, eingecheckt im traumhaften Hôtel de L'Illwald, mitten auf dem platten Land zwar, aber ein entzückendes Örtchen.

Zum Essen dann also in die Auberge. Und hier die gleiche positive Erfahrung wie schon in Strasbourg: gereifte, elsässische Schätzchen auf der Weinkarte!
Domaine Sylvie Spielmann
Riesling Grand Cru
Kanzlerberg 1999

Wow, wow, wow. Nullkommanull Alterungsnoten, keine Oxidation, gar nichts. Frisch und fruchtig mit dem typischen Rieslingsäurespiel steht er noch nahezu hellgelb wie eine Eins im Glas! Die Vorspeisen "Variationen von der Entenstopfleber" und "Hausgebeizter Lachs".
Enttäuschend dagegen die 2. Wahl des Abends:
Trimbach
Pinot Gris
Réserve 2002
Wer davon noch was im Keller hat, sollte ihn schnellstens austrinken! Deutlich überreif und oxidative Noten machten diesen Grauburgunder zu keinem übermäßigen Trinkgenuss. Da hatten wir uns etwas anderes vorgestellt! Gut, dass wir mit einem kräftig gewürzten "Schweinerücken mit Chorizo" (ok, nicht gerade typisch für's Elsass) und einem "nur" 800g schweren "Côte du Boeuf" vom Allerfeinsten dagegen "anessen" konnten.
Mit dem dementsprechend gefüllten Magen und auch ein wenig weinselig konnte der Tag aber glücklich und zufrieden beschlossen werden.
3. Mai 2010
2. Wineries Flight Night | Upcoming Friday!!!

Weinmacherrummel in der Weinlounge Hamburg!
Freitag | 07. Mai 2010 | ab 20.00h
“2. WINERIES FLIGHT NIGHT”
Frühlings-Edition
8 Winzer - 40 Weine
Nach unserer ersten und sehr erfolgreichen Veranstaltung im letzten Jahr konnten wir erneut mehr als eine Hand voll Winzer davon überzeugen, ihre Weine bei uns in Hamburg zu präsentieren. Dabei ist Deutschland genauso vertreten wie Frankreich, Spanien und Italien.
Ganz besonders freuen wir uns auf den „weinverrückten“ Parfüm-der-Erde-Macher Dr. Rainer Scholz sowie Florian Brigl von der Tenuta Kornell, der extra aus Süditalien anreist.
Außerdem werden Jürgen Hofmann und Dominic Stern, beides Weinmachertalente aus Deutschland, Ihre Tropfen vorstellen. Aus Spanien stammt natürlich Marco Antonio Aguado, der Ihnen alles zu unserem beliebten „Gelben“, dem Nuestro Roble, aus dem Ribera del Duero erzählen kann.
Sie merken schon, eine Verkostungsgelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte....
Verkostet wird ganz unkonventionell und im Plauderton. Sie “flanieren” von Winzer zu Winzer, probieren und lassen sich Geschichten rund um Weingut, Reben und Weine erzählen.
Wenn das Wetter mitspielt, gibt es Leckeres vom Grill!
Kostenbeitrag: nur Euro 20,00 p.P. - wird vor Ort bezahlt
Anmeldungen gerne verbindlich direkt mit Kontaktdetails an marketing(at)weinlounge.com
18. April 2010
Weinrallye #32 | Pinot Noir oder auch Spätburgunder

Zugegebenermaßen, haben wir schon oft auf dem ein oder anderen Blog Einträge mit der Überschrift "Weinralley" gesehen und gelesen. Allerdings haben wir uns nie weiter mit dem Hintergrund auseinandergesetzt. Das war diesmal bei dem Thema #32 "Pinot Noir" anders. Dank "Einladung" via Facebook durch die diesmalige Themengastgeberin Iris Rutz-Rudel bekam die Aktion ein Gesicht (initiiert übrigens von Weinblogger Thomas Lippert) . Also, dachten wir sofort, klasse Sache, da machen wir jetzt auch endlich mal mit. Zumal das Thema, wie bei den ersten Blogbeiträgen schon zu lesen war, sich offensichtlich eh großer Beliebtheit erfreut.
So ist auch die Begeisterung unsererseits enorm, gehört der Spätburgunder zu einer unserer absoluten Lieblingsrebsorten.
Wir haben uns an dieser Stelle für einen Spätburgunder entschieden, der aus Kalifornien kommt, und keineswegs den Anspruch erfüllen möchte, einen deutschen oder französischen Spätburgunderstil zu imitieren. Der Wein stammt aus der Francis Coppola Winery in Geyserville im Napa Valley. Die Trauben allerdings sind in Mounterey County angesiedelt.
So ist der

Francis Ford Coppola Winery
Diamond Collection Silver Label
Pinot Noir 2006
Monterey County, Kalifornien
wie angedroht, kein Pinot Noir-Exemplar, das rank, schlank und elegant mit Finesse daherkommt. Er ist vielmehr ein kalifornisch, fülliges Kraftpaket, das mit erstaunlichem Volumen und Fruchtigkeit daherkommt.
In der Farbe unterscheidet er sich deutlich von den europäischen Kollegen, denn im Glas präsentiert er sich in einem dichten Granatrot mit violetten Reflexen. Die komplexe Farbe wird vor allem dadurch erreicht, dass die Trauben sofort nach der Ernte abgepresst und für 48 Stunden kalt mazeriert werden. Die Nase überzeugt dann mit einem ganzen Potpourri von Früchten wie schwarze Kirschen, Brombeeren und Himbeeren sowie einer Spur Rosenduft. Am Gaumen wird's dann weich und ebenfalls beerig mit dem gleichen Früchtekorb in gereifter Form. Ein Hauch von der für den Spätburgunder typischen Würze von Nelke und Süßholz findet sich zwar, ist aber eher wie zufällig eingebunden. Auch die Tannine reihen sich eher in die 2. Reihe ein, wenn sie auch von einem kurzen Ausbau in französischen Barriques stammen. Der Nachhall am Gaumen könnte zugegebenermaßen etwas länger sein, enttäuscht aber nicht all zu sehr.
Ganz sicher ist dieser Pinot Noir von Kultregisseur Francis Ford Coppola nicht das Nonplusultra, wenn man einen filigranen und zarten Spätburgunder sucht. Er ist aber für Einsteiger ein guter Beginner, gerade weil er eher etwas "schlichter" und verständlicher daher kommt und die Rebsorte Spätburgunder für, sagen wir, Umsteiger von anderen Roten leichter zugänglich macht.
Möchte man ihn als Essensbegleiter genießen, verträgt das "Silver Label" durchaus Kräftiges wie gegrillten Fisch oder Pastagerichte mit Pilzsugo oder einem klassischem Salade Niçoise.
Foto: Weinlounge Hamburg
14. April 2010
Die 1. Twitter Proms Night

Es wird Zeit, Twitter mal wieder ein Gesicht zu geben, live zu verkosten und gleich persönlich darüber zu sprechen. Sie ahnen schon, ein (neues) nächstes Twitter-Wein-Treffen steht an!
Immer wieder finden die (Wein-) Twitterer dieses Landes einen guten Grund, sich jenseits des Web2.0 in der realen Welt persönlich zu treffen, um dann nicht nur via 140 Zeichen langen Sätzen zu kommunizieren. Aus diesen Treffen sind schon gute Freundschaften hervorgegangen und wenn man sich anschließend bei Twitter wiederbegegnet, versteht man sein "Gegenüber" gleich noch mal besser. Diese Zusammenkünfte, wie z.B. die "Twitter Wine Awards" finden nur leider allzu häufig, um nicht zu sagen ausschließlich, jenseits der Elbe statt. Um diesem Missstand, nämlich der Benachteiligung der Norddeutschen mit wenig Zeit für Deutschland-Reisen, entgegenzuwirken, entstand gemeinsam mit dem Direttore, Twitterern als @GazzettadelVino bekannt, die Idee der
"1. Twitter Proms Night"
in Hamburg. Über den Austragungsort musste nicht lange nachgedacht werden. Klar, dass das Ganze in der Weinlounge Hamburg stattfindet. Statt "promenade" gibt's also Falkenried-Piazza, statt Konzert gibt's Wein. Und weil die "Proms" eigentlich die "promenade series" ist, hoffen wir auf zahlreiche Beteiligung, um damit in Serie gehen zu können.
Die Rahmenbedingungen für dieses vinophile Ereignis lauten wie folgt:
Datum: Samstag, 10. Juli 2010, ab 18.00 Uhr
Ort: Weinlounge Hamburg, Straßenbahnring 17 | Falkenried-Piazza
Pro Person müssen € 39,00 für Essen, Wasser und Toilettenbenutzung entrichtet werden.
Um den Abend ungefähr planen zu können, Anmeldungen bitte bis zum 07. Juli 2010 an marketing(at)weinlounge.com!
Für Wein, Weib und Gesang kann jeder selber sorgen; soll heißen, Probeflaschen, Raritäten aus dem Keller oder was weg muss, sind als Verkostungsmitbringsel mehr als herzlichst willkommen. Alternativ kann selbstverständlich auf das Weinlounge-Sortiment zugegriffen werden frei nach dem Motto "Wein gegen Bezahlung".
Wer also, einen Grund sucht, endlich mal wieder in die "schönste Stadt der Welt" zu reisen oder das Glück hat, hier sowieso zu wohnen, ist herzlich eingeladen, Gast der "1. Twitter Proms Night" zu sein und einen hoffentlich unvergesslichen Abend zu erleben.....
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13. April 2010
Von Rotwild, Pinot und einer aufgeräumten Hexenküche | Reise Review 3
Samstag, 13. März 2010 - endlich Sonne! Auf, auf nach Baden, genauer gesagt in den Kraichgau nach Bruchsal. Wer hätte gedacht, dass Bruchsal so viel zu bieten hat. Unter anderem findet man hier eines der schönsten Barockschlösser Deutschlands. Leider war die Zeit aber zu knapp, um eine ausgiebige Sightseeing-Tour zu machen.... Deshalb gleich zum Weingut Klumpp, das am Stadtrand von Bruchsal liegt.

Freundlich von "Patronin" Marietta Klumpp, die an diesem Tag dank ausgeflogenem Ehemann und Söhnen die "Alleinherrschaft" über Hof und Keller hatte, empfangen, stürzten wir uns gleich in die umfangreiche Weinprobe. Endlich konnten wir den neuen Jahrgang 2009 verkosten, denn im Laden waren wir schon seit Wochen klumpptechnisch trocken gefallen.
Manchmal entdeckt man dann sogar bei seinem Winzer, von dem man dachte, man kennt das Sortiment, doch noch eine Überraschung. So auch bei Klumpp. Irgendwie war uns die Existenz von "ROT WILD" wohl bisher entgangen.
Dieser Perlwein ist genau das Richtige für heiße Sommertage. Dahinter verbirgt sich eine Weißweincuvée, die außerdem mit Johannisbeersaft "angereichert" ist und somit mehr einem spritzigen, leicht säuerlichen Erfrischungsgetränk gleicht, dem man die nur 7% Alkohol sowieso nicht anmerkt, geschweige denn, dass man diese schmeckt. Ein herrlicher Aperitif oder Begleiter durch einen lauen Sommerabend.
Auch ansonsten präsentierte sich der neue Jahrgang mehr als positiv im Glas. Alle Weine haben eine feine Säurestruktur abbekommen, ohne dass die Frucht darunter leidet! Insbesondere der Riesling ist eleganter denn je. Dank der Gastgeberin, wie sie übrigens im Buche steht, konnte uns die nicht enden wollende Verkostungsreihe auch nichts anhaben. So schnell habe ich noch nie eine köstliche Brotzeit auf den Tisch fliegen sehen. Danke, Marietta!
Frisch gestärkt konnten wir dann also die Kellerführung angehen. Begleitet von Familienneumitglied Schäferhund "Pinot", der ganze stolz der Familie,
ging es los. Zugegebenermaßen ähneln sich die Keller der deutschen Winzer sehr - zumindest wenn erst neuerlich modernisiert wurde oder der Betrieb noch verhältnismäßig jung ist, wie im Falle Klumpp.
Nach diesem letzten Rundgang auf badischen Boden und guten vier Stunden Aufenthalt im Kraichgau, wurde es dann auch langsam Zeit für uns nach Frankreich zu schielen. Denn es sollte noch am gleichen Tag heißen: Elsass, wir kommen!
Fotos: Weinlounge Hamburg
Freundlich von "Patronin" Marietta Klumpp, die an diesem Tag dank ausgeflogenem Ehemann und Söhnen die "Alleinherrschaft" über Hof und Keller hatte, empfangen, stürzten wir uns gleich in die umfangreiche Weinprobe. Endlich konnten wir den neuen Jahrgang 2009 verkosten, denn im Laden waren wir schon seit Wochen klumpptechnisch trocken gefallen.
Manchmal entdeckt man dann sogar bei seinem Winzer, von dem man dachte, man kennt das Sortiment, doch noch eine Überraschung. So auch bei Klumpp. Irgendwie war uns die Existenz von "ROT WILD" wohl bisher entgangen.
Dieser Perlwein ist genau das Richtige für heiße Sommertage. Dahinter verbirgt sich eine Weißweincuvée, die außerdem mit Johannisbeersaft "angereichert" ist und somit mehr einem spritzigen, leicht säuerlichen Erfrischungsgetränk gleicht, dem man die nur 7% Alkohol sowieso nicht anmerkt, geschweige denn, dass man diese schmeckt. Ein herrlicher Aperitif oder Begleiter durch einen lauen Sommerabend.
Auch ansonsten präsentierte sich der neue Jahrgang mehr als positiv im Glas. Alle Weine haben eine feine Säurestruktur abbekommen, ohne dass die Frucht darunter leidet! Insbesondere der Riesling ist eleganter denn je. Dank der Gastgeberin, wie sie übrigens im Buche steht, konnte uns die nicht enden wollende Verkostungsreihe auch nichts anhaben. So schnell habe ich noch nie eine köstliche Brotzeit auf den Tisch fliegen sehen. Danke, Marietta!
Frisch gestärkt konnten wir dann also die Kellerführung angehen. Begleitet von Familienneumitglied Schäferhund "Pinot", der ganze stolz der Familie,
ging es los. Zugegebenermaßen ähneln sich die Keller der deutschen Winzer sehr - zumindest wenn erst neuerlich modernisiert wurde oder der Betrieb noch verhältnismäßig jung ist, wie im Falle Klumpp.
Nach diesem letzten Rundgang auf badischen Boden und guten vier Stunden Aufenthalt im Kraichgau, wurde es dann auch langsam Zeit für uns nach Frankreich zu schielen. Denn es sollte noch am gleichen Tag heißen: Elsass, wir kommen!
Fotos: Weinlounge Hamburg
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12. April 2010
Die 1. Twitter Wine Awards

Am letzten Wochenende trafen sich mehr als ein Dutzend Weinenthusiasten im beschaulichen Sauernheim - genauer gesagt im Gasthaus zur Eiche. An dieser Stelle sei vorweg genommen, dass die Weinlounge Hamburg leider keinen Abgesandten nach Franken schicken konnte, aber zum einen selbstverständlich mit drei Weineinreichungen beteiligt war und zum anderen, soweit das große fränkische Funkloch es zuließ, online mitfieberte.
Die Idee zum Experiment "1. Twitter Wine Award" hatte Rheinhessen-Winzer und Wein-Web2.0-Addict Dirk Wuertz, nachdem die Twitter-Verkostungen mittlerweile zu einer festen Institution geworden sind und jetzt ein basisdemokratischer Preis endlich fällig geworden ist. Ein "Bürgerpreis! sozusagen, denn die Jury bestand vor allem aus Nicht-Weinprofis!
Die Teilnahmebedingungen waren denkbar einfach. Jeder (Weinmacher, Weinfachhändler, Konsument) durfte maximal je 3 Weiß- und Rotweine einschicken. Aus Deutschland mussten sie sein und für den Endverbraucher unter € 10,00 kosten. So sind immerhin knapp 70 Weine für die Verkostung zusammengekommen. Der größte Teil wohl weiß und trocken, wie berichtet wurde.
Bewertet wurde nach einem einfachen 3-Stufen-Plan: geht so || gut trinkbar || mehr davon
Warum wir das hier alles erzählen?
Ganz einfach, weil einer, der von uns eingereichten Weißweine, gewonnen hat!

Weingut Jürgen Hofmann | Sauvignon Blanc QbA trocken 2009 | Rheinhessen
Auch wenn Jürgen bis heute immer noch nicht so ganz genau weiß, was Twitter eigentlich ist, so hat es ihn doch gefreut, "irgendetwas" gewonnen zu haben.....
Wer mehr über die Siegerweine, den Event und vor allem Augenzeugenberichte des Wochenendes lesen möchte, kann das hier tun:
Wuertz-Wein
Gazzetta del Vino
DonSimon
Pasta
Denny Ramone
Bad Kreuznach-Blog
Wer noch mehr Bilder sehen möchte, kann dies auf der Flickr-Seite von @Joggl tun....
Wir freuen uns jetzt schon auf die "2. Twitter Wine Awards" und werden durch Anwesenheit glänzen!
Foto Copyright by @Joggl
Logo by Wuertz
2. April 2010
Da, wo die Funklöcher am größten sind | Reise Review 2
Vom Rheinhessischen ging es am frühen Freitagmorgen des 12. März 2010 weiter Richtung Pfalz und damit auch Richtung "größtes zusammenhängendes Funkloch" unserer Reise. Genauer gesagt aber fuhren wir nach Deidesheim. Kleine Stadt im Herzen der Pfalz, die bei gutem Wetter, sommerlichen Temperaturen und vielen Touristen sicherlich ihren ganz eigenen Charme hat und einen Besuch wert ist. Gut, an einem kalten, grauen, verregneten Vormittag ist der Besuch von Deidesheim nicht wirklich empfehlenswert.

Zur Verdeutlichung mal ein paar Öffnungszeiten: Café "Central" ab 14.00 Uhr, Filmmuseum (nur Mittwoch bis Sonntag) ab 14.00 Uhr, Museum für Weinkultur (ebenfalls nur Mittwoch bis Sonntag) ab 15.00 Uhr, Weinbar Krack ab 14.00 Uhr und und und..... Wir hätten zum Mittagessen vielleicht den Deidesheimer Hof wählen können. Da wir uns aber ausgerechnet an diesem Tag nicht wie 65 Jahre alt gefühlt haben, haben wir mal darauf verzichtet.
Highlight blieb somit die durchgängig geöffnete (!) Schlecker-Filiale, um uns mit Getränken zu versorgen.
Also, auf gen ersten Termin des Tages: Verkostung bei Müller-Catoir in Neustadt-Haardt. Vorher noch ein ambitioniertes, aber am Ende doch eher bodenständiges Mittagessen im einzigen Restaurant des Ortes, dem "Mandelhof", der sich selber als Restaurant, Hotel und Kunstgalerie versteht. Nun denn, mit Grundlage im Magen also ins Müller-Catoir'sche Anwesen,


um im Verkostungsraum mit beeindruckend bemalter, historischer Kassettendecke Altes und Neues zu probieren.
Besonders begeistert hat die "Mandelring Scheurebe Spätlese 2008".

In der Nase schon eine beeindruckende Frische, die man von einem halbtrockenen Wein mit rund 90g Restzucker gar nicht erwartet hätte, und fetten Aromen von Pampelmuse. Keine Spur von Süße. Der erste Eindruck am Gaumen ist dann auch eine angenehme Säure, die den Wein frisch und lebendig macht, sowie der zweite Eindruck sofort die Grapefruit wieder aufgreift. Der Fruchtgeschmack explodiert förmlich. Die gar nicht klebrige Restsüße sorgt dafür, dass der Wein noch lange im Mund in Erinnerung bleibt. Dieser Tropfen ist vielleicht nicht gerade ein "Zechwein", aber als Essensbegleiter ist er in jedem Fall eine Wucht. Am besten zu süß-saurem Asiatischen, Käse oder Nachtisch.
Und weil uns der Wein so gut gefallen hat, wurden davon gleich mal ein paar Flaschen für das heimische Ladenregal geordert. Wie übrigens auch vom Sauvignon Blanc, der Ende Mai eintrudeln sollte, und von dem es nur 120 Flaschen bei uns geben wird, da die Mengen rigoros zugeteilt werden.
Zwei Stündchen später dann Abfahrt aus Haardt weiter durch die Pfalz, weiter in den Süden. Nächste Station sollte das Weingut Stern sein, um Jungwinzertalent Dominic Stern zu treffen. So brachte uns das Navigationssystem sicher nach Hochstadt.


Was für ein herzlicher Empfang! Auch hier haben wir uns gleich, an der Brennblase

vorbei, in den Keller führen lassen, um die aktuellen Fassproben zu probieren. Man muss ja schließlich wissen, was man so demnächst wieder im Laden hat!

So viel Zeit wollten wir Dominic auch gar nicht stehlen, da er mitten in den Vorbereitungen (selber zum letzten Mal probieren) für die für's Wochenende geplante Abfüllung steckte.
Also, Abfahrt zur Endstation des Tages nach rund 200km durch deutsche Landen: das Seehaus Forelle Haeckenhaus in Ramsen.

Ein echter Geheimtipp übrigens, denn noch nicht mal der gemeine Pfälzer an sich hatte davon vorher schon einmal gehört. Entsprechend schwierig, weil inmitten eines dunklen Walds gelegen, war es auch zu finden. Da das Hotel mit einem gemütlichen Restaurant ausgestattet ist, dessen Spezialität (wen wundert's?) natürlich Forelle in diversen Varianten ist, konnten wir hier den Abend dann entsprechend besinnlich bei eben Forelle und Rehfilet ausklingen lassen - ohne jegliche Anbindung an das deutsche Vodafonenetz ..... das sollte sich in Baden am nächsten Tag aber, Gott sei Dank, ändern!
Fortsetzung folgt!
Fotos: Weinlounge Hamburg

Zur Verdeutlichung mal ein paar Öffnungszeiten: Café "Central" ab 14.00 Uhr, Filmmuseum (nur Mittwoch bis Sonntag) ab 14.00 Uhr, Museum für Weinkultur (ebenfalls nur Mittwoch bis Sonntag) ab 15.00 Uhr, Weinbar Krack ab 14.00 Uhr und und und..... Wir hätten zum Mittagessen vielleicht den Deidesheimer Hof wählen können. Da wir uns aber ausgerechnet an diesem Tag nicht wie 65 Jahre alt gefühlt haben, haben wir mal darauf verzichtet.
Highlight blieb somit die durchgängig geöffnete (!) Schlecker-Filiale, um uns mit Getränken zu versorgen.
Also, auf gen ersten Termin des Tages: Verkostung bei Müller-Catoir in Neustadt-Haardt. Vorher noch ein ambitioniertes, aber am Ende doch eher bodenständiges Mittagessen im einzigen Restaurant des Ortes, dem "Mandelhof", der sich selber als Restaurant, Hotel und Kunstgalerie versteht. Nun denn, mit Grundlage im Magen also ins Müller-Catoir'sche Anwesen,

um im Verkostungsraum mit beeindruckend bemalter, historischer Kassettendecke Altes und Neues zu probieren.
Besonders begeistert hat die "Mandelring Scheurebe Spätlese 2008".

In der Nase schon eine beeindruckende Frische, die man von einem halbtrockenen Wein mit rund 90g Restzucker gar nicht erwartet hätte, und fetten Aromen von Pampelmuse. Keine Spur von Süße. Der erste Eindruck am Gaumen ist dann auch eine angenehme Säure, die den Wein frisch und lebendig macht, sowie der zweite Eindruck sofort die Grapefruit wieder aufgreift. Der Fruchtgeschmack explodiert förmlich. Die gar nicht klebrige Restsüße sorgt dafür, dass der Wein noch lange im Mund in Erinnerung bleibt. Dieser Tropfen ist vielleicht nicht gerade ein "Zechwein", aber als Essensbegleiter ist er in jedem Fall eine Wucht. Am besten zu süß-saurem Asiatischen, Käse oder Nachtisch.
Und weil uns der Wein so gut gefallen hat, wurden davon gleich mal ein paar Flaschen für das heimische Ladenregal geordert. Wie übrigens auch vom Sauvignon Blanc, der Ende Mai eintrudeln sollte, und von dem es nur 120 Flaschen bei uns geben wird, da die Mengen rigoros zugeteilt werden.
Zwei Stündchen später dann Abfahrt aus Haardt weiter durch die Pfalz, weiter in den Süden. Nächste Station sollte das Weingut Stern sein, um Jungwinzertalent Dominic Stern zu treffen. So brachte uns das Navigationssystem sicher nach Hochstadt.


Was für ein herzlicher Empfang! Auch hier haben wir uns gleich, an der Brennblase

vorbei, in den Keller führen lassen, um die aktuellen Fassproben zu probieren. Man muss ja schließlich wissen, was man so demnächst wieder im Laden hat!
So viel Zeit wollten wir Dominic auch gar nicht stehlen, da er mitten in den Vorbereitungen (selber zum letzten Mal probieren) für die für's Wochenende geplante Abfüllung steckte.
Also, Abfahrt zur Endstation des Tages nach rund 200km durch deutsche Landen: das Seehaus Forelle Haeckenhaus in Ramsen.
Ein echter Geheimtipp übrigens, denn noch nicht mal der gemeine Pfälzer an sich hatte davon vorher schon einmal gehört. Entsprechend schwierig, weil inmitten eines dunklen Walds gelegen, war es auch zu finden. Da das Hotel mit einem gemütlichen Restaurant ausgestattet ist, dessen Spezialität (wen wundert's?) natürlich Forelle in diversen Varianten ist, konnten wir hier den Abend dann entsprechend besinnlich bei eben Forelle und Rehfilet ausklingen lassen - ohne jegliche Anbindung an das deutsche Vodafonenetz ..... das sollte sich in Baden am nächsten Tag aber, Gott sei Dank, ändern!
Fortsetzung folgt!
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26. März 2010
Vom Feinschmecker verwöhnt
Von der Zeitschrift DER FEINSCHMECKER verwöhnt werden wir in seiner aktuellen Ausgabe Heft 4 April 2010.

In der Rubrik "Wein Runde" geht es diesmal um den fantastischen Rioja-Jahrgang 2004. In den Test kamen ausschließlich Reserva-Qualitäten, die laut Feinschmecker "das Herzstück der Rotweinkultur in der Rioja" bilden.
Mitverkostet in der Kategorie "Die modernen Mineralischen" wurde auch unser Medrano-Irazu Reserva 2004 von der Bodega Medrano Irazu - 0,75l für 14,50 Euro. Für die Jury "ein Wein mit ausgewogenen Proportionen, dessen etwas strenger Bau nicht über seine Mineralität hinwegtäuschen kann - und auch nicht darüber, dass er noch ein großes Entwicklungspotenzial hat."
Abbildung: Der Feinschmecker Heft 4 April 2010

In der Rubrik "Wein Runde" geht es diesmal um den fantastischen Rioja-Jahrgang 2004. In den Test kamen ausschließlich Reserva-Qualitäten, die laut Feinschmecker "das Herzstück der Rotweinkultur in der Rioja" bilden.
Mitverkostet in der Kategorie "Die modernen Mineralischen" wurde auch unser Medrano-Irazu Reserva 2004 von der Bodega Medrano Irazu - 0,75l für 14,50 Euro. Für die Jury "ein Wein mit ausgewogenen Proportionen, dessen etwas strenger Bau nicht über seine Mineralität hinwegtäuschen kann - und auch nicht darüber, dass er noch ein großes Entwicklungspotenzial hat."
Abbildung: Der Feinschmecker Heft 4 April 2010
10. März 2010
Wenn einer eine Reise tut... | Reiseversprechen Teil 2
Weiter geht es mit unserer Reiseroute - immer dem guten Geschmack nach und auf der Suche nach Neuem für Sie! Am 15. März wird der erste Teil unserer Weinreise, die übrigens heute beginnt, hinter uns liegen und wir werden das schöne, aber zur Zeit ebenfalls kalte, Elsass Richtung Champagne hinter uns lassen.
In der Champagne ist prickelnde Inspiration angesagt. Kreidekeller und Co. wir kommen. Was dann folgt ist Paris, Paris! Doch das soll noch nicht das Ende gewesen sein. Immer mit dem Auftrag Wein zu entdecken, schließen wir diesen "kleinen Auftrag" mit dem Besuch der proWein in Düsseldorf ab. Die größte internationale Weinmesse bietet uns einmal mehr die Möglichkeit, auf Reise zu gehen, um auch noch den Rest der Welt zu verkosten! Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt darauf, wieder in unsere Weinlounge Hamburg zurückzukehren und unsere Reiseerlebnisse mit Ihnen zu teilen.
Seien Sie also herzlich eingeladen, ab dem 24. März auf ein Gläschen vorbeizuschauen und zu hören, ob auf dem Weingut Müller-Catoir wirklich so viele Mandelbäume stehen oder die Kreidekeller in Reims in der Tat so beeindruckend sind...

Santé!
In der Champagne ist prickelnde Inspiration angesagt. Kreidekeller und Co. wir kommen. Was dann folgt ist Paris, Paris! Doch das soll noch nicht das Ende gewesen sein. Immer mit dem Auftrag Wein zu entdecken, schließen wir diesen "kleinen Auftrag" mit dem Besuch der proWein in Düsseldorf ab. Die größte internationale Weinmesse bietet uns einmal mehr die Möglichkeit, auf Reise zu gehen, um auch noch den Rest der Welt zu verkosten! Nichtsdestotrotz freuen wir uns schon jetzt darauf, wieder in unsere Weinlounge Hamburg zurückzukehren und unsere Reiseerlebnisse mit Ihnen zu teilen.
Seien Sie also herzlich eingeladen, ab dem 24. März auf ein Gläschen vorbeizuschauen und zu hören, ob auf dem Weingut Müller-Catoir wirklich so viele Mandelbäume stehen oder die Kreidekeller in Reims in der Tat so beeindruckend sind...

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6. März 2010
Puffbrause
Jörg Thanisch vom Weingut Ludwig Thanisch & Sohn an der Mosel ist naturgemäß immer für eine Überraschung gut. Seien es die Geschichten, die er immer wieder auf Lager hat oder, wie in diesem Fall, ein neues Produkt.
Zugegeben, als wir die Flasche im Dezember das erste Mal in der Hand hatten, waren wir nicht gerade begeistert. Was für ein Etikett! Das geht ja gar nicht, dachten wir sofort. Schwarz, goldene und pink-rote Schrift und das Ganze auch noch getoppt von einer Umrahmung in gleichem Schrift-Pink-Rot. Zweiter Gedanke demzufolge sofort: Puff! Vielmehr Puffbrause. Dazu genommen noch der Name "Rosé de Noir", löste in uns sofort die Assoziation aus, nenn' es "Rosé de Nuit" und jedes Etablissement des ältesten Gewerbes der Welt leckt sich die Finger danach...

Andererseits interessierte uns das Produkt. Ein Rosé Sekt aus 100% Spätburgunder fehlt noch dringend in unseren Regalen. Und was Herr Thanisch so in die Flasche bringt, überzeugt uns schließlich schon seit fast 4 Jahren. Nicht umsonst ist sein Riesling Sekt Brut, der nach tradioneller Flaschengärung hergestellt wird, zu einem unserer Schaumwein-Klassiker geworden und läuft bei unseren Kunden mittlerweile unter dem Stichwort "Haussekt". Also probierten wir. Und hey, was sollen wir sagen? Er hat es wieder geschafft.
Die Farbe ist zunächst etwas unerwartet. Statt eines zarten Hellrosa, perlt es im Glas eher lachsfarben mit hellorangenen Reflexen. Die Perlage ist aber gut sortiert und steigt mit feinen, kleinen Bläschen vom Moussierpunkt auf. Hält man die Nase ins Glas, strömen dieser schöne "rote" Fruchtaromen entgegen. Soll heißen, eine Johannisbeere, ein bißchen Kirsche und ein wenig Dörrobst. Aber auch eine dezente Hefenote, erzeugt durch die traditionelle Flaschengärung mit einem guten Jahr Hefelager, macht sich bemerkbar. Im Mund bleibt die Perlage fein. Die zuvor erschnüffelten Aromen finden sich wieder, die Hefe ist elegant im Hintergrund, aber realisierbar, und es macht sich ein stimmiger Gesamteindruck breit. Bereits nach dem 2.Schluck gewinnt man deutlich den Eindruck: jawoll, davon will ich mehr....!
Spätestens jetzt hat man auch, sollte es einem wirklich immer noch nicht gefallen, das Etikett vergessen, wenn sich mal wieder gezeigt hat, dass das eben doch nur Geschmackssache ist. Der Inhalt einer Flasche aber in diesem Fall nicht!
Nun müssen wir noch um etwas Geduld bitten, da uns die Kaufentscheidung ja nicht so ganz leicht gefallen ist, und erst die ein oder andere Probeflasche mit Stammkunden verkostet werden musste. Nun ist sie aber definitiv gefallen, und das bedeutet:
Thanisch | Rosé de Noir Brut
Sekt traditionelle Flaschengärung | 100% Spätburgunder
Mosel | Deutschland
zum wirklich moderaten Preis von Euro 12,95 inkl. MwSt. für die 0,75l Flasche
ab April 2010 bei uns im Sortiment!
Foto: Weinlounge Hamburg
Zugegeben, als wir die Flasche im Dezember das erste Mal in der Hand hatten, waren wir nicht gerade begeistert. Was für ein Etikett! Das geht ja gar nicht, dachten wir sofort. Schwarz, goldene und pink-rote Schrift und das Ganze auch noch getoppt von einer Umrahmung in gleichem Schrift-Pink-Rot. Zweiter Gedanke demzufolge sofort: Puff! Vielmehr Puffbrause. Dazu genommen noch der Name "Rosé de Noir", löste in uns sofort die Assoziation aus, nenn' es "Rosé de Nuit" und jedes Etablissement des ältesten Gewerbes der Welt leckt sich die Finger danach...

Andererseits interessierte uns das Produkt. Ein Rosé Sekt aus 100% Spätburgunder fehlt noch dringend in unseren Regalen. Und was Herr Thanisch so in die Flasche bringt, überzeugt uns schließlich schon seit fast 4 Jahren. Nicht umsonst ist sein Riesling Sekt Brut, der nach tradioneller Flaschengärung hergestellt wird, zu einem unserer Schaumwein-Klassiker geworden und läuft bei unseren Kunden mittlerweile unter dem Stichwort "Haussekt". Also probierten wir. Und hey, was sollen wir sagen? Er hat es wieder geschafft.
Die Farbe ist zunächst etwas unerwartet. Statt eines zarten Hellrosa, perlt es im Glas eher lachsfarben mit hellorangenen Reflexen. Die Perlage ist aber gut sortiert und steigt mit feinen, kleinen Bläschen vom Moussierpunkt auf. Hält man die Nase ins Glas, strömen dieser schöne "rote" Fruchtaromen entgegen. Soll heißen, eine Johannisbeere, ein bißchen Kirsche und ein wenig Dörrobst. Aber auch eine dezente Hefenote, erzeugt durch die traditionelle Flaschengärung mit einem guten Jahr Hefelager, macht sich bemerkbar. Im Mund bleibt die Perlage fein. Die zuvor erschnüffelten Aromen finden sich wieder, die Hefe ist elegant im Hintergrund, aber realisierbar, und es macht sich ein stimmiger Gesamteindruck breit. Bereits nach dem 2.Schluck gewinnt man deutlich den Eindruck: jawoll, davon will ich mehr....!
Spätestens jetzt hat man auch, sollte es einem wirklich immer noch nicht gefallen, das Etikett vergessen, wenn sich mal wieder gezeigt hat, dass das eben doch nur Geschmackssache ist. Der Inhalt einer Flasche aber in diesem Fall nicht!
Nun müssen wir noch um etwas Geduld bitten, da uns die Kaufentscheidung ja nicht so ganz leicht gefallen ist, und erst die ein oder andere Probeflasche mit Stammkunden verkostet werden musste. Nun ist sie aber definitiv gefallen, und das bedeutet:
Thanisch | Rosé de Noir Brut
Sekt traditionelle Flaschengärung | 100% Spätburgunder
Mosel | Deutschland
zum wirklich moderaten Preis von Euro 12,95 inkl. MwSt. für die 0,75l Flasche
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1. März 2010
Fridolin, Karl-Egon und Willi
Zu verdanken hatten wir diesen äußerst gelungenen Abend indes Monsieur Armand Schuster de Ballwil, der aus Bordeaux angereist war, einige kleine Weinschätze im Gepäck hatte, um diese äußerst charmant und informativ zu präsentieren.
Schnell standen die ersten in der Küche und griffen Stefan, unserem fantastischen (Show-) Koch des Abends, unter die Arme, als die Vorspeise, eine "Bouillabaise mit Sauce Rouille", angerichtet werden musste. Dazu im Glas: Château Montlau Entre-Deux-Mers 2008 versus 2009. Aufgrund der doch sehr kräftigen Fischsuppe, die auf Krustentierfond basierte, konnte sich in diesem Fall der Ältere der beiden Weine durchsetzen. Wer allerdings noch eine der letzten Austern ergattern konnte, hatte mit dem 2009er einen perfekten (neueren) Begleiter zum Muscheltier. Mutig wie wir waren, gab's auch noch einen Rotwein, nämlich Château Fontblanche Bordeaux Rouge 2008 - ohne Holzfassausbau, der mit seiner deutlichen Fruchtbetonung ebenfalls hervorragend als Sparringspartner für die Suppe geeignet war!
Der nächste Zwischengang, "mit Lavendelhonig gratinierter Ziegenkäse an Ratatouille-Salat", verlangte dann allerdings nach mehr.
Nämlich mehr Wein. Ins Feld geworfen wurde
1. Château Montlau Bordeuax Supérieur 2007
2. Château Montlau Bordeaux Supérieur 2005 - aus der Magnum -
und in der Verlängerung zu Gang No. 3, den Froschschenkeln mit Vornamen, außerdem noch
3. Château Montlau Bordeaux Supérieur 1997
Doch das Ganze war noch steigerungsfähig - sowohl was die Küche
als auch die Weine betraf.
Auch hier lag der ältere Jahrgang logischerweise eine gute Nasenspitze vorne....Dem Reifungsprozess sei Dank!
Das muss schlussendlich auch der Grund dafür gewesen sein, warum 1997 und 2000 zuerst ausgetrunken waren.

Wer noch genügend "Luft" hatte, konnte zu "Tarte Tatin" und "Créme Brulée" wieder auf den Crémant de Bordeaux zurückgreifen - vielleicht auch, um die Lebensgeister wieder ein wenig zu wecken.
Und die Anekdote zum Rind? Fast hätte es keins (also Rind) gegeben. Hamburg war komplett nämlich ausverkauft. Doch Dank des tapferen Einsatzes einer ganzen Restaurant-Crew konnte noch ein Galloway-Rind aus Schleswig-Holstein aufgetrieben werden....
Fazit: Monsieur Schuster hat tolle Weine präsentiert und unterhaltsame Geschichten zum Besten gegeben. Das ATLAS hat mal wieder einen sensationellen Job gemacht - insbesondere Stefan, unser souveräner Koch, und André, unser aufmerksamer Servicemann!
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Wein-&Winzer-Koch-Event und werden uns ganz bestimmt wieder etwas ganz Besonderes ausdenken.... Und wenn Sie wissen möchten, ob Sie daraus:
hätten naschen dürfen, müssen Sie das nächste Mal einfach dabei sein!
Fotos. Weinlounge Hamburg
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